Enjoy Capitalism – Hyper macht jetzt Daytrading für Arme…

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Die Resonanz auf meinen letzten Blogeintrag, bei dem ich Euch darum bat, mir allerlei Fragen zu stellen, war bisher ziemlich mau. 😠 Ich hatte bereits vor etwas mehr als zwei Jahren solch einen Questions & Answers“-Eintrag gemacht und damals kamen von dreizehn verschiedenen Lesern Fragen oder sogar ganze Fragenbündel – insgesamt ca. zwei Dutzend Beantwortungswünsche… Nun, dieses Mal kamen bisher erst schlappe drei Fragen – Leute, da geht noch was! 😉


0558 DollarWas gibt’s sonst noch Neues? Kaum was… Allenfalls könnte ich noch kurz erwähnen, dass ich nun wieder (wie bereits einmal um die Boomzeit des „Neuen Marktes“ vor etwa 20 Jahren herum) unter die Daytrader gegangen bin (wenn auch in erheblich geringerem finanziellen Umfang, als damals).

📈 Ich verriet Euch ja bereits kürzlich in meinem Blogeintrag vom 18. Dezember, dass ich im September auf gut Glück Aktien diverser Corona-Impfstoffentwickler gekauft hatte und diese dann nach drei Monaten wieder mit erheblichen Gewinn verkaufen konnte. Mit einem Einsatz von knapp 100 Euro konnte ich somit fast 300 Euro durch den Verkauf einstreichen. Ich glaube, ich habe dadurch Blut geleckt… 😁

Zumal ich Ende letzten Jahres neben der Coronaimpfstoff-Spekulation noch ein anderes Aktiengeschäft machte: Ich las, dass der traditionelle britische Sportwagen-Hersteller Aston Martin fast pleite war – die entsprechenden Aktien krepelten entsprechend tief im Keller herum. Dann las ich zufällig eines Tages, dass die Firma Daimler-Benz dem angeschlagenen Konkurrenten unter die Arme greifen wolle, indem man einen Teil der Aktien von Aston Martin erwerben und den Briten Zugriff auf moderne Elektromotoren gewähren würde (auch die Zukunft der Sportwagenbranche wird definitiv elektrisch sein – ist sie zum Teil bereits, wie man etwa am Erfolg des neuen Porsche Taycan sehen kann). Sofort kaufte ich ein paar Aston Martin-Aktien und wartete ein paar Tage ab, bevor ich sie (wie erhofft!) mit über 60 Prozent Gewinn wieder zu Geld machte. Langsam fing es wieder an Spaß zu machen mit dem Börsengezocke!

📉 Bereits als Student in den 90er Jahren hatte ich ein Aktiendepot bei meiner damaligen Bank. Ein paar Jahre später, zur Blütezeit des sogenannten „Neuen Marktes“, zockte ich mir (damals schon mit Online-Brokerage) eine hohe fünfstellige Summe zusammen – hobbymäßig und nebenbei… 0559 winged DollarAls jene Blase platzte, verlor ich allerdings nahezu zwei Drittel des zwischenzeitlichen Gewinns, so dass ich von Börsengeschäften erstmal die Schnauze voll hatte. Ich gab mein Geld jetzt lieber mit vollen Händen aus, statt es anzulegen und genoss das Leben. Partys, Fernreisen, Luxusartikel, mein Sportcoupé. Kurzum: Ich ließ es richtig krachen… 🥳 Zumindest so lange, bis sich ab etwa 2006 zunächst schleichend, dann aber ab 2008/2009 rapide meine Einkommenssituation und meine Lebensumstände zu verschlechtern begannen.

