Philomena the bulldozer

#0422[1332]

0003 Logo Schnee

Es hat die ganze Nacht hindurch bis in den Vormittag hinein tatsächlich noch tüchtig weitergeschneit – eine Folge davon war, dass der Handwerker dann doch nicht kam. Ich war also vollkommen umsonst um halb sieben in der Frühe aufgestanden! Es kam allerdings keine zeitige telefonische Absage seitens der Klempnerfirma – erst auf meinen Nachhake-Anruf nach anderthalb Stunden des Wartens hin teilte man mir mit, dass sich jener Kollege angeblich morgens krank gemeldet hätte – ich vermute hingegen, dass er einfach nur zu faul war, seine Garage freizuschaufeln… Denn mittlerweile liegt hier ein halber Meter Schneedecke auf der Landschaft! ❄️❄️❄️

0577 Schnee

Ich verbrachte dann später den Großteil des Nachmittags vor dem Rechner, um meine sämtlichen Versicherungsverträge durchzusehen – ich hatte mir kürzlich einen praktischen Online-Zugang zu meinen Versicherungsunterlagen beantragt, weil ich die Originalpapiere aus Sicherheitsgründen bei meinen Eltern ausgelagert habe (eine reliktische Angewohnheit aus alten Studententagen, als ich noch in Buden mit erheblich geringerer Dokumentensicherheitsstufe als jener meines Elternhauses logierte). Ich telefonierte dann auch gleich mit diversen Hotline-Tanten, um ein paar Dinge zu korrigieren, die inzwischen veraltet waren – so galt meine Verkehrsrechtschutzversicherung noch für das Sportcoupé (fahre ich seit bald 4 Jahren nicht mehr) und in meiner Pflegeversicherung war die Berufsbezeichnung statt „Freiberufler“ noch „Beamter“ (seit 17 Jahren falsch)… 😜

Während ich mich dem digitalen Papierkrieg widmete, ging Philomena trotz Tiefschnee draußen anderthalb Stunden Laufen. Wieder zurück hatte sie von diesem Work-out immer noch nicht genug und schnappte sich die Schneeschaufel – ich bekam oben im Arbeitszimmer vorm Rechner gar nicht so genau mit, was sie damit anstellte. Vermutlich einen ähnlichen Mini-Pfad freischippen, wie jenen oben auf dem Schneefoto zur Garagentür, den ich mittags ausgegraben hatte – dachte ich… Aber sie ackerte fast zwei Stunden lang wie im Akkord: In Zusammenarbeit mit dem durchtrainierten Bauarbeiter-Nachbarn (ich berichtete erst im letzten Blogeintrag, wie ich gegen den im Schneeschippen hoffnungslos abloste) legten sie zu zweit die gesamte Fahrbahn des Privatwegs frei, der zu den anrainenden vier Behausungen führt! Bei fast einem halben Meter Schneedecke kam da fast das Äquivalent von ein bis zwei Bauschutt-Containern voll Schnee zusammen – völlig krass! 😮 Gestern ging mir bereits nach einem zwanzigstel davon völlig die Puste aus bzw. die Pumpe auf 180 – und Philomena, die sogar ein halbes Jahr älter als ich ist, schaufelt da mir nichts dir nichts und auch noch in einer echten Rekordzeit fast einen zweiten Himalaya in unseren Vorgarten! Erst als es schon stockfinster war hörte sie auf und kam wieder ins Haus…

klug, schön & stark

Manchmal macht mir diese Frau fast Angst. Vor fünf Jahren war sie noch todkrank und konnte zu Fuß kaum noch 150 Meter weit gehen und nun erscheint mir Philomena bald fit genug für einen Triathlon zu sein! Terminatrix, She-Hulk, Wonder Woman und Kriegerprinzessin Xena in Personalunion… Gigantisch!0513 Phil […irgendwoher muss ich all diese Vorlagen für die ganzen Power-Ladies in meiner „Sternenkreuzer-Pirmasens“-Story ja offenbar haben…😉] Sie hat ein Zigfaches meiner Zähigkeit und Ausdauer – ich bin immer schon nach drei oder vier Minuten körperlicher Arbeit groggy. Nur in puncto „absoluter Kraft“ bin ich Philomena noch überlegen – so gibt sie mir gerne Gläser zum Aufschrauben, die sie selbst nicht ohne weiteres aufbekommt. Ich kann auch erheblich schwerere Objekte in Bewegung setzen, als sie; 90-kg-Felsbrocken schleppen etwa… Aber eben nur äußerst kurz: Ich bin ziemlich stark, wenn es auf Kraftakte von ein paar Sekunden ankommt. Sie hingegen ist dermaßen ausdauernd, dass ich nur noch mit den Ohren schlackere! Ich hätte niemals so viel Schnee wegschaufeln können, wie Philomena heute. Ich vermute mal, dass sie damit sogar unseren körperlich gestählten Bauarbeiter-Nachbarn verblüfft haben dürfte, einen wirklich harten Burschen, der hier nebenan oftmals zäh wie ein Grubenpferd zwölf Stunden nonstop und notfalls noch bis in die Nacht hinein mit Flutlicht eigenhändig Gartenbauarbeiten wie Erdaushub für einen Pool, Böschung erhöhen, riesige Hecke fällen, etc. erledigt…

Ich glaube, ich sollte weniger mit Wertpapieren handeln und mit Versicherungsscheinen hantieren, sondern lieber mal meinen faulen Arsch aus der Hütte schwenken! 😁

6 Gedanken zu “Philomena the bulldozer

  1. Beeindruckend! Aber natürlich möchte ich im nächsten Eintrag nun auch Deinen Rücken sehen 🙂Der Schnee war gestern für so einige willkommener Anlass nicht seiner Tätigkeit nachzugehen. Wer kann im Winter denn schon mit sowas rechnen? Echt, selbst auf den Klimawandel ist nicht mehr Verlass …

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