STERNENKREUZER PIRMASENS – Kapitel XXV

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Nach einer recht langen Pause (die eigentliche Schreibpause war für mich kürzer, als für Euch die Lesepause, da ich in mehreren Portionen alle paar Wochen mal an der aktuellen Folge weitergeschrieben hatte) fliegt jetzt mal wieder der Sternenkreuzer! Oder auch nicht, denn die „U.E.S.S. Pirmasens“ ist ja aktuell im außerirdischen Riesenraumschiff „Leviathan“ eingeschlossen…

🚀 Jedenfalls geht es jetzt endlich weiter – viel Vergnügen bei der Lektüre dieser besonders langen Episode!

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Kapitel XXV – Fröhliche Weihnachten, Ben!

Kurz vor dem offiziellen Wecken hatte die letzte Nachtwache – bestehend aus Sergeant Franjo Sirić und dem Physiker Heiko Holthusen – Alarm geschlagen! Wie von der Tarantel gestochen hatten sich die weiteren militärischen Mitglieder des Erkundungsteams aus ihren „Security Sleeping Bags“ geschält und umgehend zu den Waffen gegriffen. Zunächst war die Lage unübersichtlich – niemand wusste so recht, was Dr. Holthusen und der Sergeant eigentlich genau gesehen hatten, zumal der aus dem Südosten Europas stammende Sergeant beständig etwas von einem „Geist“ faselte, den er angeblich gerade gesehen hätte. Colonel Deverell Cusmano war deshalb ziemlich empört: „Kommen sie endlich auf den Punkt, Soldat! Was haben sie wann und wo genau gesehen?“

„Ich sagte es ja bereits, es war eine Art Geist oder Gespenst! Es waberte irgendwie dahinten am linken der beiden direkt nebeneinander liegenden Ausgänge herum und war dann gleich wieder weg.“ Alle drehten unverzüglich ihren Kopf in die beschriebene Richtung. Dort befanden sich zwei der Zugänge zur mittelgroßen Halle, in der sie ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten. Die Entfernung dorthin betrug etwa dreißig Meter. Nichts deutete jedoch auf irgendwelche Aktivitäten hin.

„War das womöglich Zeke Hersberger?“, wandte sich nun Pavlína Dvořáková an die beiden Augenzeugen.

„Auf gar keinen Fall“, antworte nun der dickliche Physiker Holthusen, „ich glaube zwar nicht an Gespenstergeschichten, aber das da eben war definitiv kein Mensch!“

„Also ein Alien?“

„Ich weiß nicht – ich glaube es war gar kein körperliches Wesen – vermutlich eher eine Art Plasmawolke oder Lichtprojektion. Ohne weitere Untersuchungen sind das aber reine Mutmaßungen meinerseits…“

„Aber es hatte Arme, Beine und einen Kopf“, warf nun Sergeant Sirić ein, der die Erscheinung schließlich auch beobachtet hatte, „es hatte die Umrisse eines Menschen oder anderen Humanoiden!“

Colonel Cusmano gab Sirić und zwei weiteren Soldaten daraufhin den Marschbefehl, umgehend die Verfolgung des „Wasauchimmers“ aufzunehmen und ordnete an, dass die übrigen Soldaten den Rest der Truppe bewachen sollten. Die Zivilisten kamen nach dem Alarmsignal erst allmählich und nach und nach aus ihren Schlafsäcken, wie er es auch nicht anders von diesen erwartet hätte. So etwas hatte gerade in Notfällen eigentlich sehr viel schneller zu erfolgen! Andererseits waren die Wissenschaftler und der Schompad innerhalb ihrer „SSBs“ vermutlich besser gegen etliche Arten von Gefahren geschützt, als wenn sie schlaftrunken neben diesen herumtapsten…

