STERNENKREUZER PIRMASENS – Kapitel XXXI

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Der letzte etwas längere Blogeintrag ging mir nach der langen Schreibpause doch besser von der Hand, als zunächst befürchtet. Selbst das Problem der abgewetzten Buchstaben auf der Tastatur stellte sich als nicht so gravierend heraus… Schön auch, dass Ihr mich hier so herzlich zurück willkommen geheißen habt! 😃👍

🚀 Deshalb habe ich auch heute für Euch eine große Überraschung: Eine neue Folge meiner selbstausgedachten Space-Opera „Sternenkreuzer Pirmasens“!

Die längste Schreibpause zwischen zwei Episoden dauerte bisher 286 Tage und wurde nun leider mit 296 Tagen ohne neue Erlebnisse von Benjamin Freitag, Pavlína Dvořáková und Captain Santorius sogar übertroffen… Aber jetzt hat die SciFi-Durststrecke endlich ein Ende! 😉

Falls Ihr Euch auf die Story neu einstimmen möchtet, rate ich Euch dazu, mein Glossar und Personenregister (unter diesem Link) zu konsultieren – oder Ihr zieht Euch zum Auffrischen der Erinnerung nochmals das letzte Kapitel aus dem November 2020 rein (direkter Link zur Episode Nr. 30 hier)… Ansonsten geht’s jetzt hier nahtlos weiter mit dem 31. Kapitel als Sonntagslektüre:

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Kapitel XXXI – Der liebliche Duft des Weltalls

◾Nachdem es der von der düsteren außerirdischen Überwesen-Spezies Gor’Sostorot zum willigen Werkzeug umgewandelten stellvertretenden Wissenschaftsoffizierin dank ihrer neuen Fähigkeiten aufs Leichteste gelungen war die komplette Führungsriege der „U.E.S.S. Pirmasens“ davon zu überzeugen, dass man nun zum Wohle der Menschheit schnellstmöglich zur Erde zurückzukehren habe, herrschte auf der Kommandobrücke zu abendlicher Stunde ein geschäftiges Treiben. Hayden Findley und Captain Erno Santorius waren nach der langen Zwangspause im Bauche des kolossalen Alien-Raumschiffes „Leviathan“ konzentriert mit den Startvorkehrungen beschäftigt.

„Es grenzt nach über einer Woche völligem Blackout wirklich an ein Wunder wie gut unser Zentralcomputer und die ganzen Subsysteme wieder funktionieren!“, rief die rothaarige Erste Offizierin begeistert, als sie sich durch die Protokollpunkte klickte.

„Ja, erstaunlich, nicht?“, pflichtete ihr der Kapitän bei, „wie hat Pavlína das bloß hinbekommen? Ich glaube sie hat uns auf dem langen Heimflug einiges zu erzählen!“

„Angeblich steht uns der Weg aus der »Leviathan« bereits offen. Pavlína sagte mir, dass wir sofort starten könnten, wenn wir das wollen…“

„Gut, dann sollten wir das auch tun. Immerhin gibt es weltbewegende Neuigkeiten für die gesamte Menschheit, die nach ihrer Aussage eine schnellstmögliche Heimreise rechtfertigen… Erste, wann können wir denn konkret?“

„Wenn weiterhin alles so reibungslos klappt bereits in etwa 15 Minuten. So gegen dreiundzwanzighundert Bordzeit sollten wir damit beginnen können endlich wieder aus diesem schrecklichen Ding heraus zu navigieren!“

0150 Pavlina◾So gänzlich mit den Gor’Sostorot geistesverschränkt war Pavlína Dvořáková dann doch noch nicht: Sie war zwar davon überzeugt, dass die baldige Auslöschung aller Erdenbewohner eine Wohltat wäre – aber es war auch immerhin so viel „alte Pavlína“ übrig geblieben, dass diese in ihrer Kabine nun vor dem Schminkspiegel saß und reichlich Rouge auftrug. Dazu „smokey eyes“ und künstliche Wimpern. Aus dem Spiegel blickte ihr eine verdammte Hollywood-Göttin entgegen. „Angemessen für die mächtigste Frau des Universums…“, lächelte sie und betrachtete erfreut ihr Werk, bevor sie wieder die obligatorische Sonnenbrille aufsetzte.

