Neue Heizung nötig

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Letzte Woche Donnerstag hatten wir Glück im Unglück: Zufälligerweise hörte Philomena vormittags, wie im Hausanschlussraum Wasser plätscherte und ging sofort dort nachgucken, woher das Geräusch stammte. Es stellte sich heraus, dass aus unserer Gasheizung ein bleistiftdicker Wasserstrahl heraus lief und mitten ins Zimmer plätscherte. Der Pfützengröße am Boden nach, lief es erst seit etwa ein oder zwei Minuten aus dem Gerät – nicht auszudenken, was los gewesen wäre, wenn wir (was durchaus mal vorkommt) zwei Tage lang nicht zuhause gewesen wären! 😱

Das Heizungssystem stand unter 3 Bar Druck – normal ist 1 Bar. Damit kein Heizungswasser zurück in die öffentliche Trinkwasserversorgung drücken kann, öffnet in solchen Fällen eine Art Notventil (das leider nicht an einen Abfluss angeschlossen war).

Wenn man den Druck aus dem System abließ, dauerte es immer etwa drei Stunden, bis das Wasser wieder aus dem Gerät lief. Deshalb schlugen wir uns im Zweischichtsystem die Nacht um die Ohren, um immer wieder Druck abzulassen, bis am nächsten Tag dann endlich ein Heizungstechniker vorbeikam.

Nun, unsere Heizung ist etwa 20 Jahre alt und inzwischen so marode, dass dieses Jahr jetzt schon vier Reparaturen daran notwendig waren – totgesagt wurde das System von einem Heizungsfachmann bereits vor drei oder vier Jahren. Er meinte damals: „Datt Dingen hält höchsns noch ein oder zwei Jahre durch, bevor et völlich im Arsch is!“ Insofern ging’s noch erstaunlich lange gut…

Jetzt ist die Gasheizung und Warmwasseraufbereitung aber endgültig hinüber und muss ersetzt werden. Zum Glück konnten die Heizungstechniker eine Art „Notreparatur“ durchführen, indem sie einen provisorischen Ablaufschlauch einbauten, der das austretende Wasser ableitet. Ansonsten hätten wir bis zum Einbau der neuen Heizungs- und Warmwasseraufbereitungsanlage kein warmes Wasser mehr gehabt.

Zunächst hieß es, dass aufgrund geänderter gesetzlicher Vorgaben ein neues Kaminrohr aus Metall statt aus Kunststoff eingebaut werden müsse. Bei uns gibt es leider keine direkte Zugangsmöglichkeit zum Austauschen des innerhalb seines Verlaufes in den Wänden mehrmals abknickenden Rohres, deshalb hätte man zum Austausch des Kaminrohres in der oberen Etage eine vorspringende Badezimmerwand aufreißen und hinterher neu kacheln müssen und zudem einen Dachdecker gebraucht, der einen kleinen Bereich des Dachstuhls abdeckt. Heute erfuhr ich aber telefonisch von der Heizungsfirma, dass der zuständige Bezirksschornsteinfeger, der die neue Heizungsanlage technisch absegnen muss, vermutlich ein Auge zudrücken wird, so dass uns diese „Großbaustelle“ mit 90%iger Sicherheit erspart bleiben dürfte. 😌

Ein Kostenvoranschlag für die neue Anlage flatterte heute auch schon in die Post: Sechseinhalbtausend Euro. 💶 Zum Glück habe ich damals Haus „Zweieichen“ nur gemietet und nicht gekauft – ansonsten wäre ich jetzt wirtschaftlich vollends erledigt, bzw. hätte für die neue Heizung einen Kredit beantragen müssen (wenn ich den überhaupt bekommen hätte als Selbstständiger mit geringen und äußerst unregelmäßigen Einnahmen).

Nun müssen wir abwarten und Tee trinken (und hoffen, dass nicht noch weitere Defekte die Heizung lahmlegen), bis dann in einigen Wochen der Einbautermin feststeht.

Glücklicherweise waren wir letzten Donnerstag daheim und Philomena hatte gute Ohren. Sonst hätten wir sicherlich einen saftigen Wasserschaden gehabt.

15 Gedanken zu “Neue Heizung nötig

    • Na, nach zwanzig Jahren ist so eine Gasheizung halt hinüber – desghalb sieht der Vermieter das ein. Mündliche Zustimmung habe ich schon. jetzt muss er der Firma nur noch schriftlich den Auftrag bestätigen. Denke das wird einigermaßen zügig geschehen.

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  1. Ähm – kenn ich alles – so ähnlich jedenfalls. Die hier hat also weniger lange (von 2006) gehalten, Reparaturen kann ich echt nimmer nachzählen. Aber um die angedrohte Großbaustelle bin ich drum rum gekommen – die Monteure haben tatsächlich ganze Arbeit geleistet! Was das halt immer kostet! 😳 Und Dein Haus hätte damals also auch zum Kauf gestanden?

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    • Nein, nicht das konkrete Haus. Aber natürlich überlegte ich bei der Haussuche damals: Kaufen (und 30 Jahre lang abzahlen), oder mieten – langfristig ist kaufen immer besser und auch günstiger. Aber ich hätte keine Bank gefunden, die mir einen Kredit gegeben hätte, weil ich selbständiger Geringverdiener bin, bzw. das Einkommen hochgradig unregelmäßig ist (die längste „Flaute“ war mal 2008/09 vierzehn Monate lang ohne jegliches Einkommen). Heute bin ich froh, dass ich ein Haus nur gemietet statt gekauft habe. Die Grundkosten für das Haus sind pro Monat zwar durch die Miete dreimal so hoch, aber ich hätte inzwischen auch zusätzlich eine fünfstellige Summe für Reparaturen zahlen müssen – damit wäre Kaufen selbst ohne Kreditrückzahlung momentan teurer gewesen (und damit aufgrund der seit Corona sehr negativen Einkommensentwicklung) auch nicht mehr bezahlbar. Die Heizung hätte mir jetzt endgültig das Genick gebrochen – so geht’s noch ein paar Monate lang irgendwie weiter.

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