Aktiengeschäfte sind Teufelszeug

Ich hatte zwar in all den vergangenen Jahren noch ein kostenloses Aktiendepot bei einer Direktbank, aber de facto so gut wie nix mehr darin deponiert. Zum Spekulieren fehlte mir definitiv das Geld und auch die Motivation… Außerdem lehnte ich phasenweise kapitalistische Spekulation aus moralischen Gründen entschieden ab (keine Sorge, tue ich teils auch heute noch – ich würde etwa niemals Aktien von Waffenbauern, Nahrungsmittelindustrie-Riesen, Immobilienkonzernen, oder Ölbohrfirmen kaufen) – eventuell war ich da auch unterbewusst durch den engen Kontakt zu Rudi beeinflusst, für den Kapitalismus und Satanismus Synonyme waren…

📈 Nun, inzwischen bin ich aber wohl wieder etwas auf den Geschmack gekommen und verkaufe oder kaufe nahezu täglich ein paar Wertpapiere. Schließlich bin ich ziemlich smart und bekomme allerlei Trends mit, die in der Luft liegen, weil ich vielseitig interessiert bin und jeden Tag stundenlang lese. Gerade auf Twitter gibt’s öfters mal ganz gescheite Börsentipps. Als Wissenschafts-Nerd und Hobby-Futurologe habe ich außerdem oftmals tiefere Einblicke in neue technische Entwicklungen und kann einigermaßen einschätzen, was demnächst absehbar die Menschheit bewegen wird (Wasserstofftechnologien, KI, Quantencomputer, Labor-Fleisch, usw..) – entsprechend kann man dann auch in solche Firmen investieren. 😊

Inzwischen glaube ich auch, dass ich durchaus ein Händchen dafür habe. So habe ich seit 2013 eine „Watchlist“ – quasi ein virtuelles Aktiendepot, in dem ich beobachten kann, wie sich Investitionen entwickeln würden, wenn ich sie tätigen würde. 0557 ChartSo richtig genutzt habe ich dieses virtuelle Depot aber erst in den letzten zwei Jahren. Sein Wert ist binnen dieser zwei Jahre um etwa 30 Prozent gestiegen, obwohl ich sehr viele „Rohrkrepierer“ darin mitschleppe – d.h. Papiere, die so hoch-spekulativ waren, dass ich in der Realität auch mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet vermutlich die Finger davon gelassen hätte. Mit realistischem Anlageverhalten (ohne all dieses hochspekulative Start-up-Kleinzeug), hätte ich innerhalb der letzten zwei Jahre sogar einen Wertanstieg um fast 50 Prozent gehabt… 😃 Leider hatte ich aber nicht genügend echtes Geld und zu viel Manschetten davor, mich tatsächlich zu trauen. 😏

📉 Was nun hilft ist der Mut der Verzweiflung. Ich stehe finanziell mit dem Rücken zur Wand und mit einem Fuß über dem Abgrund. Meine Einkommenssituation ist momentan miserabel. Aber auf irgendwelche McJobs (in denen ich möglichenfalls momentan ein wenig mehr verdienen könnte) habe ich überhaupt keinen Bock – ich verabscheue klassische Erwerbsarbeit. 🧐 Womöglich sogar noch in einem Büro und dann auch noch mit Kollegen, denen ich mich auch noch partiell unterordnen müsste… Pfui Deibel!

Hyper, der Kleingeld-Zocker

Da ich immer noch recht tief im Dispo stecke, kann ich natürlich nicht mit Tausendern um mich schmeißen. Aber ich kann ein paar Euro Taschengeld ins Daytrading stecken. Jeden Tag ein bisschen „spielen“ (gerne so ein Dreiviertelstündchen über Mittag) und dadurch jeden Monat zwei- bis dreihundert Euro generieren. Das entspräche immerhin zwei bis drei Großeinkäufen im Supermarkt. Die ich mir sonst nicht mehr leisten könnte… Da ich in diesen üblen Zeiten jeden Monat durchschnittlich ein- bis zweihundert Euro tiefer ins Minus rutsche, würde ein monatlicher Gewinn von zwei- bis dreihundert Euro diesen Trend umkehren, wenn er denn stabil anhielte. Ich wäre dann – äußerste Sparsamkeit vorausgesetzt – in ein bis zwei Jahren eventuell sogar wieder ganz aus den roten Zahlen heraus! 😃 Falls kein Börsencrash kommt… Falls mich das Spekulantenglück nicht wieder verlassen sollte… Wenn die Sterne günstig stehen… Aber man darf ja mal ein bisschen träumen! 😉

