Nächtliche Steuerrechtsrecherche im 10-Minuten-Rhythmus bis zum Beklopptwerden

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Irgendwie komische Zeit gerade – die letzten vier Tage habe ich mich kaum mit etwas anderem als mit Steuerrecht, meinen Versicherungen, grundsätzlichen Anlegestrategien, diversen Kryptowährungen, Finanzplänen, usw. beschäftigt. Teilweise wurde ich darüber richtiggehend meschugge! 🤯 So konnte ich vorletzte Nacht erst irgendwann nach sieben Uhr morgens allmählich in den Schlaf finden, weil mir bis dahin alle zehn Minuten während einer Permanentgrübelei neue steuerrechtliche Problemstellungen durch den Kopf gingen, die ich dann umgehend auf meinem neben dem Bett liegenden iPad googeln musste, bevor ich mich wieder flach hinlegte… Stundenlang ging das so!

Ich bin richtig gerädert von dieser ganzen Thematik (fühle mich körperlich angeschlagen, übermüdet, gereizt), aber es kamen dabei immerhin ein paar sehr positive Ergebnisse heraus:

1️⃣ So telefonierte ich vorgestern mit einer Dame von meiner überteuerten Privat-Krankenversicherung, aus der ich bekanntlich nicht in die erheblich günstigere Öffentliche Krankenversicherung zurückwechseln kann, weil ich da in die typische Falle für zwar initial unerwartet, aber ab dann leider langfristig geringverdienende Soloselbständige geraten bin – an die 500 Euro kostet mich der Spaß pro Monat! Und jedes Jahr erhöht sich der Beitrag noch um weitere 38 bis 52 Euro… Aber ich konnte einen kleinen Coup landen… Ich hätte es ohne weiteres hinbekommen, jetzt passend zum entsprechenden alljährlichen Stichtag im März in einen leicht günstigeren PKV-Vertrag zu wechseln – dann hätte ich statt der 1260 Euro Selbstbeteiligung zwar sogar 1500 Euro Selbstbeteiligung pro Jahr, bevor überhaupt irgendwelche Medikamente, Arztbesuche oder Krankenhausbehandlungen übernommen werden, aber ich hätte immerhin einen um rund 30 Euro günstigeren Monatsbeitrag gehabt… Aber ich wollte & konnte noch erheblich mehr erreichen: Durch eine längere Verhandlung, während der ich am Telefon zwar im Tonfall überaus charmant und höflich, aber in der Sache dennoch knallhart blieb, konnte ich die Versicherungs-Dame dazu bewegen, einen der Bausteine meines bestehenden Versicherungsvertrages zu modifizieren, ohne gleich einen komplett neuen Vertrag abschließen zu müssen. Sie meinte dann auch „…oha, sie kennen sich ungewöhnlich gut mit der Materie aus!“ Vorbereitung ist eben alles. Endergebnis: An der bisherigen Selbstbeteiligungshöhe ändert sich nichts, nur in einem von drei Teilgebieten habe ich jetzt ein lediglich minimal schlechteres Versicherungsleistungsniveau, aber ich spare dadurch monatlich 73 Euro! Damit zahle ich jetzt ab März jeden Monat wieder nur noch so viel, wie zuletzt 2019 vor den letzten beiden Beitragserhöhungen! Und die kommenden jährlichen Beitragserhöhungen dürften auch jeweils etwa zehn Euro niedriger sein, als bisher. Das ist doch schon mal was! 🙂

2️⃣ Das andere positive Ergebnis meines von Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit begleiteten finanzwirtschaftlich-steuerrechtlich-juristischen Herumgerödels der letzten Tage war im Endergebnis ein konkreter „Schlachtplan“, wie ich das dritte Ziel meiner „To-Do-Liste“ aus meinem vorvorletzten Blogeintrag tatsächlich erreichen kann, bzw. welche Etappenziele ich jeden Monat dazu konkret anpeilen muss. 0557 ChartZiel Nummer 3 in der Liste ist: „(bis Weihnachten) mein Girokonto wieder ins Plus bringen“. Zu diesem Zwecke habe ich mir eine Tabelle mit monatlichen Zwischenschritten bis zum Dezember ausgedruckt und zur Ermahnung direkt an meinen Computerarbeitsplatz im Büro mit Tesafilm an die Schrankwand geklebt… 😉 Vielleicht hilft’s ja, bzw. klappt’s ja. Zumindest wird es hart, weil meine Einkünfte ja nach wie vor eher gering ausfallen, bzw. von den laufenden Unkosten prinzipiell vollständig aufgefressen werden, so dass ich mir die Kohle tatsächlich mit einem lächerlich geringen Startkapital an der Börse zusammenspekulieren muss.

11 Gedanken zu “Nächtliche Steuerrechtsrecherche im 10-Minuten-Rhythmus bis zum Beklopptwerden

    • Der neueste hot shit bei den Kryptowährungen scheinen diese Ada-Coins von Cardano zu werden… Ich habe aber noch kein Wallet – mir ist das zu heikel, solange ich noch nicht genügend Kapital dafür „übrig“ habe, d.h. das ich schlimmstenfalls abschreiben kann… Lediglich ein paar börsengehandelte Bitcoin-Zertifikate habe ich jetzt bereits mehrmals gekauft und dann gleich schnell wieder verkauft, wenn man so etwa zwanzig Prozent Gewinne mitnehmen konnte. Dadurch kamen seit Dezember immerhin rund zweihundertfünfzig Euro rein… Grundsätzlich würde ich mehr mit Kryptowährungen machen – aber ich traue mich noch nicht. 😉

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  1. Das mit der Krankenversicherung ist schon mal gut. Immerhin. Obwohl es nach wie vor eine fiese Fessel ist. Ich verstehe nicht, warum man da nicht rauskommt. Das Land der Bekloppten. Bis Weihnachten hast du 2000 Plus wirst sehen.

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    • Schön wäre es – plus/minus Null wäre für mich aber auch schon ein Grund zum feiern… Ich befürchte ja, dass wir womöglich doch noch einen Börsencrash in diesem Jahr bekommen, wenn sie merken, dass wir Corona nie mehr loswerden… Aber bis dahin versuche ich noch möglichst viel einzusammeln. 😉 —-
      Das mit der Krankenversicherung ist echt ein Systemfehler. Wenn alle Stricke reißen, kann ich noch auf den Basistarif/Sozialtarif/Notfalltarif wechseln – dann kostet es mich nur noch 150 Euro monatlich und ich bekomme nur noch lebensrettende oder -erhaltende Behandlungen erstattet (mit weiterhin 1260 Euro Selbstbeteiligung natürlich – sonst wäre es wieder teurer)… Der Fehler war damals eindeutig, direkt aus dem Beamtenverhältnis heraus in die freiberufliche Selbständigkeit zu wechseln, wenn ich zwischendurch nochmals als Angestellter gearbeitet hätte, wäre ich nun wieder in der ÖKV. Privatversicherung war damals nur deshalb interessant, weil Du als Beamter nur 30% davon selber zahlen musst – ansonsten wäre ich da niemals reingewechselt. 🤔

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