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Tag 4 in der „Leviathan“

Unter der Führung von Colonel Cusmano, stürmten Sergeant Sirić, Sergeant Tomokazu und Private Maikutlo in gebückter Haltung zum linken der beiden etwa garagentorgroßen Durchgänge und teilten sich links und rechts der Öffnung auf, bevor sie mit gezogenen Waffen um die Pfeiler des Torbogens herum in den dahinterliegenden Gang schauten. Sonderlich viel gab es dort allerdings nicht zu sehen, denn der Gang machte eine Kurve und führte zusätzlich auch noch leicht bergauf. Der Colonel schickte Sergeant Sirić, der über einen der besonders gepanzerten Kampfanzüge verfügte, voran und ließ den Rest der Soldaten entlang der Innenkurvenwand im Gänsemarsch folgen.

Als sie die langgestreckte Biegung entlang gehastet waren, öffnete sich der Gang zu einer breiten Galerie, von der aus man auf weitere tiefere Decks schauen konnte. Die Lage war hier durch das spärliche Flackerlicht und etliche Konsolen, Stützpfeiler und Querverstrebungen eher unübersichtlich, aber Sirić hatte dennoch gleich Sichtkontakt! Die Gestalt hatte zwar inzwischen einen Vorsprung von etwa Fußballfeldlänge, war aber dadurch gut auszumachen, dass sie gegen den pechschwarzen Hintergrund leicht zu leuchten schien. Cusmano, der als zweiter in den geraden Gangabschnitt trat, wusste nun, wieso Sirić die Gestalt als „Geist“ bezeichnet hatte. Er ging hinter einem pulthohen Wandvorsprung in Deckung und beobachtete die Erscheinung mittels eines Zoomfeldes, das er sich per Head-up-Display in sein Helmvisier einspiegeln ließ.

Die Gestalt wies in der leicht flimmernden Fläche keine erkennbaren Details auf, sah eher wie ein leuchtender Schattenriss aus: Die Silhouette eines robust gebauten Zweibeiners mit zwei Armen und einem deutlich vom Körper abgesetzten Kopf. Das Wesen schien sich nun umzuwenden und seinerseits zu ihnen herüber zu schauen. Es legte jetzt sogar seinen Kopf schräg, als wenn es kurz überlegen würde… Doch dann beschleunigte es urplötzlich und ohne jegliche Vorwarnung auf die Soldaten zu! Es lief dabei nicht auf dem Boden, sondern kam ihnen mit irrem Tempo einfach durch die Luft entgegengebraust!

Benjamin Freitag stand etwas missmutig am hinteren Rand der versammelten Gruppe, neben ihm saß Spot auf seinem Hinterteil und hechelte etwas außer Puste, da er zuvor wie ein Wilder durch das Arboretum geflitzt war, um dort imaginäre Hasen zu jagen. Ursprünglich hatte der Hundebesitzer nach dem im parkartigen Gartenforum des Sternenkreuzers eigentlich unzulässigen Gassi-Gehen vorgehabt, direkt wieder zurück in seine Kabine zu gehen, aber der Menschenauflauf hatte sein Interesse geweckt. So ein junger Typ, den er vom Freizeitdeck kannte, wo er schon ein paarmal gegen ihn Tischkicker gespielt hatte, schwang eine flammende Rede! Hätte Benjamin diesem Cody O’Brallaghan gar nicht zugetraut. Der Mann brachte die Menge regelrecht zum Toben. Als Benjamin merkte, dass es sich um eine reine Hetzrede und Hasstirade gegen die Sternenkreuzer-Kommandantur handelte, war er kurzfristig erschüttert: „Oh Mann, der stiftet hier offen zur Meuterei an!“ Er ballte kurz die Faust in seiner Tasche. Andererseits konnte Ben die Leute auch verstehen. Niemand war gerne mit unbestimmtem Ausgang in einem außerirdischen Riesenraumschiff eingeschlossen. Und von den Offiziellen hörte man enttäuschenderweise tatsächlich ziemlich wenig, das zur eigenen Beruhigung in dieser Situation dienlich wäre… „Vielleicht sollte ich erstmal zuhören, was die hier wollen und mir dann ein Bild machen.“ Ben beschloss zu bleiben und weiter zu lauschen, was die Leute bewegte und was sie nun womöglich vorhatten.

