Fire Cured Flying Pig

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„Schweine im Weltall“

…wollte ich diesen Eintrag eigentlich nennen (die etwas Älteren unter meinen Lesern werden sich sicherlich noch an die gleichnamige Serie innerhalb der „Muppet Show“ erinnern). Aber wieso?

Nun, ich wollte eigentlich einen elaborierten Astro-Eintrag mit meinen spektakulären Beobachtungen der diesjährigen „Perseiden“ (auch „Laurentiustränen“ genannt), des aktuell stattfindenden Meteorstromes, in die Tasten kloppen – aber das Wetter machte mir leider dank einer geschlossenen Wolkendecke einen dicken Strich durch diese Rechnung. 😏 0495 Lounge LiegeDabei hatte ich mich extra bereits so schön darauf vorbereitet – u.a. motteten Philomena und ich heute nach über zweijähriger Pause endlich wieder unsere Garten-Lounge-Liege aus, die im letzten Jahr wegen der Eichenprozessionsspinner-Brennhaare bedauerlicherweise ganzjährig im Gartenhäuschen bleiben musste. Nach der diesjährigen Raupennester-Beseitigung durch professionelle Baumkletterer trauten wir uns endlich wieder, das schwarze Trumm hervorzuholen…

Darüber hinaus hatte ich mich fürs „Weltall“-Gucken mit einem „Schwein“ bewaffnet, sogar einem feuerbehandelten. Hä? „The Flying Pig“ nennen die US-Zigarrenmacher von der nicaraguanischen „Drew Estate“ das Flaggschiff ihrer sehr speziellen Zigarren-Serie mit feuergetrockneten Kentucky- und Virginia-Einlagetabaken. Das crazy Teil ist mit zwei verschiedenfarbigen Deckblättern umhüllt und haut einen schon unangezündet olfaktorisch aus den Socken, da es eher nach äußerst rustikalem Raucharomen-Pfeifentabak duftet – mir fiel dazu sofort der göttliche Pfeifentabak „Artisan‘s Blend“ von „Ashton“ ein, eine sehr kräftige Mischung aus zypriotischem Latakia mit einer Prise Virginia, feuergetrocknetem Kentucky, Black Cavendish und pikantem Perique. Unser Blogging-Kollege „Inorbit“ kennt diesen britischen Pfeifentabak aus eigener Anschauung und dürfte mir beipflichten, dass es sich dabei um den weltgeilsten Pfeifentabak überhaupt handelt… 😃

Jedenfalls hat das fliegende Zeppelin-Schweinchen den gleichen Stallgeruch wie der Artisan‘s Blend – ein bisschen so, wie ein schroffer Islay-Whisky, wenn man ihn rauchen könnte…

0497 Flying Pig

Die Lounge-Liege stand also bereit und das Schwein war fertig gesattelt für eine weitere Feuerbehandlung – „fire cured“, aber diesmal final. Doch der Nachthimmel spielte leider nicht mit. Keine Perseiden zu sehen. Alles Wölkchen. Immerhin hatte ich vor zwei Jahren schon mal über meine damals sehr ergiebige St.-Laurentius-beim-Heulen-zuguck-Session gebloggt (hier findet Ihr den Eintrag von 2018).

0496 DramaAlternativ zum entgangenen Himmelsspektakel kann ich Euch nur ein anderes kleines Natur-Drama anbieten, denn (Foto nebenstehend) mir geriet noch eine große Jagdspinne vor die Kameralinse, die gerade einen Nachtfalter erbeutete. Den Todeskampf betrachtend, setzte ich dann das Schwein in Brand. Geniales Aroma – zwar nicht so spektakulär, wie der ähnlich riechende Pfeifentabak – aber ein solider Smoke. Wenn auch ohne „Weltall“ – dabei hatte ich extra ein Ringelschwänzchen als Alien-Signal-Empfangsantenne auf dem Kopf (Corona-Frisur)…

