Die naheliegendste Erklärung ist politisch zu unerwünscht, um offiziell in Betracht gezogen werden zu können

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„Wieso zur fickenden Hölle hat unser ländlich geprägter Bauerndörfer-Landkreis hier eigentlich immer einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von fast 200 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner?“ 🤔

Selbst in der benachbarten kreisfreien Großstadt „Graustadt“ (anonymisierende Aliasbezeichnung in meinem Blog) liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert aktuell lediglich bei etwa 150 bis 170 Neuinfektionen. In meiner alten Heimatstadt, der Mustermetropole „Shangri-La“ voller Studenten, Akademiker, gutbürgerlicher und allgemein eher vernünftiger Leute, liegt der Wert sogar nur noch im zweistelligen Bereich.

Aber warum hier im Landkreis dann dieser sehr hohe Wert? Seit einigen Tagen kenne ich den Grund: „Klein-Arabien“ (natürlich ebenfalls ein Aliasname)! Jene Stadt mit etwas über 50.000 Einwohnern treibt die Zahlen für den gesamten Landkreis in exorbitante Höhen! Ich habe mal kürzlich in die Onlineausgabe des lokalen Käseblattes geschaut, wo ich erstmal nicht nur den Wert für den gesamten Landkreis erfuhr, sondern auch aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden. Die kleinen bäuerlichen Gemeinden hatten meistens einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von lediglich unter oder allenfalls knapp über 100. Aber „Klein-Arabien“ dafür einen Wert von fast 350! Aufgrund der dortigen Zahlen steht der gesamte Kreis kurz vor dem verschärften Lockdown, bei dem die 15-km-Bewegunsradius-„Coronaleine“ greift… Sehr aufschlussreich. Ob das wohl an kulturspezifischem Sozialverhalten der größten Bevölkerungsminderheit von „Klein-Arabien“ liegt? In den einschlägigen Zeitungsartikeln stehen die Stadt-Offiziellen jedenfalls „vor einem großen Rätsel“ und können sich „die hohen Zahlen auch nicht schlüssig erklären“… Wahrscheinlich ist die naheliegendste Erklärung einfach zu „politisch unerwünscht“, um offiziell in Betracht gezogen werden zu können…

Frühaufstehen zwecks Sicherheitsgewinn

Philomena und ich sind jedenfalls beim Thema Covid19-Infektionsrisikovermeidung weiterhin sehr strikt. Wir fahren zum Einkaufen weder nach „Klein-Arabien“, noch nach „Graustadt“ oder „Cementum“ und gehen sicherheitshalber nur noch in den hiesigen Dorf-Supermarkt. Und zwar nur noch höchstens einmal pro Woche und dann um punkt 6:00 Uhr morgens – gleich wenn der Supermarkt seine Tore öffnet. Ich stehe dazu um 5:25 Uhr Weckzeit auf (nachdem ich etwa zwei bis vier Stunden geschlafen habe) – dann machen wir den Einkauf, desinfizieren zuhause die im Kühlschrank aufzubewahrenden und nur kurz haltbaren Einkäufe mit 80-prozentiger Alkohollösung aus der Sprühflasche (hilft gegen die Viren, sorgt aber bei den Lebensmitteln nicht für unerwünschten Nebengeschmack wie etwa Sagrotan-Desinfektionsspray das täte), verräumen die nicht zu kühlenden und etwas länger haltbaren Lebensmittel in unsere Abkling-Quarantäne – anschließend haue ich mich dann nochmals ins Bett (wo ich je nachdem dann nochmals zwei bis vier weitere Stunden lang schlafe).