Als die Gestalt wie ein Blitz direkt auf ihn zuraste, betätigte Sergeant Franjo Sirić instinktiv den Abzug seiner Waffe. Es handelte sich um ein Hybridmodell, das aus einer Mündung sowohl gepulstes Plasma, als auch herkömmliche Granatenprojektile verschießen konnte. Als die erste grell leuchtende Plasmagarbe auf die kaum noch zwanzig Meter entfernte Gestalt traf, entfaltete sie dabei nicht die geringste Wirkung – die weißblauen Plasmaschüsse rauschten einfach durch deren Silhouette hindurch!

„Sofort das Feuer einstellen!“ rief Colonel Cusmano hinter dem Soldaten, der die Salve abgefeuert hatte. Er war sich nicht sicher, ob es das richtige Zeichen wäre, jegliche Art von Bewohnern der „Leviathan“ beim Erstkontakt direkt anzugreifen – deren Rache könnte womöglich fürchterlich werden! Zumal sie technisch um Lichtjahre weit überlegen zu sein schienen – schließlich hatten sie die komplette „U.E.S.S. Pirmasens“ einfach einfangen und in einen kampfunfähigen Zustand versetzen können. Deshalb wunderte es ihn nun auch nicht wirklich, als er sah wie die Schüsse seines Sergeants einfach durch die Wesenheit hindurchfegten.

Sirić warf sich seitlich zu Boden, als die geisterhafte Erscheinung ihn fast erreicht hatte und auch Cusmano zog den Kopf ein. Der Spuk raste haarscharf über den Schädeln der Soldaten hinweg und war so geschwind außer Sichtweite, wie er zuvor auf sie zugeschossen war. „Um Gottes Willen, was war denn das?!“

Nachdem sich die Soldaten wieder gesammelt hatten, auch nach minutenlanger Suche keine Spuren der spukhaften Begegnung mehr finden konnten und auch von der Galerie aus keine weiteren Geistergestalten mehr ausmachen, begaben sie sich auf den Rückweg zum Rest des Teams. Unter der bewaffneten Absicherung durch Second Lieutenant Aegmuil Bhostor und Master-Sergeant Maro Milo hatten die Wissenschaftler und vor allem – kräftig mampfend – der Schompad Nappoke Gnobkock bereits mit dem Frühstück begonnen, als die vier Soldaten wieder dort eintrafen.

Captain Erno Santorius frühstückte in der Regel in der Offiziersmesse, dem zentralen Gemeinschaftsraum des Habitationssegment C-R1 der obersten Mannschaftsränge. Oft nahm er sich von dort aus noch einen Kaffee mit auf die Brücke. Als er heute mit seinem dampfenden Becher in den Händen dort eintraf, saß seine Erste Offizierin bereits auf ihrem Platz und zappte durch diverse Überwachungskamerabilder. Santorius hatte Hayden Findley noch nie frühstücken gesehen. Vermutlich genügte ihr morgens die Tasse schwarzen Kaffees, die unangetastet neben dem Bildschirm stand. Er trank seinen Kaffee übrigens auch ohne Milch, aber dafür mit ganz viel Zucker. „Hallo Hayden, was gibt’s Neues?“, begrüßte er sie informell.

„Nichts Gutes, soweit ich das erkennen kann – da braut sich was zusammen… Die versammeln sich mittlerweile schon am frühen Morgen, um sich gegen uns zu verschwören!“

„Wer denn?“ Santorius trat näher an das Display und legte der jungen Offizierin in einer väterlich anmutenden Geste die Hand auf die linke Schulter. Auf dem Bildschirm sah man eine größere Menschenmenge, die einen übertrieben gestikulierenden Redner umringt hatte.

