Arrivederci – mein vorerst letzter Blogeintrag ❌

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Bei mir trudelten per Mail und SMS bereits die ersten zaghaften Nachfragen von langjährigen Stammlesern ein, ob ich mal ein Lebenszeichen geben könne – offenbar eine Folge davon, dass ich nun seit fast schon drei Wochen hier nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht hatte, oder auch davon, dass ich in den letzten Tagen nur noch sehr sporadisch auf Euren eigenen Blogseiten unterwegs war und dort kaum noch geliket oder kommentiert hatte…

Ich glaube, ich werde mal eine längere Pause einlegen…

Eigentlich gab es durchaus ein paar Begebenheiten über die ich hier anekdotisch berichten gekonnt hätte – etwa eine nicht so schöne Episode vom „Hühnerschutznetz“, das meine Nachbarn vor etwas mehr als einem Jahr mit meiner Hilfe an der Gartengrenze installiert hatten, damit deren Hühner nichtmehr andauernd über den Zaun flattern konnten, um dann in meinem Garten ordentliche Flurschäden anzurichten… Nun, wir mussten das Netz leider abbauen, obwohl es gut gegen die Hühner gewirkt hat – aber in den letzten Tagen verfingen sich darin gleich an mehreren Tagen in Folge kleinere Vögel… ☹️

Das wirklich Seltsame an der Geschichte ist, dass dieses erstmals nach über einem Jahr passierte – dann aber plötzlich gehäuft. Ich vermutete zunächst, dass es an der immer noch herrschenden unfrühlingshaft-winterlichen Kälte liegen müsse und daran, dass ich deshalb noch immer ausgiebig Vogelfutter im Garten bereitstelle, das sehr dankbar und rege von den Vögeln angenommen wird. Im letzten April (als meine Nachbarn und ich das Netz oberhalb des Zauns aufspannten) war es bereits erheblich wärmer, so das im Garten weniger Flugverkehr herrschte. Andererseits war es am Vogelfutterhäuschen und an den Meisenknödeln vor ein paar Wochen, als wir hier zweistellige Minusgrade hatten, noch erheblich voller – da sah man hier zu bestimmten Tageszeiten bis an die 100 gefiederte Gäste gleichzeitig auf dem Grundstück. Vielleicht liegt es auch daran, das die Vögel in diesem Jahr aufgrund des harten und langen Winters erst später in Paarungsstimmung geraten (im letzten Jahr gab es das Netz zu Beginn der Paarungszeit noch nicht) und deshalb oftmals kopflos ins Netz fliegen? Zum Beispiel, bei Rivalenkämpfen? Keine Ahnung…

Zunächst konnten wir immerhin zwei Vögel lebend aus dem engmaschigen Netz befreien, weil wir sie rechtzeitig bemerkten. Philomena schnitt mit einer feinen Schere einen Sperling heraus, der sich mit seinen Beinen in den Maschen verheddert hatte, ich schüttelte eine dicke Ringeltaube aus einer tiefen Falte im Netz, die unter deren Eigengewicht zur taschenartigen Falle geworden war… Beide Vögel flatterten unversehrt davon.

Für einen weiteren Sperling und eine Blaumeise (ich glaube es war ein Elternteil aus dem Nistkasten, denn danach habe ich dort keine Vögel mehr ein- und ausfliegen gesehen) kam leider jede Hilfe zu spät – sie hingen, da wir sie nicht rechtzeitig entdeckten, tot im Netz. Vermutlich an Erschöpfung gestorben oder nachts erfroren. 😔

Um keine weiteren Dramen erleben zu müssen, bat ich die Nachbarin darum, gemeinsam mit ihr das Netz zu entfernen – ich habe lieber randalierende Hühner im Garten, als täglich tote Singvögel… Als wir das Netz von beiden Zaunseiten aus abbauten, machten wir leider noch eine weitere traurige Entdeckung: In einer rollenartigen Verwicklung des Netzes steckten leider nicht nur – wie zunächst vermutet – lediglich Äste und Blätter: Beim Auswickeln dieses Kuddelmuddels hielt meine Nachbarin plötzlich einen wunderschönen toten Vogel in den Händen – einen prächtig gefärbten Buntspecht… Vor ein paar Tagen hatten wir ihn noch sehr lebendig an einem Baum klopfen gehört.