Flachland-Karawane mit zwei Wagen zur Werkstatt

Heute musste ich auch so früh raus, obwohl wir nicht einkaufen waren, weil wir das einzige noch verbliebene Fahrzeug meiner hochbetagten Eltern (einen 23 Jahre alten Kompaktwagen ohne allen neumodischen Elektronik-Firlefanz) in aller Herrgottsfrühe mit einem im Entstehen begriffenen Getriebeschaden zu einer auf Getriebereparaturen spezialisierten Werkstatt zu schaffen halfen. Da das Auto nur noch auf topfebenen Strecken fahren konnte, wählten wir dazu eine möglichst steigungsarme Umwegstrecke zur Werkstatt. Mein Vater wollte das Auto unbedingt selber fahren (sicherlich auch, um sich aus erster Hand einen Eindruck von der bisher noch nicht genutzten Autowerkstatt zu verschaffen) – ansonsten hätten Philomena und ich das Auto ohne ihn dorthin gebracht.

Die Spezialwerkstatt wurde nötig, weil die dem Autohaus angeschlossene Vertragswerkstatt kein besonderes Interesse daran zu haben schien, das Getriebe zu warten. Ich glaube die verkaufen einem lieber Neuwagen, wenn bei solch einer alten Kutsche was Größeres defekt ist. Als bei meinem Sportcoupé damals bei etwa 190.000 Kilometern ebenfalls ein Getriebeschaden drohte, habe ich es aus ähnlichen Gründen (und um Kosten zu sparen) auch nicht im eigentlich zuständigen Autohaus reparieren lassen, sondern direkt beim Getriebehersteller.

Clips 4 Mitch

Nachdem wir meinen Vater von dort aus wieder nachhause chauffiert hatten, fuhren wir kurz noch bei Mitchs Wohnung vorbei und warfen ihm einen Umschlag mit Plastik-Clips in den Briefkasten. Als Lokführer kann Mitch es nicht so gut gebrauchen, wenn ihm permanent die Brille beschlägt, weil die FFP2-Masken nach oben hin nicht dicht genug abschließen – gestern klagte er mir dieses Problem am Telefon und ich hatte sofort die passende Lösung: Philomena und ich benutzen seit kurzem so kleine weiße Plastik-Clips mit zwei Haken (die wir als Großpackung im Internet bestellt hatten), mit denen man die FFP2-Masken, die mit zwei Bügeln hinter den Ohren getragen werden, strammer und dichtschließend aufsetzen kann. Dazu verbindet man mit solch einem kleinen Clip die beiden Ohrschlaufen hinten im Nacken direkt miteinander. Vorteil: Die Maske sitzt wirklich erheblich dichter (selbst bei mir als Bartträger) und Brillen können nicht mehr beschlagen.

Mitch schrieb mir gerade eine SMS, dass er sich sehr gefreut hat und diese Clips sofort ausprobieren wird. Schön, wenn man helfen kann. 🙂

15 Gedanken zu “Die naheliegendste Erklärung ist politisch zu unerwünscht, um offiziell in Betracht gezogen werden zu können

  1. Wir gehen auch einmal pro Woche morgens um 6 Uhr einkaufen, inzwischen fast nur noch der Ehemann. Bevor die Einkäufe oder Pakete etc. in die Wohnung übersiedeln, bleiben sie erst einmal für 24 Stunden in Quarantäne im kalten Hausflur oder im extra „Kühlschrank“(ist eine Kühlbox) auf dem Balkon. Brot, Brötchen, Kuchen backen wir selber und frische Salate u. ä., die man nicht gut abwaschen kann, werden gemieden. In Heimatstadt ist der Wert ebenfalls sehr hoch, kein Wunder… Da treffen sich die Einheimischen zu heimlichen Gottesdiensten, es werden fröhlich Geburtstagspartys mit dutzenden von Leuten gefeiert… Ich verstehe es nicht… wirklich nicht. Schwägerin und Schwager sind nicht davon abzubringen… sie halten sich doch an die Regeln… Die werden aber sehr großzügig ausgelegt und mit einem Augenzwinkern gebrochen. Vergleichbar mit einem Autofahrer, der sich nur so gerade eben an die Verkehrsregeln hält und deswegen der irrigen Meinung ist, ein Sicherheitsgurt muss nicht angelegt werden. Er ist doch sicher, er hält sich an die Regeln… bis es bummm macht und ein anderer ihm reinfährt. Ach… Doofes Beispiel… Aber ihr könnt euch bestimmt vorstellen, was ich meine. Dem Virus sind die Regeln auch egal.