„Wenn das sich weiter so entwickelt, gipfelt es in wenigen Tagen in einer offenen Meuterei! Der Mann bearbeitet unsere Crew bereits seit vorgestern – ich habe das auf den Videoaufzeichnungen gecheckt. O’Brallaghan ist sein Name. Man sollte diesen Schreihals umgehend unter Arrest stellen!“

Der alte Kapitän schüttelte leicht den Kopf und fuhr sich nachdenklich durch den grauen Bart: „Ich weiß nicht ob das der richtige Weg wäre, mit diesen Leuten umzugehen, Hayden. Schließlich ist die »United Earth« ein demokratisches Gebilde und wir sind mit unserem Schiff eines ihrer ausführenden Organe. Eine Demokratie muss auch abweichende Auffassungen aushalten…“

Auf Haydens Stirn bildete sich nun eine steile Zornesfalte. „Das sind keine harmlosen Kritiker, das sind potentielle Meuterer und damit Verbrecher!“, widersprach sie ihrem Vorgesetzten lautstark, „schauen sie sich diese aufgehetzte Meute doch nur an! Da agiert ein wüster Demagoge mit hochrotem Kopf und die Menge klatsch begeistert Beifall! Schauen sie nur…“ Hayden zoomte auf eine Person am Rande des Geschehens. „Das da ist Benjamin Freitag! Der galt bei ihnen bisher doch als eine Art »Musterschüler«, der sich alles erlauben durfte! Ich weiß noch, wie er hier nur mit seiner Pyjamahose angetan auf meinem Offizierssessel herumlungerte – und sie haben ihn auch noch gewähren gelassen…“

Captain Santorius lachte kurz auf, als er sich an den Vorfall erinnerte. „Dennoch ist es keine Art, die Leute bereits prophylaktisch hart zu bestrafen. Obwohl ich ihnen Recht geben muss – wenn bereits jemand wie Benjamin Freitag zum Publikum solcher Aufrührer gehört, müssen wir dringend etwas unternehmen…“

„Sag ich doch, Captain! Wir müssen das bereits im Keim ersticken!“

„Hayden, diese Leute haben berechtigte Sorgen! Ich befürchte, wir haben ihnen in der aktuellen Situation zu wenig von ihren Ängsten nehmen können… Aber wie denn auch? Wir wissen ja selbst nicht, weshalb wir uns in diesem schwarzen Riesending befinden und wieso plötzlich alle relevanten Schiffssysteme ausgefallen sind, beziehungsweise von einer Art Schadsoftware unterdrückt werden. Was hätte ich denen verkünden sollen? Das wir momentan auch überhaupt keinerlei Durchblick haben? Das würde die Leute doch erheblich stärker verunsichern, als wenn wir sie im Dunkeln lassen…“

Auf dem Monitor stampfte die tobende Menge beim Applaudieren mit den Füßen auf – selbst Benjamin Freitag, auf den immer noch großgezoomt war, nickte zustimmend. Hayden schüttelte ihre roten Haare und widersprach dem Raumschiffkommandanten erneut: „Nein – ich finde wir sollten den Rädelsführer arrestieren und den Rest der Leute scharf verwarnen!“

„Hayden, jetzt machen sie mich bitte nicht auch noch zornig – sollte ich ihnen denn wirklich so wenig über Menschenführung beigebracht haben? Wenn sie übertrieben hart vorgehen, wird sich die Mannschaft erst recht den Meuterern anschließen! Ich kann die Crew sogar verstehen. Ohne konkrete Informationen über diese Situation empfinden sie die Lage als besonders hoffnungslos. Erst Recht weil es kurz vor Weihnachten ist und der überwiegende Teil unser Besatzung aus Menschen besteht, denen solche Traditionen entgegen aller offiziellen Bordrichtlinien doch immer noch sehr wichtig sind…“

Religion war auf der Pirmasens Privatsache. Die religiösen Feste wurden auch schon deshalb nicht offiziell begangen, weil dann vermutlich jedes Crewmitglied – darunter nicht nur Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergründen, sondern auch etliche Außerirdische verschiedener Herkunft – einfordern würde, dass man die Feiertage der jeweiligen Weltanschauung offiziell würdigen solle. Dennoch war gerade Weihnachten einem großen Teil der Crewmitglieder ziemlich wichtig und zumindest inoffiziell wurde es auch gefeiert: In diversen Teeküchen hingen momentan Adventskalender an der Wand und in etlichen Crewkabinen baumelten kleine Weihnachtsfiguren wie Strohsterne und Engelchen von der niedrigen Decke.

