Orte und Personen

Auf dieser Page stelle ich meinem verehrten Publikum einige Orte und Personen vor, die in meinem Blog wiederkehrend erwähnt werden. Damit mir alte Bekannte nicht die Freundschaft kündigen, Kunden von der Stange gehen, oder der Familienclan zerscherbt – nur weil ich sie in meinem Blog womöglich als „kurzpimmelige Psychospacken“, „grenzdebile Brunzkühe“ o.ä. bezeichne – wähle ich für alle Protagonisten meiner Aufzeichnungen Aliasbezeichnungen.

Ähnlich verfahre ich dann auch bei den Handlungsorten, an denen sich meine leidige Existenz entfaltet – u.a. damit mich niemand aus dem Hinterhalt niederschießt, der meiner Bitte um milde Nachsicht hinsichtlich meiner Blogeinträge auf Grunde der Kunstfreiheit nach Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes nicht nachkommen möchte…

Orte und Personen bekommen also stets wiederkehrende Pseudonyme und im Folgenden möchte ich Euch eine Übersicht darüber, bzw. eine Kurzbeschreibung geben. Ich beginne mit den Handlungsstätten:

0001 Orte

ORTE

Haus „Zweieichen“. Hier logiere ich seit geraumer Zeit – nach Jahren in denen ich die Wohnungen öfters wechselte, als so mancher Hartzer die Unterhose, hat Hypermental wieder ein langjähriges Zuhause. Mit pittoresk unter zwei alten Eichen gelegenem Gärtlein, Hausschildkröte und allabendlich über den Zaun in den Graben geschleuderten Zigarrenstummeln.

Niedergüllestunk. Hier liegt Hypers Haus „Zweieichen“ und der Name ist Programm: Wer dort an manchen Tagen die gesunde Landluft auf Lunge zieht, dem kommt die Scheiße fast aus den Ohren. Niedergüllestunk passt als Bezeichnung auch recht gut zu den Einwohnern dieses von wenigen dutzend Häusern gebildeten Ortsteiles des größeren und weniger in der Wallachei gelegenen Kirchdorfes „Obergüllestunk“, bzw. zu deren rustikalem Gemüt. Obwohl man hier nicht tot über dem Zaun hängen möchte, hat die winzige Siedlung doch einiges zu bieten: Ein verruchtes Rotlichtetablissement mit osteuropäischen Zwei-Zentner-Grazien, ein überbelegtes Flüchtlingsheim mit allen Schattierungen des afrikanischen Kontinents und der malerische Ausblick auf rußende Kohlekraftwerksschlote am Horizont beispielsweise. Zum Glück liegt der Anschluss zum „Fluchtweg Bundesautobahn“ nur wenige Kilometer entfernt.

Obergüllestunk. Nachdem wir nun mit Niedergüllestunk quasi den „Pickel am Arsch der Welt“ betrachtet haben, kommen wir nun zum „Arsch“ selbst: Obergüllestunk ist die nächste Möglichkeit zum Erwerb täglicher Bedarfsgüter und der Ort, wo man seine Amazon-Pakete nach vergeblichen Zustellversuchen abholen kann, falls bei den Nachbarn niemand zuhause war. Das unweit eines Flusses, den ich im Blog der Einfachheit halber immer nur als „der Fluss“ bezeichnen möchte, gelegene Dorf ist verwaltungstechnisch ein Teil der folgenden Stadt:

Klein-Arabien. Hypers Kaff liegt gewissermaßen im Niemandsland. Etwa gleichweit von drei umliegenden Städten entfernt; dem eher kleinen „Cementum“, dem mittelgroßen „Klein-Arabien“ und der Großstadt „Graustadt“. Bei Klein-Arabien ist der Name ebenfalls Programm – der Bevölkerungsmix unterscheidet sich im Gegensatz zur bauüblichen Hausetagenzahl kaum vom Berliner Stadtteil Neukölln.

