Für Sushi & Stumpen langt’s noch…

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🔹 Ich glaube ich führe momentan das zurückgezogendste Leben überhaupt – wenn ich zurückblicke und mir vergegenwärtige, was ich dereinst doch bereits so alles erlebt habe… 🤔 Da gab es phasenweise eine pralle Lebensfülle und eine aberwitzige Ereignisdichte! Habe mir heute – um etwas Abwechslung in die hiesige Düsternis zu bringen – etliche uralte Blogeinträge aus jenen Zeiten, als ich noch auf myTagebuch und nicht hier auf WordPress schrieb, angesehen. Leck fett, damals vor zehn, zwölf, fünfzehn Jahren war echt noch gehörig was los! 🤩🤪🥳

Was ich damals alles für schräge Vögel kannte, Protagonisten wie aus einem Pedro Almodóvar-Film… Vielleicht gibt’s ja noch treue Uralt-Leser, die sich noch an solche Gestalten wie den „Weinarchitekten“, den „Springfrosch“ oder die „Tapir-Plauze“ erinnern? An Julie, Claude, Viktor oder die schwer verhaltensgestörten Damen Sandy und Mandy? Oder an den dummdreist-dauergeilen Carlos? Miroslav, Nora und Steven, Ole und Arifa, Udo und Susanne, oder an die ganze Russengang aus der Kunstszene von „Shangri-La“? Oder an den „Stadtindianer“ Wolf-Dieter, stets esoterisch-psychologisierend entrückt? Was für eine bezaubernde Freakshow! (…bin da fast schon ins Überlegen gekommen, ob ich einfach mal wahllos irgendwelche alten myTagbucheinträge hier nochmals hochladen soll…)

🔹 Heutzutage herrscht hier Stillstand an wirklich allen Fronten. {Aufstehen, Schildkröte versorgen, noch mal hinlegen, Kacken, Duschen, Mahlzeit Nr. 1 essen, Börse, Schildkröte versorgen, Mahlzeit Nr. 2 essen, lesen, Zigarre rauchen, wieder hinlegen – repeat}… Nun ja.

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Heute war insofern bereits ein äußerst „ereignisreicher“ Tag, weil ich tanken und Auto waschen war und in einem anderen Supermarkt als sonst (ausnahmsweise mal im Stadtzentrum von „Graustadt“) eingekauft habe und mir dort frisch zubereitetes veganes Sushi geholt (ich muss gesund speisen, sonst verfette ich hoffnungslos – selbst auf die Schildkröte überträgt sich mein passiv-verzehrfreudiger Lebensstil, „Kröt“ hat während Philomenas Abwesenheit auch schon 50 Gramm zugenommen, obwohl er jetzt zur Winterstarre hin eigentlich ein bisschen abnehmen sollte).

An der Tankstelle holte ich mir noch Billig-Stumpen, weil mein Humidor seit gestern leer ist – so richtig schundige, maschinell gefertigte Shortfiller-Zigarren. Ich glaube ich habe solche Ware zuletzt als Student geraucht – holy shit! Geht eindeutig bergab mit mir… 😉

So habe ich heute binnen eines Tages auch schon wieder über anderthalbtausend Euro Depotwert verloren… 📉😱 Mittlerweile sind vier meiner fünf Wertpapierportfolios im Minus. Liegt an China – da geht’s gerade übel zu auf dem Aktienmarkt. Würde mich nicht wundern, wenn das auch im Westen noch mehr als eh schon mitherunterreißt und wir nun kurzfristig einen echten, ausgewachsenen Börsencrash sehen werden! Bekomme jedenfalls langsam kalte Füße, denn meine auf den Märkten einsetzbare „finanzielle Schwungmasse“ schrumpft bedenklich. Nicht, dass mein „Plan B“ – Einkünfte durch Trading, statt durch freiberufliche Erwerbsarbeit zu erzielen – doch noch in Rauch aufgeht… 🤔