„Achtung, Achtung – dieses ist eine wichtige Durchsage!“, ertönte Hayden Findleys Stimme plötzlich in der Kabine.

„Schnauze, du Sumpfkuh!“, entgegnete Pavlína dem Wandlautsprecher und katapultierte sich mit einem Rückwärtssalto vom Hocker in den Stand.

Die Durchsage der Ersten Offizierin ging weiter: „Es ist mir eine Ehre die gute Nachricht zu verkünden, dass wir in wenigen Minuten endlich unser beschämendes Gefängnis verlassen können und dann umgehend den Heimflug zur Erde antreten werden!“ An dieser Stelle prasselte Applaus aus dem Lautsprecher, offenbar von der Mannschaft auf der Brücke. „Sobald wir aus dem Alien-Schiff heraus sind und uns sprungbereit machen, werde ich mich erneut bei ihnen melden. Ich wünsche der Besatzung einen schönen Abend!“

„Den werde ich definitiv haben“, grinste die Wissenschaftlerin mit den rosa gefärbten Haaren und nahm ein Cocktailkleid aus ihrem Spind, das sie auf der Pirmasens bisher noch zu keinerlei Anlass getragen hatte.

◾An einer anderen Stelle innerhalb der von den Terranern so getauften „Leviathan“ tagte zeitgleich so etwas wie ein „Hoher Rat“. Alle bisher aus ihrem ganze Erdzeitalter lang andauerndem Tiefschlaf geweckten Gor’Sostorot hatten sich versammelt. Schweigend standen sie in einer großen Halle im Kreis. Sie brauchten nicht zu sprechen, um sich miteinander zu verständigen. Sie benutzten ihre telepathischen Fähigkeiten.

Einer der Ranghöchsten unter ihnen – jener der die Menschenfrau transformiert hatte – setzte die anderen davon in Kenntnis, dass diese ihm just im Augenblick über den quantenverschränkten Geist mitteilte, dass das Raumfahrzeug jener jämmerlichen und dem baldigen Untergang geweihten Spezies nun in Kürze das Schläferschiff verlassen würde.

Sobald die minimale Besatzungsstärke von 864 Gor’Sostorot erwacht wäre – was bei einer Frequenz von einer Reanimation alle vier Minuten in etwas weniger als einem Tag der Fall sein sollte – würden sie sich daran machen dem terranischen Schiff bis zu dessen Heimatsystem zu folgen. Und sich danach die anderen Planetensysteme vornehmen, in denen sich in den letzten Jahrmillionen wieder hunderte von neuen Zivilisationen als Erbe ihrer eigentlich überwunden geglaubten Erzfeinde entwickelt hatten! Danach wären sie dann nicht nur die älteste, sondern zuletzt auch wieder die einzige verbliebene Zivilisation der Galaxis, Bezwinger aller Gegner und Vernichter ihrer Feinde, Herren über alle Kulturen und Zivilisationen, Wahrer sämtlichen Wissens, allmächtig am Ende der Zeit!

◾Pavlína Dvořáková hämmerte die Pfennigabsätze ihrer silbern glitzernden Pumps mit einer ratternden Frequenz dermaßen energisch auf den Gangboden, als wolle sie diesen bis ins darunterliegende Deck durchstoßen. Stolz erfüllte sie, nachdem sie gerade geistesverschränkt von der gesamten Versammlung aller bisher erwachten Allväter gelobt worden war – die älteste Zivilisation der Galaxis begegnete ihr auf Augenhöhe und glaubte an sie! Fast hätte sie darüber spontan vergessen, wohin sie gerade im guten Radfahrertempo strebte, bis es ihr wieder einfiel: Zur Feier des Tages hatte sie sich ja noch ein Date verordnet!

Sie beschleunigte abermals und rauschte nun so schnell an den wenigen Passanten vorbei, die ihr zu dieser späten Tageszeit noch entgegen kamen, dass diese kaum mitbekamen, in was für einem atemberaubenden Outfit die stellvertretende Wissenschaftsoffizierin gerade steckte.