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  2. Die Masken sitzen dann also very stramm. 😷 Mit der Taucherklammer für die Nase funktioniert jedenfalls nicht. *nnnn* Ingrids Sohn hatte im Netz FFP2-Masken bestellt, eine schenkte sie mir, aber die Metallklammer ist lediglich außen leicht festgeklebt. Einmal im Haus verloren, beim Edeka dann hab ich gar nimmer danach gesucht … 😳
    Wenn ich so früh wie Du aufstehen würde, weil Du anderen hilfst oder einkaufst, bekäme ich diesen versäumten Schlaf nie wieder zurück.

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    • 80% der im Internet und auch Läden (die keine Apotheken sind) verfügbaren FFP2-Masken sind eh Fakes mit keiner oder nur geringer Schutzwirkung. Das haben wir auch bei unseren Masken gemerkt, als wir Flammtests gemacht haben, bzw. die Chargennummern bei den jeweiligen Herstellern recherchiert… An gute Masken kommt man nur als Großhändler (bzw. mit einem Gewerbeschein – muss dann aber oft riesige Mengen ordern), oder beim Bezig aus der Apotheke (selbst da gibt’s in einigen Fällen Fakes).

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  3. Unsere Supermärkte öffnen erst um 07.00 Uhr, aber ich gehe da sowieso nicht hin, das macht W. Wenn ich hier so lese, wie ihr euch schützt, muss ich schon sagen, dass ich dahingehend fast schon lässig unterwegs bin. Ich trage Maske, klar, wasche mir sehr oft die Hände und versuche, mir mit den Händen nicht im Gesicht herumzufummeln. Ich halte Abstand, treffe meine Freunde nicht mehr. Aber ich gehe ins Büro, fahre Bahn, gehe in verschiedene Geschäfte einkaufen, esse Brot vom Bäcker und desinfiziere auch meine Einkäufe nicht. Oh oh, ein Wunder, dass ich nicht schon infiziert bin 😅😜

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    • Tja, Du kannst ja auch ohne Probleme etwas weniger vorsichtig sein, bei Deiner guten Gesundheit! 🙂
      Ich habe gleich drei Vorerkrankungen (Asthma, Fettleber, Bluthochdruck), die schwere und tödliche COVID19-Verläufe begünstigen, und muss zudem noch aufpassen, dass ich meine Eltern (mein Vater würde sogar eine normale Grippe oder schwerere Erkältung nicht mehr überleben) nicht anstecke, die ich mindestens zwei- bis dreimal pro Woche versorge und besuche, um ihnen bei diversen Dingen zu helfen.

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  4. Ich halte es wie du – nur Leute treffe ich trotzdem, allerdings immer die gleiche Handvoll (die Ex-Nachbarn und meine Schwester). Einkaufen gehen wir am Samstag immer gemeinsam.

    Die Einkäufe desinfiziere ich auch nicht. Auch wasche ich die Hände nach wie vor nicht mehr und benutze keine Seife und ich desinfiziere auch meine Hände nicht, wenn ich in einen Laden gehe. Ich finde das so eklig, das Desinfektionszeug – ekliger als Viren, die man ja sonst auch an den Händen hat, wenn man einkauft. Da würde ich mir eher Latex-Handschuhe besorgen.

    Ich habe zwar nur Bluthochdruck als Vorerkrankung, trotzdem sehe ich mich nach wie vor nicht als gross gefährdet an.

    Gestern war ich nach über einem halben Jahr mal wieder bei meiner Mutter (die sich weder dafür interessiert, was ich erzähle, noch was ich an Fragen habe). Die hat dann eine Maske getragen und meinte aber, ich müsse nicht. Das Einzige was sie blöd fand: Hier wird erst ab 75 durchgeimpft und sie muss noch warten. Ich hätte eher gedacht, sie sei gegen die Impfung.

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