Faszinierend ist es übrigens, dass in der Natur nichts vergeudet wird – des einen Tod, ist des anderen Mahlzeit. Die Blaumeise hatte eventuell schon eine geraume Zeit im Geflecht gehangen – unweit der Meisenknödel – und wurde dann von ein paar Kohlmeisen als ebensolcher genutzt: Die niedlichen kleinen Vögel (sie heißen im Norwegischen nicht ohne Grund „Kjøttmeis“, „Fleischmeise“) pickten ihrer nahen Verwandten zunächst die Augen aus dem Schädel und fraßen dann das proteinreiche Gehirn. Auf dem gefiederten Balg begrüßte mich ein blutig halbierter Schädelrest…

Ich sehe nichts mehr, denke nichts mehr…

Irgendwie fühle ich mich in letzter Zeit auch ein bisschen so, als ob man mir die Augen ausgepickt und das Hirn weggefressen hätte. Die Pandemie macht etwas mit dir. Man resigniert und kann nichts Erfreuliches und Zukunftsgerichtetes mehr sehen – erblindet quasi. Sieht zumindest nichts Neues mehr… Und das Gehirn erhält auch viel zu wenig sinnvollen, erfüllenden, befriedigenden Input. Stattdessen zermartert man sich den Schädel, verzweifelt mangels positiver Perspektiven…

Das ist auch der Hauptgrund, weshalb ich hier verhältnismäßig lange nicht mehr geschrieben habe – ich war einfach zu kaputt dafür… Vor ein, zwei Wochen war es am Schlimmsten: Da fühlte ich mich so, als ob ich mich einfach allmählich auflösen würde… Ausblenden und schleichend schwinden… Gesundheitlich extrem angeschlagen, psychisch und physisch erschlafft. Die Pumpe zickte oft, die Verdauung spielte verrückt, chronische Müdigkeit, Kreislauf- und Konzentrationsprobleme – dazu die permanenten Zahnschmerzen! Seitdem es draußen wenigstens tagsüber ein bisschen wärmer geworden ist, gehe ich immerhin ab und an wieder in den Garten um dort ein bisschen zu arbeiten (noch geht das, in anderthalb Monaten droht wieder „Unbetretbarkeit“ durch die giftigen Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen) – seitdem gehen die allerschlimmsten Gedankengänge immerhin etwas zurück.

Aber „gut drauf“ bin ich momentan wahrlich nicht – eher verbittert und innerlich erschüttert. So fühlt man sich eben, wenn man erkennt, dass man sein Leben völlig in den Schlamm gefahren hat (nicht vor die Wand gesetzt – das wäre abrupter – und auch nicht in eine Sackgasse geführt – das wäre langfristig irreversibler…)! Aber man steckt im zähesten Brei fest. Gestrandet. Treibsand. Kein schneller und bequemer Ausweg…

Ich hatte ja nach solch einem hyperesk „bequemen und schnellen Ausweg“ gesucht – sehr wagemutig an der Börse spekuliert. In der trügerischen Hoffnung mit ein paar hochriskanten Hebelprodukten ein klägliches Restsümmchen wie einen Ballon aufblasen zu können und dadurch der Pleite noch irgendwie von der Schaufel zu entfleuchen… Hat leider nicht so ganz funktioniert. 😬

