Nach 17 Jahren hängte ich meinen Job an den Nagel…

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Ich werde heute einmal versuchen, endlich wieder einen etwas längeren Blogeintrag zu verfassen – wird mir nach der langen Pause sicherlich nicht unbedingt leicht fallen. Bin diesbezüglich etwas eingerostet…

  • Hinzu kommt auch noch ein „technisches“ Problem. Längere Einträge schreibe ich erheblich lieber auf einer Tastatur, statt auf dem Tablet. Dummerweise beherrsche ich das Blindtippen nicht sehr gut, so dass ich immer mal wieder auf die Tastenbeschriftung angewiesen bin – und diese ist nach fast zehn Jahren schon so abgewetzt, dass ich etliche Buchstaben gar nicht mehr entziffern kann. „Warum kauft sich der Depp denn keine neue Computertastatur?“, werden sich nun so manche meiner Leserinnen und Leser fragen – nun: Ich versuche momentan jeden Cent zu sparen und vermeide jegliche auch nur irgendwie unnötige Ausgabe.

Obwohl ich mittlerweile endlich geimpft bin, bin ich auch auf Grund dieser neuen Sparsamkeit trotzdem nicht wieder zum Frisör gegangen (das hatte ich mir bekanntlich eigentlich vorgenommen, sobald ich den vollen Impfschutz haben würde)…

Während meiner langen Blogging-Abstinenz hat sich so einiges verändert und dennoch ist irgendwie gefühlt fast nichts passiert. Rasender Stillstand plus unmerkliche aber unter der Oberfläche gravierende Veränderungen. Ich habe zum Beispiel nach siebzehn Jahren meinen Job an den Nagel gehängt. Nein – eigentlich hat sich meine freiberufliche, selbständige Tätigkeit eher unmerklich ausgeschlichen… ⏳⌛ Ist im Laufe eines längeren Zeitraumes wie ein winziges Rinnsal im Wüstensand versickert… Das war kein aktiver Prozess und keine Von-heut-auf-morgen-Entscheidung.

Beschleunigt hatte sich der Niedergang zwar abermals während der Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen – wie sollte man da im künstlerisch-kreativ-kulturellem Sektor auch überhaupt noch genügend Umsatz generieren? – bei genauerem Hinschauen hatte der absteigende Ast jedoch bereits 2008 begonnen, nachdem ich nach Berlin gezogen war. Im Jahr zuvor hatte sich Giulia von mir getrennt und somit fehlten mir nun auch ihre umfangreichen Kontakte in die internationale High Society, die beruflich für mich äußerst lukrativ gewesen waren… Ohne diesen Bonus lief es nur noch so lala. Auf vier fette Jahre folgten nun ein Dutzend eher durchwachsene mit stetig fallender Tendenz. Seit Ende 2012 habe ich konstant Bankschulden, seit dem Herbst 2018 auch anhaltend private Schulden, weil ich mir nach Ausreizen des Dispositionskredites auch noch Geld außerhalb des Bankensystems leihen musste…

  • Nachdem ich 2021 bislang noch keinerlei berufliche Einnahmen erzielen konnte, habe ich die Notbremse gezogen: Von nun an muss ich meine Kohle anders erzeugen.

0557 ChartIch versuche es mit Trading an der Börse. Seit Jahresbeginn beschäftige ich mich tagtäglich zwischen vier und sechszehn Stunden pro Tag in Theorie (Online-Schulungskurse zu Trading & Finanzthemen, Research, Markt-Screening) und Praxis (aktives Trading, Wertpapierkursanalyse und Strategieplanung, Führen von Musterdepots auf Social-Trading-Plattformen) mit dem Thema Finanzen, Geldanlage, Aktien, Optionsscheine und andere Derivate, Kryptowährungen, usw.. Zeitmäßig habe ich inzwischen gefühlt ein halbes BWL-Grundstudium hinter mir…

Inzwischen läuft es akzeptabel: Immer vier Schritte rauf, drei Schritte runter, vier Schritte rauf, drei Schritte runter… Aber die Tendenz stimmt! Phasenweise habe ich eine Rendite von 2,5 Prozent. Nicht im Jahr wie bei einem Sparbuch und auch nicht im Monat wie mit einem sehr guten ETF – nein: 2,5 Prozent Rendite pro Tag! 📈💰🚀 Das geht nur mit Hebelprodukten und Kryptowährungen… 😁 Und manchmal auch ordentlich in die Hose… 🥴 Deshalb ist meine Rendite auch nur phasenweise so hoch. Ich habe kürzlich auch schon mal 1500 Euro Miese binnen eines Werktages gemacht. 📉💰⤵️🗑️