◾Nach einer weiteren Durchsage der Ersten Offizierin über das allgegenwärtige Lautsprechersystem ging ein leichter Ruck durch den Sternenkreuzer, als dieser sich langsam vom Boden löste und in der riesigen Kaverne, in der er eine Woche vor Weihnachten gestrandet war, eine gemächliche 180-Grad-Drehung vollführte.

Auf der Brücke blickte man gebannt auf den Bildschirm, als die gleißenden Bordscheinwerfer die fremdartige Architektur der Umgebung erhellten.

„Schwindelerregend, nicht?“, wandte sich der Kapitän an die junge Frau neben ihm, die gerade eigenhändig den Sternenkreuzer steuerte, „können diese Freaks denn keine geraden Linien bauen? Sie machen da einen phantastischen Job, Hayden, wie sie die Pirmasens hier so auf Sicht fliegen! Ich werde sie nach unser Heimkehr für eine Beförderung vorschlagen…“

Hayden errötet kurz – denn was folgte auf einen Rang als Erste Offizierin? Doch wohl nur ein Kapitänspatent! Sie schluckte kurz und zwang sich sofort wieder zurück zur vollsten Konzentration. Mit ruhiger Hand steuerte sie das fast vierhundert Meter lange Kriegs- und Expeditionsschiff durch das verwinkelte Gedärm der „Leviathan“, das sie auf ihrem Hinweg nicht aktiv durchflogen hatten, sondern von den mysteriösen außerirdischen Kräften erzwungen passivbewegt.

In gemächlichem Tempo ging es minutenlang Gangwindung um Gangwindung folgend voran. Erno Santorius starrte mit seinem verbliebenen linken Auge auf die riesige Projektion der Außenansicht vor ihm und raunte: „Es schaut faszinierenderweise eher so aus, als ob man mit einem U-Boot durch eine Unterwasserhöhle schwebt. Dieses Ding hat kaum etwas von einem Raumschiffhangar…“

„Ich bin vor allem froh, wenn wir gleich endlich aus diesem Ungeheuer heraus sind“, warf nun der ebenfalls neben Haydens Cockpitsessel stehende Zweite Offizier der U.E.S.S. Pirmasens ein, „dort hinten kommt schon sein Arschloch in Sicht – ich kann bereits den lieblichen Duft des Weltalls riechen!“

Hayden rollte zwar ob dieser Bezeichnung mit den Augen, aber der Zweite hatte Recht: Unmittelbar vor dem Bug des Sternenkreuzers klaffte nun am Ende des Tunnels eine weite Öffnung, durch die man die ersten Sterne erkennen konnte. Als sie die kolossale Pforte passierten, wurde auf der Brücke ausgelassen applaudiert.

◾Mit quietschenden Absätzen kam Pavlína nach ihrem Rekordsprint durch die Pirmasens direkt vor Benjamin Freitags Kabinentür zum Stehen. Doch was war das?! Unmittelbar vor der Crewkabine Nr. 7 im Habitationssegment R4-8 traf zeitgleich mit ihr auch dieses Eena-Miststück ein, mit dem das Objekt ihrer Begierde seit geraumer Zeit regelmäßig das Nachtlager zu teilen schien!

„Die hat mir gerade noch gefehlt!“, fluchte sie und packte die überraschte Ex-Schiffbrüchige am Nacken, um sie in einer einzigen Bewegung mit übermenschlicher Kraft von den Füßen zu holen und wie eine Lumpenpuppe durch den halben Gang zu schleudern! Dumpf knallte Benjamins neue Freundin mit dem Kopf gegen ein Wandpaneel und war sofort ausgeknockt. „Du mieses Piratenflittchen wirst deine Nacht im Putzschrank verbringen, anstatt mit meinem Sahnestück!“, zischte Pavlína und stopfte Eena Broussard kopfüber in einen solchen. Sicherheitshalber versetzte sie die eh schon Ohnmächtige noch in ein bis zum nächsten Tag andauerndes künstliches Koma – kraft der ihr neu verliehenen Superfähigkeiten konnte sie das…

Aus dem Lautsprechersystem ertönte nun eine kurze Gongmelodie gefolgt von Hayden Findleys Ankündigung, dass es nur noch eine gute Viertelstunde dauerte, bis die U.E.S.S. Pirmasens auf Sprunggeschwindigkeit beschleunigt hätte, um dann im Alcubierre-Modus die Heimreise anzutreten. Die mächtigste Frau des Universums, die ihre pinkfarbene Haarpracht offen trug, so dass die Mähne fast bis zum Po herabwallte, ignorierte die Durchsage und wandte sich nun der Kabinentür zu. Ohne vorher zu klingeln löste sie mit einem telepathischen Quantenbefehl den Öffnungsmechanismus aus, trat geschwind ein und traf dort auf den sichtlich überraschten Ben, der eigentlich jemand anderes erwartet hatte.

