Teufelskreis & Heizkreislauf

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Schon wieder zwei Wochen nicht geschrieben. Sitze hier, kalter Schweiß lässt mir das Hemd an der Plauze kleben. Ich hätte ja gerne vorher geschrieben – mehrfach – aber ich konnte nicht. Gäbe theoretisch sogar bisschen was zu erzählen – Einsiedlerrückzug-Lebensschnipsel-Geseier. Dit & dat. Tagsüber kam ich in der letzten Zeit nicht dazu und abends bin ich immer zu entkräftet zum Schreiben. Müde, platt, faul, verminderte Hirnaktivitäten – zumindest nicht gut genug, wenn ich meinen Eigenansprüchen ans Bloggen gerecht werden möchte. Malade.

Statt jetzt wollte ich an dieser Stelle schon am Mittwoch was rausdrücken – aber mein Hirn war wie mit Teer verrührtes zerstoßenes Glas. Lag am frühen Aufstehen: Musste gleich zweimal hintereinander, Montag und Dienstag, um 5:50 Uhr raus, weil ab 7:30 Handwerker kamen – ich brauche ja krankheitsbedingt enormen Vorlauf, um in Ruhe scheißen zu können, bevor ich aktiv werde. In der Nacht zum Montag schlief ich daher nur vier Stunden, in der zum Dienstag drei. Früher, als ich jung war, konnte ich eine halbe Woche lang problemlos ganz ohne Schlaf durchmachen – heute killt mich sowas wie am Wochenanfang. Bin immer noch davon gezeichnet. Dienstag auf Mittwoch dachte ich nachts, dass ich jetzt krepiere. Herzinfarktgefühle. Ich bin diesbezüglich ja angezählt und enorm vorbelastet. Bin aber seit vermutlich fünf bis sieben Jahren nicht mehr beim Arzt gewesen um mich mal durchuntersuchen zu lassen. Am Tag der offenen Tür im Universitätsklinikum des Saarlandes vor inzwischen auch schon wieder deutlich über einem Jahr (hier berichtete ich darüber) wurde bei mir ja eine akute Leberzirrhose vermutet, ich sollte damals umgehend zum Facharzt gehen – tat ich nicht. Und lebe immer noch! 1260 Euro Selbstbeteiligung, bevor meine Privatkrankenversicherung auch nur einen Cent bezahlt – da gehe ich doch nicht mehr zum Arzt! 😡

Ich bin in so einem Teufelskreis abgeschmiert. Gehe seit einem dreiviertel Jahr kaum raus – auch wegen Corona ziehe ich mich zusätzlich noch mehr zurück, als eh schon. Ich habe mich in diesem Jahr auch noch kein einziges Mal mit Freunden getroffen. Totalrückzug. Wenn ich doch noch mal Termine habe oder Einkaufen muss, dann nur mit extradichter FFP3-Maske – natürlich bin ich dann nach einer halben Stunde platt. Meine Blutsauerstoffsättigung geht dadurch auf 90% runter (Trump gaben sie schon bei immerhin noch 94% zusätzlichen Sauerstoff), weil ich untrainiert bin und vorgeschädigte Bronchien habe. Aber dennoch trage ich die Maske – antisozialen Maskenverweiger-Schweinen gehört mit dem Spaten in die Fresse bis der Brei fliegt! 😡

Zurück zum Teufelskreis: Weniger machen, weniger Bewegung, untrainiert sein, sich krank fühlen, sich schonen, noch weniger machen, usw.. Seit der Überführungsfahrt saß ich noch nicht wieder auf dem neuen Bike (regnete hier auch dauernd, Depri-Wetter, wurde kaum mal richtig hell). Dafür Bildschirmzeiten von 7 Stunden täglich. Ich liege in Rückenlage mit dem Tablet im Bett. Grunze, fresse, furze und habe oft Kopfschmerzen, Luftnot, Herzstolpern und schlechte Laune. Denke inzwischen wieder öfters ans Sterben. Bin leidlich gespannt, ob durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder Leberversagen. Lebensversagen… ☹️