Eigentlich reicht’s zum davon leben können noch (lange!) nicht. Von der Hand in den Mund. Unter Totalverzicht auf jegliche unnötige Ausgabe… Seit Philomena weg ist und ich jetzt auch die Supermarkeinkäufe wieder selber bezahlen muss (das hatte sie seit Corona komplett übernommen), wird es sogar noch knapper…

Ich brauche schließlich jeden verfügbaren Cent als zusätzlichen Hebel, um durch das tagtägliche Traden die maximal möglichen Gewinne zu erzeugen. Nur dann ist die Marge groß genug, um davon dann Gas/Wasser/Strom etc. bezahlen zu können. Ich habe hier vierstellige Fixkosten (auch durch meine abartig teure Privatkrankenversicherung, aus der ich bekanntlich nicht zurück in die ÖKV wechseln kann). Um genügend „Monatsgehalt“ zu erzeugen, brauche ich etwa zehnmal so viel „Anlagemasse“, wie ich monatliche Ausgaben habe… Deshalb gleiche ich auch (noch längerfristig) nicht mein überzogenes Konto aus, oder zahle Schulden zurück, sondern versuche möglichst alles ins Portfolio zu stecken.

Hätte ich momentan hypothetisch so an die 50.000 Euro zusätzlich zur Verfügung, wäre ich bei anhaltender Tendenz hochgerechnet binnen der nächsten fünf Jahre Millionär… 😉 Vorausgesetzt natürlich, es käme bis dahin kein Börsencrash, kein Kryptoverbot und keine Weltfinanzkrise… Käme so etwas bereits kurzfristig, wäre ich sowieso wieder total erledigt und finanziell vollständig ruiniert… Außerdem „verbrauche“ ich meine Gewinne noch nahezu vollständig und kann nicht allzu viel wiederanlegen. Von der Hand in den Mund. Langt nicht mal für ’nen Haarschnitt oder ’ne neue Computertastatur…

Aber ich kann immerhin absehbar hier im Haus wohnen – das ist doch die Hauptsache! Ich will weiterhin meine selbstbestimmten Arbeitszeiten, meine abgeschiedene Ruhe und meinen wunderbaren Garten.

0607 Garten im Sommer

Hoffentlich geht das noch ein paar Jahre gut, bevor der große Crash kommt und es damit mein aktuelles Einkommensgenerierungsmodel komplett zerbröselt… Je nach Ausgang der Bundestagswahl wird der wirtschaftliche Niedergang des Landes ja entweder erheblich beschleunigt oder verzögert… Ich werde diesbezüglich strategisch wählen. Aber jedenfalls keinen der drei offiziellen Kanzlerkandidaten samt der dahinterstehenden Bundestagsparteien. Hat man schon mal bei irgendeiner Bundestagswahl solch eine lausige Kandidatenauswahl gehabt? 💩💩💩 Ich kann mich nicht daran erinnern… Zwei unfähig-korrupte Opis und ein verpeiltes Pipimädchen… Übelst!

16 Gedanken zu “Nach 17 Jahren hängte ich meinen Job an den Nagel…

  1. Dein Job ist in meinen Augen sowieso ein Exot und in der aktuellen Zeit gleich nochmal mehr. Insofern war es wahrscheinlich unausweichlich, sich nach einem anderen Broterwerb umzusehen. Du bist ein sehr kluger Kopf und ich bin sicher, du hängst dich in das Spiel mit den vielen Zahlen richtig rein und wirst auf lange Sicht auch erfolgreich sein. Kleine Rückschläge sind wahrscheinlich normal in dieser Branche. Hätte ich 50.000 über, würde ich sie dir zur Verwaltung und Vermehrung geben. Dann könnten wir uns die von dir erwirtschafteten Milliönchen teilen 😉 Das Schreiben nach langer Pause läuft doch wie geschmiert, kein Zeichen von Einrostung 😀

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    • Ja – in meinem alten Beruf gibt es zwar auch Einkommensmillionäre, die machen aber nur irgendetwas im Promillebereich aus. Bei über der Hälfte der „Kollegen“ reicht’s heutzutage nicht mehr zum Leben und sie müssen mit Hartz aufstocken… Mir ging es insofern sogar noch vergleichsweise gut… 😉
      Sollte ich wirklich irgendwann Börsen-Millionär sein, kann ich Dich ja mal zum Essen einladen… 😁 Gibt’s in Köln Sterne-Restaurants? LG, h.

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