Auftakt der Gartensaison (und gleich Raupendermatitis)

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Gleich am Folgetag nach der Baumfällungsaktion, über die ich in meinem letzten Blogeintrag berichtete, habe ich die durch den Einsatz der Stubbenfräse entstandenen Kollateralschäden repariert. Um überhaupt durch ein paar Engstellen zu navigieren, hatte vorgestern eine Beeteinfassung herausgerissen werden müssen, die ich nun wieder mit Fäustel und Vorschlaghammer neu einschlagen musste (boah, bin ich über den Winter verweichlicht – habe davon ziemlichen Muskelkater)… Außerdem hatte die mit ihren etwa 25 PS deutlich leistungsstärker als ein Rasenmäher motorisierte Maschine, als sie beim Rangieren an einigen Sträuchern hängengeblieben war, mit ihren Antriebsrädern die Platten meines mit selbstgegossenen Kunststeinplatten gepflasterten Gartenweges verschoben. Teils waren auch die Wegränder abgesackt… Da ich keine Geduld habe, wenn irgendwas im Garten demoliert ist, musste ich das unbedingt auch noch am selben Tag reparieren. Ich habe dann auch gleich noch etliche im Winter abgefrorene und/oder durch die Baumfällaktion abgebrochene Sträucher entfernt. Im Prinzip war das dieses Jahr für mich der Auftakt zur Gartenarbeitssaison 2021.

0601 WegRaupendermatitis schlägt wieder zu!

Jedenfalls sieht meine Weggestaltung jetzt wieder recht annehmbar aus (→Foto) – weniger annehmbar sahen heute nach der gestrigen Gartenaktion meine Unterarme aus: Ich habe wieder an die zehn schrecklichen Juckreiz verursachende Raupendermatitis-Geschwüre von den nur mikrometergroßen Gift-Nesselhaaren der Eichenprozessionsspinnerraupen! Durch das Sägen und Fräsen muss bei der Eichenentfernung wieder einiges davon aufgewirbelt worden sein und sich auf dem Boden abgelagert haben (die Brennhaare bleiben leider mehrere Jahre lang toxisch aktiv) – als ich dann gestern direkt am Boden kurzärmelig malocht habe (weil mir in meinem untrainierten Zustand sehr schnell schweineheiß in meiner Gartenjacke wurde) fing ich mir deshalb das ärgerliche und schmerzhafte Andenken an den letzten Sommer ein… 😣

Wahrscheinlich habe ich mir heute gleich noch ein paar weitere Quaddeln eingehandelt, denn ich setzte mein Werk auch heute fort. Ich hatte gestern zeitig Feierabend gemacht, um die Blaumeisen im Nistkasten nicht zu lange zu stören – sie hatten schon am Tag der Baumfällung sehr unter dem Krach zu leiden. Leider war es ihnen dann gestern, als ich stundenlang mit dem Hammer lärmte, wohl trotzdem zu viel geworden: Heute wurde das Nest nicht mehr angeflogen. ☹️

Philomena und ich schauten deshalb, bevor wir beiden heute mit weiterer stundenlanger Gartenarbeit begannen, zunächst einmal mittels einer Leiter nach, was im an der verbliebenen Eiche hängenden Nistkasten Sache war: Als ich den Deckel öffnete, sah ich im Kasten ein kleines Nest, aber zum Glück waren kein verlassenes Gelege oder gar geschlüpfte Jungvögel darin. Die Vögel haben also eine Chance, ihre Eier noch anderenorts zu legen – hoffentlich finden sie ein ruhigeres Plätzchen um ein Ersatznest zu bauen. Vielleicht war den Meisen der Nistkasten nach dem Fällen des nur ein paar Meter davon entfernten Baumes auch zu exponiert gelegen – zu sehr von Ferne einsehbar oder zu sehr in der Sonne…

Als wir heute die Massen an holzigen Fräsmehl entfernten, zeigte sich darunter vermutlich auch der Grund, weshalb die Holzfäller nach zwanzig Zentimetern mit der Stubbenbeseitigung aufgehört hatten – ich vermute, dass es ein vorgeschobener Grund war, dass sie nicht genug Raum zum Absenken des Fräsarmes gehabt hätten. Ich denke eher, sie hatten Angst um ihre Frässcheibe, denn statt auf lockeres Erdreich waren sie direkt am Rand des Baumstumpfes auf Steine gestoßen (mit denen ich dort vor Jahren eine künstliche Böschungskante stabilisiert hatte). Verständlich, dass man dann nicht weiterarbeitet, um einen teuren Schaden am Gerät zu vermeiden… Ich hätte an deren Stelle dann auch sofort aufgehört. Wie auch immer – so wird’s für uns wieder ein bisschen günstiger werden… 😉

Nur auf die scheiß Raupendermatitis hätte ich gerne verzichtet – schlimm genug, dass ab Mitte Mai schon wieder eine neue Horrorzeit mit diesen elendigen Mistviechern beginnen dürfte! 😠

8 Gedanken zu “Auftakt der Gartensaison (und gleich Raupendermatitis)

  1. NNNEEEIIINNN – das darf doch nicht wahr sein.

    Immerhin sieht der Garten wieder schick aus.

    PFFF – ich wäre etwas sauer, sie hätten ja auch fragen können, ob du die Steine wegräumst. Wenns dir aber so recht ist, ist ja alles gut.

    Gefällt 1 Person

    • Uff… Das wäre mal ne Radikallösung! Aber im Kleinen mache ich das sogar prinzipiell am eigenen Leib so – zumindest mit Hitze: Ich habe einen elektrischen Stichheiler, der die Stiche mit einer winzigen Heizplatte soweit erhitzt, dass die Proteinstruktur der Toxine teilweise zerstört wird. Das lindert den Juckreiz um etwa die Hälfte bis zu etwa zwei Dritteln… Außerdem nehme ich noch ein Antiallergikum ein. Ohne diese Maßnahmen könnte ich den Juckreiz nicht aushalten und mich nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren.

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