Festgefahren, blind und lahm. So fühle ich mich. Gescheitert. Beruflich und privat – auf allen Gebieten. Ich bin gesundheitlich, sozial und finanziell am Ende. Habe mich über Corona-Themen mit Freunden und Bekannten überworfen. Nach Jahrzehnten Rudi die Freundschaft gekündigt, weil er ein rechtsextremer Verschwörungstheoretiker und Pandemieleugner geworden ist. Andere Bekannte habe ich aus geringeren Gründen aussortiert, etwa weil sie meine zumindest virtuell auf sozialen Netzwerken fast schon „aktivistisch“ geäußerte Begeisterung für eine wissenschaftlich-fundierte „No Covid“-Strategie 🔴🔴🔴 (ein kurzer, aber extrem rigoroser Lockdown, statt dieses endlosen und lasch umgesetzten Jojo-Lockdowns, der hierzulande Existenzen vernichtet – und dann alles schnell wieder öffnen können) nicht teilen, oder weil sie mich in meiner aktuellen Notlage auch noch verhöhnen („hättest dir auch einen gescheiten Beruf aussuchen können“, etc. usw.)! 😠

Diese andauernde Extremsituation spaltet die Gesellschaft tiefer und tiefer und auch noch erheblich schneller, als bereits schon vor der Corona-Pandemie. Der nackte Hass ist allgegenwärtig. Twitter nur noch extrem toxisch. Auch bei mir liegen die Nerven blank – ich denke inzwischen nur noch in Freund-Feind-Schemata. Als mir vor vierzehn Tagen am Flaschenpfandautomaten ein Maskengegner dumm kam – er hatte mich, nachdem ich ihn eindringlich auf die dortige Maskenpflicht hingewiesen hatte, „Maske, Maske, Maske!“ plärrend nachgeäfft und mit geschwungenen Fäusten bedroht, – konnte ich den geifernden Covidioten nur mit einem beherzten Fußtritt in dessen feisten Wanst auf Distanz halten… Leute, noch ein paar Monate Pandemie und wir haben da draußen auf den Straßen Bürgerkrieg!

Wut, Hass, Feindschaft – getrieben von Verzweiflung, Perspektivlosigkeit und Existenzangst. Schierer, tiefer Menschenhass. Abstrakter Hass auf unfähige, wissenschaftsfern handelnde Politiker und konkreter Hass auf Leib und Leben gefährdende Coronaleugner und selbsternannte „Querdenker“! Die lange Zeit verändert dich. Du wirst hart, oder du löst dich allmählich auf. Manchmal bemerke ich auch beides zugleich.

Mich macht auch diese Ausweglosigkeit fertig. Dass kein Ende in Sicht ist… Dass diese armseligen Flaschen lieber eine Katastrophe riskieren würden, indem sie vorzeitig alles wieder öffnen (dann drohen indische Verhältnisse – dort sind die Inzidenzwerte zwar aktuell noch ein bisschen niedriger als bei uns, aber die Exponentialfunktion haut voll durch – man beobachtet einen äußerst schnellen Fallzahlenanstieg, der ins Verderben führen wird), oder aber einen halbherzigen Wischiwaschi-Lockdown nach dem anderen anordnen (dann haben wir bald Massenarbeitslosigkeit – zumindest werden gerade Millionen von Existenzen ruiniert), anstatt endlich eine von führenden Medizinern und Naturwissenschaftlern geforderte wirksame „No Covid“-Strategie zu fahren (nicht zu verwechseln mit der von antikapitalistischen Linken beworbenen „Zero Covid“-Strategie)…

Zorn und Resignation wechseln sich bei mir ab. Ich bin allerdings meistens eher vollkommen erschöpft…

Jetzt wisst Ihr, weshalb ich nicht mehr schreiben und bei Euch lesen kann – ich bin zu alle dafür. Platt. Fix und fertig. Ausgelaugt. Schleppe mich nur noch mühselig durch den Tag und verbringe den Großteil davon lesend im Bett. Auf all meinen gesundheitlichen Baustellen schrillen inzwischen die Alarmglocken – aber ich gehe nicht zum Arzt. Befürchte, mich dort anzustecken (etwa, falls ich mit meiner Leber oder Pumpe länger ins Krankenhaus müsste) und kann mir außerdem als Selbstzahler (Versicherung schießt erst ab über 1260 Euro Behandlungskosten zu) keine medizinische Versorgung mehr leisten.