Graustadt. Obwohl Graustadt eine sechsstellige Einwohnerzahl hat, ist die Existenz dieser „Weltstadt“ den Bewohnern anderer Großstädte außerhalb eines 50-Kilometer-Radius kaum bekannt. Deshalb wähle ich den Namen Graustadt dafür. Ich will aber nicht unfair sein, es gibt hier schon schöne Ecken – wenn man lange genug danach sucht! In einer der gehobenen Gegenden Graustadts hausen die hypermentalen Eltern.

Shangri-La. Die golden glänzende, von reichen und schönen Menschen bevölkerte, mondäne Metropole am Horizont. Hypermentals Sehnsuchtsort! Hier lebte ich von 1993 bis 2008 (mit einer etwa sechsmonatigen Unterbrechung Mitte der Nullerjahre) und von 2010 bis 2013 zusammengerechnet rund 17 Jahre, bis mir die dortigen Miet- und Immobilienpreise zu sehr in die Höhe schossen. Diese Entwicklung in Kombination mit stetig steigendem Platzbedarf vertrieb mich aus dem eine dreiviertel Fahrstunde entfernt von Haus „Zweieichen“ gelegenen gelobtem Land. Die Familie meines Bruders lebt dort noch immer, ebenso einige Bekannte aus besseren Zeiten. Als sich mein Leben noch im champagnerseligen Steigflug befand – gefühlte Jahrhunderte ist’s her – gehörte ich dort gewissermaßen zur „Hautevolee“. Inzwischen bin ich leider nur noch alle Jubeljahre in Shangri-La. Oft mit einem Tränchen im Knopfloch… Aber auf dem Lande ist die Luft besser (echt jetzt? Gülle!) und der Garten größer.

Cementum. Der Vollständigkeit halber sei noch das östlich gelegene „Cementum“ erwähnt. Aber auch nur der Vollständigkeit halber. Hierhin verirre ich mich noch seltener, als ins erheblich weiter entfernte „Shangri-La“. Hier gibt es nämlich solch erfreuliche Einrichtungen wie mein zuständiges Finanzamt, etc..

 

PERSONEN

Nach den Orten, möchte ich nun auch noch die stets wiederkehrenden Hauptpersonen meines Blogs vorstellen. Am Anfang wird diese Liste noch etwas kurz sein, denn ich werde die Liste erst als „work in progress“ mit Leben füllen – gewissermaßen immer erst dann, wenn die entsprechenden Handelnden in meinem Blog bedeutsam in Erscheinung getreten sind. Im Unterschied zu den Orten weiter oben, möchte ich dabei zu eurem Komfort alphabetisch vorgehen:

red-star-animatedneured-star-animated Giulia. Ex-Verlobte des Bloggers. Rassig-quirlige Powerfrau aus dem internationalen Jetset mit der ich gemeinsam die Welt bereiste und einige Jahre lang einen äußerst mondänen Lebensstil pflegte. Kurz vor der geplanten Hochzeit vor inzwischen auch schon wieder über einem Jahrzehnt trennte sich Giulia überraschend von mir und entschwand beruflich in den Orient, wo sie heute auch Familie hat. Kontakt besteht seitdem keiner mehr.

Hypermental. Der Blogger. Hauptperson und Ich-Erzähler dieser Lebensbeichte, die Ihr Euch hier immer dankenswerterweise reinzieht. Muffelig-kauziger Mittvierziger zwischen generalisiertem Menschenhass, weltgewandtem Müßiggang und den teils erschreckend weich anmutenden Härten eines freiberuflich-kreativen Landlebens bei den Iden des 21sten Jahrhunderts. Weltschmerz trifft auf depressive Faulheit – zum Glück dann und wann von den letzten Zuckungen eines humanistisch gebildeten & arg belesenen, im Grunde doch noch sonnigen Gemüts überstrahlt. Wohlhabende Armut im selbstgewählten Exil in ländlicher Abgeschiedenheit… Kurzum: Ihr müsst den ganzen Blogmist durchlesen, um zu verstehen, wer das verdammt nochmal ist!

red-star-animatedupdatered-star-animated Inorbit. Seit 2002 waren er und Hypermental wie zwei alte Säue in der gleichen Suhle: Stets auf den gleichen Internetplattformen aktiv, begegnete man sich virtuell zunächst schreibend auf myTagebuch, dann Bilder hochladend auf der inzwischen auch nicht mehr existenten Fotocommunity Digimania. Später luden beide zunächst auf MyVideo und dann auf YouTube fleißig Videoclips hoch. Ab ca. 2006 trafen sich Inorbit und Hypermental auch ganz real und unterhielten eine lockere Telefonfreundschaft. Inorbit bloggt als „inorbit598153332“ seit kurzem auch hier auf WordPress.