📈 Beim Aktiendirekthandel kann man übrigens online in Echtzeit verfolgen, wieviel Stück jemand gerade ge- oder verkauft hat – das liest sich dann so: +2000, -800, +180, +1200, -500, +2500, +3, +600… „Lustig,“ dachte ich, „die +3 da, das war ich!“ 😂 (drei Stück Siemens Energy AG für jeweils € 31,20…)


So, zum Schluss nochmals der Link (hier klicken) und Aufruf zu meinem letzten Q&A-Artikel – Ihr müsst mir da noch ein paar weitere Fragen in die Kommentarliste knallen, damit sich ein Beantwortungs-Eintrag für mich (und Euch als Leser) auch wirklich lohnt! 😉

17 Gedanken zu “Enjoy Capitalism – Hyper macht jetzt Daytrading für Arme…

  1. Dann drücke ich Dir die Daumen! Fast hätte ich gesagt „und dass Du nicht wie Uli Hoeneß endest“. Aber was könnte Dir besseres passieren. Ich glaube selbst im Knast hatte der noch ein luxuriöseres Leben als 99 Prozent der anderen Menschen in Deutschland. Insofern, mach den Uli! ✌🏻ach nein das kam wieder von einem anderen, für den selbst Ulis Beträge nur 🥜 waren

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    • Sobald der 801-Euro-Freistellungsauftrag (§ 44a Abs. 1 Nr. 1 EStG i. V. m. § 20 Abs. 9 EStG) ausgeschöpft ist, werden etwaige Spekulationsgewinne natürlich sauber ans Finanzamt durchgemeldet… Insofern bleibt mir das mietfreie Wohnen à la Uli hoffentlich erspart… 😉

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  2. Ich hatte auch mal davon geträumt, daytrading zu machen, da ich aber keinerlei Ahnung von dieser Materie habe und auch kein Interesse daran habe mich da reinzufuchsen, habe ich es lieber gelassen, zumal ich 1 Mal im Leben Aktien gekauft habe und in einer Woche 2000 Euro verloren habe. Das Geld hätte ich auch ins Klo spülen können.-

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    • Man muss dem Thema Aktien und Börse schon irgendwie was abgewinnen können – für viele Leute ist das nichts… Wer genügend Kohle hat, der nimmt sich dann einen Anlageberater, um doch mitmischen zu können. Ich sehe mein Gezocke aber noch irgendwie „spielerisch“ bei den Minibeträgen… 😉

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  3. 200-300 EUR pro Monat entsprechen meinen Bucheinnahmen in Spitzenzeiten. Das ist schon ordentlich Schotter. Vor allem, wenn sich auch das zeitliche Investment in engen Grenzen hält.

    Ich finde Börsenspekulation auch hochgradig spannend. Da kommt halt die BWLerin wieder durch. 😉

    Aber bei mir haut das leider zeitlich und nervlich gar nicht hin, schätze ich.

    Zu den Q&As: Das ist nicht so mein Ding. Fragebögen aller Art lösen in mir Aversionen aus. 😉

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  4. Gerade gestern habe ich mit einer Kollegin über Aktien etc. gesprochen. Sie schiebt auch ihre Anteile, An- und Verkäufe hin und her. Für mich wäre das nix. Ich habe davon viel zu wenig Kenntnis und würde wahrscheinlich mein Geld ziemlich schnell verbrennen. Bekanntlich bin ich „risikoscheu“ 😉 Ich überlasse das denen, die es hoffentlich können und bin bislang damit gut gefahren.

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    • Ist vielleicht besser – nachdem ich aktienmäßig in den letzten zwei Monaten einen guten Lauf hatte, ist mein Depotgesamtwert gestern binnen weniger Stunden um über 300 Euro gefallen… Jetzt kann ich davon erstmal nichts ohne Verluste verkaufen und muss auf Erholung warten… 😑

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    • Klassische Erwerbsarbeit ist fremdbestimmter Müll für anspruchslose Kleingeister… Ich bin etntweder selber der Boss, oder alle können mich dort lecken, wo die Sonne nicht hinkommt… 😉 Selbst Hartz wäre mir lieber als Großraumbüro….

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