Ich bin wirtschaftlich völlig ruiniert. Gesundheitlich auch. Und zunehmend vermutlich auch noch psychisch. Auch wenn ich noch nie beim Psychiater oder Psychologen war – meine Resilienz hat inzwischen eindeutig ihre natürlichen Grenzen erreicht. Auf Deutsch: „Ich kann nicht mehr“.

Schreibpause auf unbestimmte Zeit…

Erst heute – nach drei Wochen Schreibpause – ist überhaupt wieder ein Tag, wo mir die Ausfertigung solch eines Blogeintrags physisch und psychisch möglich ist.

Wochenlang konnte ich mich nicht mehr genügend fokussieren, um etwas zu Papier (bzw. ins Netz) zu bringen. Leere. Blockade. Ich spüre, dass das auch noch eine ganze Weile lang so bleiben dürfte – bis endlich mal good news auftauchen, Erfolgserlebnisse, Aufwind, Trost.

Ja, Trost und Zuwendung fehlen auch. Philomena kann mich nicht trösten – sie ist dazu selber viel zu kühl-rational-distanziert und außerdem selber am Limit. Unter der Perspektivlosigkeit (sie hatte vor Corona große Pläne – wollte eventuell noch mal studieren oder zumindest nach ihren langen Krankheitsjahren wieder irgendetwas arbeiten – die Pandemie kam ihr dazwischen. Philomena ist bezüglich von Vorsichtsmaßnahmen sogar noch vorsichtiger als ich) leidet meine Hausgenossin wie ein Hund. Zieht sich ebenfalls zurück ins Schneckenhaus. Ist depressiv. Mich zu trösten ist natürlich auch nicht ihr Job…

Zurück zu Euch, liebe Leser, und zum Thema „Schreibpause“: Um es kurz zu machen… Ich kann momentan einfach nicht mehr bloggen. Und auch nicht mehr zuverlässig regelmäßig bei Euch lesen, liken und kommentieren. 😔

Innerhalb meiner zwanzigjährigen „Blogging-Karriere“ gab es immer mal wieder solche ausgedehnten Schreibpausen (sowohl aus positiven als auch aus negativen Gründen) – einige dauerten lediglich sechs bis acht Wochen – die längste Pause währte geschlagene sechs Jahre… Wie lange diese nun beginnende Pause werden wird – ich weiß es nicht. Es wird sehr auf meine äußeren Lebensumstände ankommen. Ob ich zu Motivation und Kreativität zurückfinden werde…

Ich bitte Euch daher, bei mir abonniert zu bleiben – dann verpasst Ihr meinen (hoffentlich zeitlich nicht allzu fernen) Neustart nicht. Auf der Plattform myTagebuch hatte ich mein Blog zu Beginn solcher Auszeiten meistens gelöscht – hier auf WordPress möchte ich das nicht tun… Es wird hier demnach vermutlich weitergehen. Wann auch immer… Wie auch immer…

Mal sehen, an welche Gestade mich das Leben bis dahin spülen wird. Vielleicht melde ich mich dann als Hartz-IV-Empfänger aus einer 1-Zimmer-Bude oder aus meinem ehemaligen Kinderzimmer in „Graustadt“ zurück – oder als CryptoCoin-Millionär aus meiner Villa auf den Niederländischen Antillen… 😉

Lebt wohl, werte Leser!

Bis dahin: Sorry falls ich bei Euch länger gar nicht mehr lesen sollte, aber augenblicklich muss das leider auf meiner Prioritätenliste nach unter rutschen – ich werde aber meine Abos aufrecht erhalten und hoffentlich sporadisch bei Euch reinschauen!