Hayden war immer noch in Rage und fragte den Kapitän, was er denn statt eines harten Vorgehens vorschlüge.

0141 Erno Santorius

„Nun, wenn wir den Leuten keine einfachen Antworten geben können, müssen wir allgemein die Moral der Truppe heben! Ich denke da an Aktionen wie in diesem alten Film um den Soldaten James Ryan, falls sie den kennen sollten… Wenn wir jemandem, der bei der gesamten Crew beliebt ist, etwas Gutes tun können, dann hebt dass auch beim ganzen Rest die Stimmung – gerade so kurz vor Weihnachten!“ Santorius tippte auf dem Display mehrmals mit dem Zeigefinger auf Benjamin Freitag. „Die Leute brauchen positive Zerstreuung und ich habe da bereits eine Idee!“, verkündete er mit einem breiten Grinsen, das Hayden ein leichtes Stöhnen entlockte – die Erste Offizierin ahnte, dass sie sich mit ihrem eher harten Plan diesmal nicht durchsetzen würde. Und befürchtete darüber hinaus, dass der Kommandant dieses irgendwann bitter bereuen würde, weil es zu ihrer aller Schaden wäre, wenn sie am Ende Recht behielte. „Nun, der Alte muss letzten Endes wissen, was er tut“, dachte sie innerlich zerknirscht und griff nach ihrem kalten Kaffee.

Nach dem Frühstück verlief der Rest des Tages für den Erkundungstrupp tief in den Eingeweiden der „Leviathan“ weitgehend ohne größere Störungen. Weitere „Geister“ waren nicht mehr aufgetaucht, so dass man sich nach einer Weile wieder etwas sicherer fühlte und der eigentlichen Erkundungsarbeit zuwenden konnte. Waren ihnen die Erbauer der Leviathan wirklich feindlich gesonnen, nur weil sie laut Selassea Aubrons Aufzeichnungen die „Hauptfeinde“ der Altvorderen waren? Und die Menschen quasi die „Kinder“ der Altvorderen? Oder gerade deshalb? Das Geisterwesen war zwar auf die Soldaten zugeschossen gekommen, hatte diese dabei aber nicht verletzt. War das dann überhaupt ein Angriff? Solcherlei Fragen wurden von den Wissenschaftlern des Trupps lebhaft und kontrovers diskutierte, während man die Erkundung des schwarzen Ungetüms fortsetzte. Die Soldaten beteiligten sich nicht an dieser Debatte, für sie zählte lediglich, dass sie den Vorfall am frühen Morgen unbeschadet überstanden hatten. Dass ihre Waffen gegen diese „Gespenster“ vollkommen wirkungslos waren, verunsicherte die Militärangehörigen aber unbestreitbar.

Wenn man die Wege mehrmals vor und wieder zurückging, schien heute auch der „Automapper“ halbwegs zuverlässig zu funktionieren. Angesichts der vertrackten Wegführung war das automatische Kartierungsprogramm am Vortag leicht ins Schleudern gekommen und hatte ziemlich fehlerhaften Datensalat aufgezeichnet. Heute hatte man dazugelernt und es klappte mit der Aufzeichnung erheblich besser.