Mitch. Ein guter alter Freund seit Schultagen. Dauersingle. Ein für viele eher unschein- bis unsichtbar erscheinender „Mister Cellophane“, bei dem sich hinterher kaum jemand erinnert, ob er auch auf der Party war – obwohl er fast immer als Erster kommt und als Letzter geht. Klein, schmächtig, unkompliziert, ruhig und eher gelassen bis phlegmatisch agierend (so richtig Tempo macht er nur beruflich am Steuer von Hochgeschwindkeitszügen) – aber ein Typ mit dem Herzen am rechten Fleck. Wenn irgendjemandem der hypermentale Hausschlüssel gegeben werden soll, oder zum darauf aufpassen die Brieftasche, dann zuerst ihm: Niemand ist so unneugierig, seriös und loyal wie Mitch.

Oliver. Seit der Schulzeit mit mir befreundet. Streng gläubiger Katholik und immer ein bisschen zu oberlehrerhaft und sendungsbewusst auftretend. Einst machte er das jahrgangsbeste Abitur von „Graustadt“, heute ist er international tätiger Klimaforscher und zweifacher Familienvater.

Philomena. Hypermentale Hausgenossin, die seit 2013 einen Teil der Dachetage von Haus „Zweieichen“ bewohnt. Vollständig aus der Gesellschaft zurückgezogen – nicht ganz freiwillig, sondern überwiegend auf Grund ihrer Krankheit – agiert die ätherisch erscheinende Eremitin mit der scharfen Zunge und dem schwindelerregend hohen IQ hier zwischen Parfümsammlung, prall gefüllten Bücherwänden und Schuh- bzw. Kleiderschränken, Regalen voller Heavy Metal-CDs , dem Fernseher auf dem oftmals Sci-Fi-Serien laufen, einer recht schafelastigen Plüschtierherde, ihrem Fitnessgerätepark, überquellenden Wollvorräten und containerweise selbst gefertigtem Strickwerk. Sie hält den hypermentalen Junggesellen-Saustall in blitzblanker Ordnung und verhindert als gestrenge Ernährungswächterin das vorzeitige Ableben des Bloggers.

Rudi. Früher war Rudi eher ein unkompliziert wirkender Naturbursche, mit dem ich auf wunderbare Wander- und Paddeltouren gehen konnte. Sein im Moloch Berlin zunehmend unglücklicher verlaufendes Leben machte einen „Großstadtneurotiker“ aus ihm. Seit etwa 2008 mutiert er darüber hinaus zunehmend zum Verschwörungstheoretiker, UFO-Gläubigen und Esoteriker. Ein Aluhutträger, der einen Großteil seiner mühsam verdienten Kohle für Geistheiler, ominöse Heilpraktikersitzungen, Kopp-Verlag-Literatur und dubiöse Gerätschaften (etwa zum Einfangen galaktischer Liebeswellen, oder um Wasser spirituell aufzuladen) heraushaut. Dem ungeachtet ist er aber ein prima Kerl und guter Kumpel, mit dem ich ein bis zweimal pro Woche einstündige Abendtelefonate führe, während derer ich Zigarre rauchend im Garten umherzuwandern pflege.

 

(weitere Protagonisten folgen in Kürze)

2 Gedanken zu “Orte und Personen

    • Gute Idee… Aber leider kenne ich den Weg nicht, wie ich dort hingelangen sollte, selbst wenn sie direkt über „Niedergüllestunk“ schwebte. Der als „Shangri-La“ bezeichnete Ort war allerdings einstmals tatsächlich eine Art „irdische Wolke Sieben“ für mich.

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