Lebt wohl und bleibt gerne weiterhin meine Follower – weil es hier mit meinen „DAILY NEWS from ABSURDISTAN“ (und auch der Fortsetzungsgeschichte „Sternenkreuzer Pirmasens“) irgendwann irgendwie weitergehen wird… (Außer wenn ich einen Herzinfarkt oder Hirnschlag bekäme, natürlich. Oder mich absichtlich oder versehentlich totfahre. Oder an COVID19 krepiere. Oder vom Blitz erschlagen werde… Oder von ’ner Kuh totgetreten…) Ciao! 👋

16 Gedanken zu “Arrivederci – mein vorerst letzter Blogeintrag ❌

  1. Ach, Herr Hyperdental, kommen Sie doch mal wieder auf ein „Stösschen“ vorbei, das sollte Sie doch wie stets etwas aufmuntern! Und dem Jungen, dem Bengel, dem werd ich jetzt mal gehörig den Kopf waschen. Er war schon immerzu derart unsensibel, auch bei Vatti war das immer schon ein Thema, er meinte immer, das käme alles von diesen schlimmen Drogen, die hätten ihm das Hirn ausgebrannt! So sad!

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  2. Ich hab mich auch schon gewundert, dass Du nichts mehr schreibst!
    Die Frau meines Cousins nannte das mit Corona auch wie ein Weltkrieg, nur mit anderen Waffen.
    Stimmt, ist nicht das erste Mal, dass Du Dich verabschiedest. Diesmal ist es aber ziemlich dramatisch.
    Gute Besserung Deinem Zahn! Der Dauerschmerz ist bestimmt auch insgesamt für den Körper sehr belastend. Ich glaub, ich hab von Dir geträumt. Im Traum war es mein Bruder, er war krank aber wollte nicht zum Arzt, weil er nicht krankenversichert war. Das warst bestimmt Du mit den Zahnschmerzen.
    Hoffentlich geht es irgendwann wieder aufwärts für Dich! Ich werd Dich in meine Gebete einschließen, auch wenn ich inzwischen fast schon Atheist bin. Aber was soll da noch helfen. Ich hoffe, Du lässt Dir helfen, wo es Hilfe gibt, wenns nicht mehr geht! Alles Liebe Dir! 🙂

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  3. Du liebe Güte – das sind doch keine Freunde, wenn sie deine Meinung nicht akzeptieren (ich meine nicht teilen). Die kannst du getrost aussortieren.
    Das Verhöhnen wegen dem Job ist ebenfalls eine bodenlose Frechheit. Ich habe auch nicht mehr so viel auf der hohen Kante wie vor dem Umzug (natürlich wegen der diversen Kosten deswegen). Trotzdem unterstütze ich meine Ex-Nachbarn, die auf dem Sozialamt sind so gut ich kann, die haben sonst gar nichts. Aktuell werden sie dort grad ziemlich schikaniert und man zieht ihnen allerlei Geld ab – teils gerechtfertigt, teils völlig unverständlich – doch das Amt hat ja immer recht.

    Das mit den Vögeln tut mir sehr leid. Obwohl sie mich mit ihrem Gezwitscher total nerven, muss das nicht sein. Vielleicht versuchen es die Hühner jetzt auch nicht mehr.

    Als Laienpsychologe diagnostiziere ich eine Depression. Das Gefühl, dass ich mich auflöse hatte ich zu der Zeit als es mir noch so schlecht ging dauernd (These Days von Bon Jovi ist der Text, der für mich so passt). Hart wurde ich bereits als Kind durch die Umstände daheim.

    Hier eiern sie auch hin und her – Gartenwirtschaften sind wieder offen und die Leute sitzen in Scharen dort – wenn sie meinen.
    Ich war mittlerweile schon mehrmals beim Arzt und gehe demnächst zur Frauenärztin. Sollten dort Brutstätten sein, hätte man das schon längst zu hören bekommen. Letztes Mal hat man mir sogar Blut genommen für den jährlichen Werte-Test. Wie die Werte hier sind, weiss ich nicht – die einen sagen so, andere behaupten das sei gelogen – ich weiss nicht, wem ich trauen kann.
    Zur Impfung habe ich mich angemeldet sobald alle sich angemeldet haben, doch statt das sie zügig die Durchimpfen, die zuerst dran sind und wollen, eiern sie auch hier rum – wird wohl noch ewig gehen.