2022 GLOSSAR Symbol Gor Sostorot„Überall immer dieses Heptagon mit den Radspeichen!“, bemerkte Pavlína im Vorbeigehen, als die Gruppe zum x-ten Mal eine Bilddarstellung dieses Alien-Symbols passierte, „es würde mich brennend interessieren, wie man sich die »Hauptfeinde« der Altvordern vorzustellen hat! Ob diese Lichterscheinung heute Morgen eines dieser Wesen war?“

„Meiner Einschätzung nach eher nicht,“ entgegnete ihr der Physiker Heiko Holthusen, „dieser schemenhafte Figurenumriss wirkte auf mich eher wie eine Art holografische Projektion – nichts Materielles oder Lebendiges zumindest… Vielleicht sollte uns dieser Scheinangriff lediglich ein wenig Angst einjagen?“

Nun mischte sich auch die Ingenieurin Sytte Vimpi ein – die Daedramopegianerin meinte: „Ich vermute auch, dass dieses Gespenst Teil eines automatischen Sicherheitssystems war. Die eigentliche Besatzung ist wahrscheinlich längst tot! Dieses Riesending hier wirkt doch ziemlich ausgestorben – in Bodensenken hat sich hier immerhin überall zentimeterdick Staub abgelagert. Ich vermute, dass dieser Koloss bereits seit hunderttausenden von Jahren als Geisterschiff durchs All treibt. Wir haben hier vermutlich nichts mehr zu befürchten. Meine drei Crab-Bots verfügen über einen permanent laufenden Scanmodus auf biologische Aktivitäten – außer uns hier haben sie im näheren Umkreis noch keinerlei Biosignaturen festgestellt.“

„Und dennoch hat dieser verlassene Kasten genügend Energie und einprogrammierte Intelligenz, um die gesamte Pirmasens zu verschlucken und schachmatt zu setzen…“, raunte Heiko Holthusen, den dieser Aspekt leicht erschaudern ließ.

Das verbliebene Leben an Bord der riesigen, pechschwarzen „Leviathan“ konzentrierte sich momentan noch innerhalb einer hochhaushohen, eiförmigen Halle, in der sich Zeke Hersberger noch immer auf seiner Empore befand. Im Prinzip hatte er seine Schuldigkeit getan – der uralte Organismus, der vor einigen Wochen Besitz von ihm ergriffen hatte, hatte den Erdenbürger dazu gebracht Kontakt mit dem schwarzen Ungetüm aufzunehmen und dadurch mit einem interessanten Fang im Schlepptau hierher zu gelangen. Sein letzter Teilauftrag war die Einleitung des Erweckungsprozesses gewesen. Nun war er sozusagen „arbeitslos“. Ein ungewohnter Zustand nach all den zielstrebigen Aufgaben der letzten Tage und Wochen. Als er gänzlich unausgelastet und gelangweilt an der Brüstung ausharrte, flackerten deshalb kurz wieder ein paar Anteile des alten Terraners Zeke in seinem gekaperten Gehirn auf und ließen ihn staunend in die Tiefe der gewölbten Kammer schauen, wo sich inzwischen allerhand tat: „Leck fett, da herrscht ja ein reger Flugverkehr!“

An etlichen der hexagonalen Deckel, die die gesamte Wandoberfläche der Kaverne bedeckten, war ein orangenes Licht aufgeflammt. Kurz nachdem solch eine Kontrolllampe zu leuchten begonnen hatte, waberte eine weißliche, halbtransparente Gestalt durch die weiterhin verschlossene Deckelplatte ihrer Wabe. Oft verhielten sich diese Lichtgestalten erst abwartend und bewegten sich zögerlich, als ob sie sich erst tastend in ihre Umgebung vorwagten. Doch dann wurden sie verwegener und begannen schwebend durch den zentralen Luftraum zu kapriolen! Ein gutes Dutzend dieser menschengroßen Glühwürmchen flimmerte munter durch die eiförmige Aushöhlung. Nach einer Weile verschwanden die spukhaften Luftikusse schließlich in sämtliche Himmelsrichtungen. Dabei schwebten sie einfach durch massive Wände hindurch davon.