Konzentrationsprobleme habe ich auch immer öfters. Frühdemenz? Ich sollte vielleicht mal mehr als vier bis sechs Stunden pro Nacht schlafen. Aber wenn ich schlafe kann ich nicht lesen, oder mich bilden. Im Prinzip studiere ich mindestens drei bis vier Stunden am Tag in allen mich interessierenden Fächern. Inzwischen stecke ich in puncto Allgemeinbildung das ganze aufaddierte übrige Dorf in die Tasche. Wenn man irgend so eine Netflix-sedierte Büro-Trulla oder nen hiesigen Handwerker-Horst befragen würde und mich, dann wäre deren Wissen ein Spielwürfel und meins eine Gefriertruhe (volumenmäßig)… Egal, kräht kein Hahn nach. Heute zählt nur Geld oder Publicity.

Apropos Kubaturen, die an Gefriertruhen erinnern: Der Einbau der neuen Heizung am Wochenanfang war der Grund fürs lästige Frühaufstehen. Gab Komplikationen und dauerte daher statt einem Tag anderthalb. Hier seht ihr den neuen und den alten Kasten im direkten Vergleich:

0525 Heizung

Dazwischen liegen technisch Welten – die Neue verbraucht erheblich weniger Gas und läuft so leise wie ein Laptop-Lüfter. Bei der Alten konnte man von jedem Raum des Hauses aus hören ob der Brenner lief. Außerdem hat man nun nicht mehr das abscheuliche Problem, dass das Wasser kalt wird, wenn man nach ein paar Minuten den Warmwasser-Bottich leergeduscht hat – die neue Heizungsanlage liefert direkt nach. 🙂

Jetzt ist auch schon wieder genug geschrieben. Muss mich hinlegen – alles wird schon wieder zu anstrengend (ich schlafe gerade fast beim Tippen ein und habe ein Gefühl, als ob gleich meine Halsschlagadern platzen würden, dazu Schwindel)… Bis in 14 Tagen! (oder doch eher, wenn ich mal endlich wieder richtig wach werde)   

19 Gedanken zu “Teufelskreis & Heizkreislauf

  1. Nix gegen Netflix, ich bin auch Netflix-sediert. Meine Smartwatch sagt, Blutsauerstoff 98 Prozent. Immerhin war ich heute spazieren. Man mödert vor sich hin. Nach Berlin kriegt mich keiner mehr in nächster Zeit, da explodiert das Corona. Bei mir auch totaler Rückzug. Im SUpermarkt immer mehr ohne Maske oder Maske unter der Nase. Phantasiere immer, wie ich denen ins Gesicht schieße.

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  2. Das ist wirklich ein himmelweiter Unterschied zwischen den Gerätschaften. Der Winter kann kommen 😉 Ab aufs Bike, dafür hast du dir das Teil doch zugelegt. Die nächsten Tage soll es nicht regnen 🙂

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  3. „zum anderen halten diese Leute sich kaum an Corona-Sicherheitsvorkehrungen“ – Dafür unsere Regierung umso mehr: Festschreibung des Ausbaus Erneuerbarer Energien als öffentliches Sicherheitsinteresse (https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/10/11/berechtigt-uns-die-von-der-regierung-beabsichtigte-festschreibung-des-ausbaus-erneuerbarer-energien-als-offentliches-sicherheitsinteresse-zum-widerstand-gemas-artikel-20-absatz-4-gg/)

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  4. Hihi – meine Waschmittelschublade steht auch immer offen. Aber die Handwerker haben Deine zugeschubst. Und was für eine schnieke Miezunterkunft – geflieste Waschküche – hab ich nicht, sondern einfach nur Betonkellerboden, der übel mitgenommen ausschaut nach alle den Jahren. Unsere Heizungsanlage heizt kein Wasser, geht hier nur über Strom.
    Ich denke, daß Du doch eher noch eine ganze Weile mit uns hier weiterbloggen kannst, auch wenn’s Dir mies geht. Und schraub doch bitte Deine hohen Ansprüche dahingehend zurück, also was das Bloggen betrifft. 😉 Gute Besserung! 🙂

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