    Dass deine Resilienz weg ist, kann ich so gut nachvollziehen und es tut mir aufrichtig leid, dass es dir so schlecht geht. Dass es auch Philomena so runter gehauen hat, ist ebenfalls unschön. Ich wünsche euch beiden, dass sich bald eine Wende abzeichnet und ihr wieder Mut schöpfen könnt. Ich habe jahrelang so vor mich hinvegetiert, obwohl ich 100% gearbeitet habe. Fassade konnte ich, doch sobald ich daheim war, brach ich jeden Abend zusammen. Darum habe ich grosses Verständnis. Das geht so schnell, wenn weder Geld noch Arbeit noch irgendwas da ist.

    Auf jeden Fall harre ich der nächsten Dinge, die – wann auch immer – von dir kommen werden. Grad dich würde ich niemals ent-abonnieren.

    Passt gut auf euch auf ihr Zwei und stützt euch soweit es noch möglich ist. Ich freue mich auf deine Rückkehr.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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  4. Dir muss ich nicht sagen, was ein kranker Zahn im Körper alles anrichten kann. Klingt danach, als hätte er sein Werk bereits begonnen 🙁. Alles andere hatten wir schon andernorts ausgetauscht 😏. Auf ein hoffentlich baldiges Wiederlesen 🍀

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  5. Ich bleibe dir treu. Und was das andere betrifft… du bist selber klug genug, um zu wissen, wo du Hilfe bekommen wirst. Wie sagte damals die Psychologin zu mir: „Was musst du tun, damit es noch schlimmer wird?“ Das weiß man meist am besten selbst und dann versucht man, es nicht zu tun. Es tut mir leid, dass es dir aktuell so geht, ich werde deine Einträge vermissen.

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  6. Du bist nicht der Einzige, dem ich hier jetzt viel Kraft für das Schlimmste wünsche. Ich bete nicht mehr, höchstens wenn mir mal was elendig wehtut, Stoßgebete, weil ich von der Bestimmung überzeugt bin. Selbstverständlich sende ich Dir aber immer meine allerbesten Wünsche, schon allein, weil Du wirklich ein sensibles Wesen hast, wenngleich vielleicht mit harter Schale.
    Mögen wir alle diese düsteren Zeiten möglichst unbehelligt überdauern! Und wenn Dir danach ist, dann tippste halt doch mal wieder paar Zeilen für uns, ja, okay? 😉

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  7. Dieser Text ist einer der besten seit längerer Zeit auf diesem Blog. Besonders der Abschnitt „Diese Pandemie macht etwas mit dir“ schildert die derzeitige Stimmung in diesem Land sehr einfühlsam und nachfühlbar. Ich denke, dass dieser Text etwas Wesentliches und Charakteristisches erfasst. Obwohl ich selbst von den Problemen, die diese Pandemie mit sich bringt, sicher weniger betroffen bin als viele andere Menschen, erlebe ich die Atmosphäre, die dieser Text vermittelt, ebenfalls. Ob das mit dem Nichtbloggen gut klappt, werden wir ja sehen. Mir misslingt es immer wieder.

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  8. Es tut mir sehr leid, das alles zu lesen. Von den unbeabsichtigt fatal gefangenen Vögeln bis hin zu deiner eigenen Verfassung. Es macht ganz definitiv was mit einem 😞 ich wünsche dir und uns sehr, dass es nicht so lange dauert, bis du dich wieder schreibebereit fühlst. Natürlich bleibt das Abo bis dahin bestehen! Alles Gute trotzdem oder gerade!

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  9. Lieber hyper, hier schreibt Valentin – um 04:24 noch immer wach und zumindest wieder aufgetaut… 🙂

    Hab deinen Beitrag gerade erst jetzt mit wahrer Ruhe lesen können und verstehe dich und deine Entscheidung gut. Du bist (jetzt erstmal) das Wichtigste in deinem Leben, deine Gesundheit inklusive! 😊

    Bitte pass gut auf dich auf. Wir laufen dir schon nicht weg. Keine Sorge. 🌸

    Ganz herzliche Grüße und nur die besten Wünsche! VVN

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