Alle paar Minuten waberten neue Schemen aus den wabenförmigen Zellen. Substanzlose und äußerst bewegliche Avatare, mit denen die eigentlichen Wesen, die nach wie vor in den Zellen schlummerten, gefahrlos die Lage sondieren konnten. Sie schliefen jetzt nicht mehr, aber waren auch noch nicht ganz wach – sie träumten nun. Die immateriellen Avatare waren in den Träumen ihre Augen. Erste zögerliche Beobachter nach Millionen von Jahren. In ihren Waben ahnten die dort Liegenden allmählich, was geschehen war. Was es bedeutete „geweckt“ worden zu sein. Weil sie es einst so „verfügt“ hatten, in solch einem Fall aufgeweckt zu werden!

Tag 5 in der „Leviathan“

Der Erkundungstrupp hatte am Vortag zügig Strecke gemacht und war nun nach einem Geflecht eher enger Gänge und kleinerer Kammern wieder in einen Teil des Alien-Schiffs gelangt, in dem es größere Räumlichkeiten und Strukturen gab. Da man sich von hinten nach vorne voran gearbeitet hatte, näherte man sich nun dem Bug des Giganten. Ob sich hier irgendwo die Kommandozentrale befand? Niemand hatte eine Idee, wie das verwirrend angeordnete Raumschiff eigentlich aufgebaut war…

Nachts war den Wachhabenden abermals ein Schrecken durch die Glieder gefahren, als erneut ein „Geist“ erschienen war. Als sich dieser aber vollkommen friedfertig verhielt und nach kurzem Hin- und Herwabern blitzschnell verschwand, hatte sich die Nachtwache dagegen entschieden, die anderen Teamkameraden aus dem Schlaf zu reißen. Man hätte sonst auch allerhand zu tun gehabt, denn nach wenigen Minuten erschien bereits der nächste Geist, dem gleich ein Doppelpack weiterer Lichtgestalten folgte! Die Schemen tauchten auf, näherten sich der Gruppe vorsichtig und verschwanden dann wieder. Zwar unheimlich aber vorerst ungefährlich.

Die Geister der Nacht waren dann beim gemeinsamen Teamfrühstück am Morgen des fünften Tages in der „Leviathan“ auch das Hauptthema. Zumal sich auch zu dieser Uhrzeit mehrfach Anschauungsmaterial einfand. „Unheimlich, nicht?“, befand Professor Anders Lundquist, als er beherzt in sein mit synthetischem Ziegenkäse belegtes Brötchen biss.

„Immerhin stellen sie momentan keine Gefahr dar – aber wir bleiben auf der Hut und behalten sie stets im Blick!“, antwortete Colonel Cusmano.

Auch nach dem Frühstück und ihrem Aufbruch, wurden sie von den Geistern begleitet – stets schwebten zwei oder drei von ihnen in Sichtweit vor oder hinter der Gruppe, bevor sie wieder verschwanden und von anderen abgelöst wurden.

„Ich frage mich zunehmend, wer hier eigentlich wen erforscht“, kommentierte die wissenschaftliche Expeditionsleiterin die Lage, „wir die, oder die womöglich uns?“

Die ständig sinkende Moral an Bord der „U.E.S.S. Pirmasens“ hatte den Kommandanten zum Handeln veranlasst. Zunächst hielt er gegen Mittag eine sehr ausführliche Ansprache an die Mannschaft, bei der er ungewöhnlich offen einräumte, dass man etliche der genaueren Umstände ihrer momentanen Lage nicht näher einschätzen konnte. Dieser Teil der Ansprache brachte die Mannschaft des Sternenkreuzers vor den Großbildschirmen der Aufenthaltsräume und den Wanddisplays der Crewkabinen derartig in entrüstete Wallung, dass etliche leider dem zweiten Teil der Kapitänsrede nicht mehr aufmerksam folgten, in dem Erno Santorius zu versichern versuchte, dass sämtliche Experten fieberhaft an einer Problemlösung arbeiteten und die Lage weitestgehend unter Kontrolle sei. 0142 Cody PredigtÜberall wurde gemurrt und geflucht. Verschwörerisch wurden die Köpfe zusammengesteckt und das Publikum eines im Arboretum offen predigenden Cody O’Brallaghan überschritt erstmals die Zahl von hundert aufgepeitschten und begeistert applaudierenden Zuhörern!