🔹 Aber ich will nicht meckern – anderen Leuten geht’s entschieden dreckiger: Philomena berichtet mir tagtäglich am Telefon von der Lage in Süddeutschland, wo ihre Schwester Berenike immer noch von Mann und Kind getrennt (die sind nach dem letzten Lockdown-Ende wieder in ihre Wahlheimat zurückgeflogen) bei der Mutter lebt und weiterhin auf den Rollstuhl angewiesen ist. Berenike wird nach ihrem Unfall und den sich zeitlich daran anschließenden Folgeerkrankungen mit ziemlicher Sicherheit nie mehr aktiv in ihrem alten Beruf arbeiten können, für den sie körperlich topfit sein müsste… 😔

Immerhin stürzt sie sich videokonferenzmäßig in Online-Aufbaukurse, um ein paar Zusatzqualifikationen nachweisen zu können, falls sie hoffentlich irgendwann einmal doch noch zumindest „passiv“ in ihre Branche zurückkehren kann. Sie war ja international erfolgreich und quasi schon eine echte Prominente in ihrem Beruf (damit ihr nicht noch womöglich herausfindet, wer sie genau ist, lasse ich mal offen, was sie genau gemacht hat. Sie war jedenfalls etwas Vergleichbares wie etwa eine Schauspielerin, Opernsängerin, Balletttänzerin, Musical-Star, etc..) Da sie ihr Fach vor dem großen Durchbruch prinzipiell mit Diplom an der Uni studiert hat (also etwas Vergleichbares wie z.B. Theaterwissenschaften, Kulturtheorie, Musikakademie, etc.), könnte sie mit einer körperlichen Behinderung (sie kann die Beine und ihre eine Hand nur noch äußerst eingeschränkt gebrauchen, die andere Hand sogar gar nicht mehr) zwar nicht mehr aktiv performen, aber immerhin möglicherweise noch passiv als Dozentin innerhalb ihres Fachgebietes unterrichten. Darauf setzt sie momentan ihre Hoffnung – daraus speist sich augenblicklich überhaupt noch ihre Lebensenergie…

Jedenfalls hat sie da ein schweres Schicksal zu (er)tragen und mir geht’s vergleichsweise noch absolut gut. Es reicht zumindest noch für Tankstellenzigarren und veganes Sushi… Und Ärger mit irgendwelchen absurden Leuten habe ich momentan durch meinen Totalrückzug auch nicht mehr. Absolut meine Ruhe. Was will man mehr? Totenstille vielleicht? Kommt irgendwann noch von ganz alleine… 😁

10 Gedanken zu “Für Sushi & Stumpen langt’s noch…

  1. Ich mag ja so schräge Leute und ziehe die auch an – 08/15 kann ja jeder.

    Wie du sagst: Sushi und Zigarren von der Tanke sind doch immerhin noch drin.

    Ich habe heute Nachmittag schon an dich gedacht als ich in einem meiner Newsletter von einem Hamster las, der Crypto Trading macht (mir fällt grad der Name nicht mehr ein). Vielleicht solltest du Kröt darauf ansetzen. Scheinbar kann man mit Zufall genau so viel oder besser verdienen als mit ausgeklügelten Strategien wie diverese Versuche gezeigt haben.

    Gefällt 1 Person

    • Eigentlich initial „nur“ ein Sehnenabriss. Aber der war wohl vermutlich nicht nur unfallbedingt, sondern Folge irgendwelcher langjährigen Auszehreffekte durch enormen Stress und gesundheitlichen Raubbau. Scheint auch noch eine Autoimmunerkrankung und eventuell etwas aus dem rheumatischen Formenkreis zu sein. Dazu Morbus Sudeck. Bisher hat leider kein Arzt eine Patentlösung. Bei Philomena war es ja auch so, dass sie zwei Jahrzehnte lang krank war und niemand ihr helfen konnte (bzw. wollte) – seltene Erkrankungen scheinen da gehäuft in der Familie zu liegen. Es gibt noch weitere Verwandte mit seltenen oder schlecht behandelbaren Erkrankungen.

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