Benjamin saß auf seiner Matratze, legte schnell die Gitarre zur Seite und schickte Spot ins Körbchen, bevor er den Blick wieder auf Pavlína richtete, die vor der inzwischen zischend zugefahrenen Tür stand. „Alter Falter!“, entfuhr es ihm, als er registrierte, dass die Wissenschaftlerin statt ihrer Borduniform ein perlmuttfarbenes Cocktailkleid trug, das über so viele raffinierte Cut-Outs verfügte, dass sie damit eher nackt als angezogen aussah!

◾Auf der Brücke machte die Crew sich nun an die letzten Vorbereitungen. Nachdem sie zunächst eine ganze Weile lang lang in langsamer Fahrt durch das Labyrinth im Inneren des schwarzen Monsterschiffs geschwebt waren, hatte der schwere Sternenkreuzer nun im Freien deutlich Tempo aufgenommen und sich bereits einige zehntausend Kilometer weit von jenem zig Millionen Jahre alten Mysterium entfernt – weit weg genug, um nun die mächtigen Materie-Antimaterie-Triebwerke zünden zu können, die das Raumfahrzeug bis auf die benötigte Sprunggeschwindigkeit beschleunigen würden. Hayden hatte gerade eine entsprechende Lautsprecherdurchsage getätigt, damit die Besatzung nun allmählich riskante Aktivitäten einstellen und sich auf festgelegte Sicherheitspositionen begeben konnte.

Die Magnetspulen für das Stützfeld waren bereits aktiviert. Nachdem Hayden etliche Schalter umgelegt hatte, erwachten die mächtigen Hauptantriebe am Heck grollend zum Leben und begannen umgehend damit, das Schiff mittels Zerstrahlung von Materie und Antimaterie enorm zu beschleunigen. Künstliche-Schwerkraft-Generatoren sorgten dafür, dass die Menschen und Außerirdischen an Bord davon außer der Geräuschkulisse kaum etwas mitbekamen. Sobald die Pirmasens rund 8 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreicht hätte, würde sie aus dem Normalraum heraus in den durch die Warp-Metrik definierten Raum springen. Pünktlich um Mitternacht – also in etwa zwanzig Minuten – wäre das planmäßig der Fall.

◾Nachdem Pavlína Dvořáková durch einen sekundenschnellen Gedankenblitz ihre neuen Herren davon informiert hatte, dass das Terraner-Schiff jetzt sehr bald springen würde, wandte sie ihre volle Aufmerksamkeit wieder jenem Mann zu, der vor ihr auf seiner Koje fläzte. Nachdem sie den schlaksigen Sonnyboy eine halbe Ewigkeit lang verschmäht hatte, hatte sie sich dann ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt doch noch in ihn schockverliebt, als Ben gerade diese Piratenbraut auf dem Planeten „Pirmasens 98c“ aufgegabelt hatte. Seitdem schien er mit der kleinen Schlampe unzertrennlich zu sein…

Nicht, das dieses für sie in ihrer neuen Rolle als kommende Weltenvernichterin noch eine wirkliche Relevanz besaß, aber mit ihrer Transformation hatte Pavlína immerhin so viel dämonische Herrschaftslust aufgesogen, dass sie sich nun ohne jegliches Zögern einfach alles nehmen wollte, was ihr ihrer Auffassung nach schon immer zugestanden hatte – und Benjamin Freitag gehörte eindeutig dazu! Sie wollte ihn haben, weil sie es als mächtigste Frau des Universums einfach konnte! Selbst falls er sich dagegen wehren sollte… Wovon sie allerdings nicht ausging. Dass sie vermutlich leichtes Spiel mit dem gebürtigen Pirmasenser haben dürfte, entnahm sie seinem Gesichtsausdruck …