0498 Typ

Zum Glück auf dem Kopf und nicht in der Hose. Da dominierte bei den aktuellen Temperaturen der sogenannte „Sommerpenis“. Hattet Ihr diesen Begriff je zuvor gehört? Irgendwie sprang er mich erstmals im letzten Sommer aus der Boulevardpresse heraus an, durch die er regelmäßig im „Sommerloch“ zu geistern scheint (wie passend – also wegen Loch jetzt)… 😁

Ich schreib heute einen Scheiß zusammen. Bräuchte für meine geistige Gesundheit dringend einen Blowjob… Was auch ein netter alternativer Blogeintragstitel wäre:

Ich bräuchte dringend einen Blowjob für meine geistige Gesundheit…

Schluss jetzt mit den sommerlöchrigen Schweinereien! Ich befürchte das Ringelschwänzchen ist nicht nur auf dem Kopf, sondern als Knoten im Gehirn. Schweine im Weltall – ich glaub mein Schwein pfeift! Kein Wunder, dass sich der heilige Laurenz da oben ein Wolkentuch vors Gesicht gezogen hat. Er will nicht dabei gesehen werden, wenn er das Sommerloch beweint, das irdische Elend dort unten. Jedenfalls tröstet ein „Fire Cured Flying Pig“ über so manches hinweg. Die Spinne frisst den Falter, aber wer faltet jetzt den Spinner? Vielleicht Ihr in den Kommentaren? 😉

20 Gedanken zu “Fire Cured Flying Pig

  1. Das Foto mit der Spinne würde ich mir in Postergröße drucken lassen und aufhängen. Diese morbide Ästhetik gefällt mir sehr!

    Auf dieser schicken Liege könnte ich es auch aushalten. Aber ich fläze gerade auf einem wesentlich spartanischerem Modell.

    Ich glaube, ich ziehe es dann doch vor, meinen Whisky zu trinken statt ihn zu rauchen. 😉

    Nein, vom Sommerpenis habe ich noch nie gehört. Ist der besonders umtriebig oder das genaue Gegenteil?

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  2. Die Liege ist super, dazu bräuchte ich nur noch einen passenden Beistelltisch, worauf ich Maus, Bücher, Essen und Getränke etc. deponieren könnte und mein Urlaub wäre perfekt – drinnen oder draussen.

    Sommerpenis kannte ich auch noch nicht.

    Perseiden gucken wollte der Mann auch, hier ist es aber seit 2 Tagen leicht überzogen, regnen tuts allerdings nur bis zur Innerschweiz – am Freitag kommts vielleicht auch endlich.

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  3. Pfeifentabak ist der einzige Tabak, den ich richtig gerne rieche. Leider kommt das immer seltener vor – auf der Straße raucht sowieso kaum jemand Pfeife, und privat kenne ich auch niemanden, der das tut.

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    • Pfeifentabak gibt es in erheblich breiter aufgestellten Aromen, als bei Zigarren – oft auch mit Fruchtaromen (etwa Feige), Raucharomen, Vanille, Honig, uvm.. Zwischen 2008 und etwa 2011 habe ich ab und an Pfeife geraucht, war aber auf Dauer doch nicht so ganz meins. Inorbit raucht soweit ich weiß seit Jahren ab und an mal eine Tabakspfeife. Mein Vater rauchte von Anfang 20 bis er 80 wurde Pfeife – inzwischen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Insgesamt kenne ich allenfalls vier oder fünf weitere zu den genannten Pfeifenrauchern, die meisten sind über 70 Jahre alt. Zigarrenraucher kenne ich etwa dreimal so viele… LG!

      Liken

      • Mein Vater hat für einige Monate hin und wieder mal Pfeife geraucht, ist aber bald wieder zu den Zigaretten zurückgekehrt. Die brauchen im Vergleich zur Pfeife ja keine Vorlaufzeit. Und eine Sportlehrerin hatte ich mal, die optisch an eine Barbiepuppe erinnert hat und Pfeife rauchte. Das passte gar nicht zum Rest ihres Erscheinungsbildes.

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