„Willkommen in meiner bescheidenen Hütte – aber eigentlich hätte ich gerade Eena erwartet, sie sollte jeder Minute hier erscheinen und hat auch einen Zugangscode für meine Kabine auf ihrem Armband…“

„Eena hat mir eben verraten, dass sie heute leider unpässlich ist“, säuselte die kurvenreiche Wissenschaftlerin und ging übertrieben hüftschwingend die wenigen Schritte auf Benjamin zu, die sie in der äußerst beengten Unterkunft dazu benötigte. Als sie sich zu ihm auf die Bettkante herab beugte, sprang ihre dabei die nur mühsam hineingequetschte üppige Oberweite beinahe aus dem Balkonausschnitt, „und ich bin heute Nacht offenbar ihre Vertretung…“

Kaum dass sie sich zu ihm nach unten gebückt hatte, krabbelte sie auch schon über das Unterbett auf ihn zu und näherte ihren volllippig bonbonrosa schimmernden Kussmund seinem verblüfften Gesicht. Durch reichlich aufgetragenes Lipgloss feucht schimmernd das Licht der Deckenbeleuchtung reflektierend, glänzte er wie eine einzige unwiderstehliche Verheißung… Ein leichter Schwindel befiel Benjamin bevor er – überhaupt nicht mehr Willens zu begreifen, wie sich die Lage gerade überhaupt so überraschend verwandeln konnte – Pavlína zu sich herabzog. Als ob es vollkommen normal wäre, nun sie leidenschaftlich zu küssen, obwohl er das – noch wenige Sekunden zuvor – eigentlich für Eena reserviert hatte… Was geschah da gerade mit ihm? Egal. Wirklich vollkommen egal… Wer war schon Eena! Hauptsache der Moment würde sich nicht als lediglich imaginierter Tagtraum herausstellen… Hat er das nicht immer herbeigesehnt? Mit Pavlína? Für einen Tagtraum fühlte es sich dessen ungeachtet viel zu „physisch“ an, was da gerade ablief. Ihre lustentfachende Last auf ihm. Sie war zwar schlank, aber dennoch von einer üppigen Schwere… Griff sie ihm gerade wirklich beherzt mit der rechten Hand in den Schritt? Benjamin konnte es immer noch nicht fassen…

◾Mitten in der telepathischen Debatte, in die er schon seit Stunden vertieft war,  durchfuhr den Ranghöchsten unter den versammelten Gor’Sostorot ein leichter Hauch plötzlicher Irritation. Ein unmerkliches Schwanken in der Raumzeit… War das primitive Schiff bereits in den Alcubierre-Raum gesprungen und hatte dadurch eine Gravitationswelle ausgelöst, die er nur durch seine in Millionen Jahren natürlicher und künstlicher Evolution unendlich verfeinerten Sinne registrieren konnte? Nein – er spürte, dass irgendetwas mit der Menschenfrau geschah…

Eine Unstimmigkeit war erschienen. Noch beunruhigte ihn dieses neue Gefühl nicht in größerem Umfang – aber jegliche Art von Anomalie durfte einfach nicht auftreten! Physikalisch müsste dieser Fall eigentlich vollkommen ausgeschlossen sein… Ob dieses unmerkliche Flirren auf einer unendlich niedrigen Subquarkebene tatsächlich irgendetwas mit der Menschenfrau zu tun hatte? Hatte er diese neue Spezies „Mensch“ womöglich unterschätzt? Verfügte sie etwa über irgendwelche Eigenschaften, welche die Gor’Sostorot ihrerseits nicht besaßen? Er müsste das im Auge behalten… Unbedingt!

2021 GLOSSAR Gor Sostorot

Widerwillig klinkte er sich für einen Moment aus dem eigentlich wichtigen Kreis der Versammelten aus, um tiefer in sich zu lauschen… Was war dort bloß im Gange?

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(eine Episodenliste mit direkten Links zu allen bisher auf meinem Blog veröffentlichten „Sternenkreuzer Pirmasens“-Kapiteln sowie ein liebevoll illustriertes Glossar zur Erklärung der Fachbegriffe und als Personen-Übersicht findet Ihr unter diesem Link)

7 Gedanken zu “STERNENKREUZER PIRMASENS – Kapitel XXXI

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