Am Nachmittag tagte auf der Brücke ein Krisenstab – ergebnislos. Auch die übernächtigten Informatiker der Task Force „Rapid Resurection“ hatten außer etlichen leergefutterten Pizzakartons (die „Food-Dispenser“ druckten aus Tradition Pizzen samt flacher Pappschachtel aus) noch keine Ergebnisse produziert. Der infiltrierte Hauptquantenrechner des Schlachtschiffs schlug ihnen stets ein Schnippchen.

Kurz vor Dienstschluss nahm der Kapitän dann noch Hayden Findley und die Polizeichefin Lydia Riedl ins Gebet und servierte ihnen einen Vorschlag, der den beiden Damen gar nicht schmeckte. Zumal es dabei auch noch um etwas dermaßen Irrationales wie „Weihnachten“ ging.

In den dunklen Hallen und Winkeln der „Leviathan“ waren die „Geister“ im Laufe des Tages zu solch einem vertrauten Begleiter des Erkundungsteams geworden, wie bei einem Wandertag auf der guten alten Erde die Wolken am Himmel. Gegen Abend nahm der Spuk allerdings deutlich ab. Was auch immer das bedeuten mochte. „Vielleicht haben sie mittlerweile einfach genug gesehen“, mutmaßte Sergeant  Wakayoshi Tomokazu und griff beherzt zu einem Selbstaufbrühpack Ramen-Nudeln, seinem bevorzugten und gewohnten Abendessen.

Sie hatten durchaus genug gesehen.

Reglos stand Zeke Hersberger weiterhin auf seinem erhabenen Logenplatz. Wie ein Roboter auf Standby. Der menschliche Restverstand in seinem Hirn ließ ihn aber neugierig in die Halle äugen, denn dort tat sich abermals etwas Neues: Nachdem etliche ausgeschwärmte Avatare zu den zugehörigen Träumern zurückgekehrt waren, wechselten einige Kontrollleuchten an den Wabendeckeln nun ihre Farbe von orange nach grün. In diesem Fall war quer durch die eiförmige Riesenhalle ein deutliches Zischen zu hören, das von der jeweiligen Wabe ausging. Schwarze, zähe Flüssigkeit rann unter den schweren Abdeckungsplatten hervor und tropfte in langen Fäden in die Tiefe.

Ein kleiner Teil von Hersberger war nun wieder er selbst und schaute gespannt nach unten in den Abgrund, als sich von dort aus der Dunkelheit eine schwebende Plattform lautlos näherte, ein anderer Teil – der weitaus größere – war aber nach wie vor unter der Kontrolle des künstlichen Parasiten, der nun weiterhin gewissenhaft abwartend den Erweckungsprozess seiner Erschaffer überwachte. Als die Plattform vor einer der Waben zum Stillstand gekommen war, sprang mit einem lauten Entriegelungsgeräusch der Deckel des entsprechenden Wandfaches auf. Eine kleine Welle der hochviskösen Konservierungsflüssigkeit lief heraus – begleitet von dickem, öligem Nebel, der gemeinsam mit der pechschwarzen Brühe rasch in der Tiefe verschwand. Surrend führ nun eine Art Bahre aus der Wabe heraus, auf der eine Gestalt lag. Eine ausgeklügelte Mechanik stellte die Bahre hochkant, so dass die Gestalt nun aufrecht mit den Füßen auf der schwebenden Platte stand. Als sie ihre Augen öffnete, durchstach ein grünes Strahlen den Raum! Gleichzeitig gaben Entriegelungen an der Bahre die zuvor fixierten Arme und Beine des Wesens frei.

Der schaurig-fremdartige Anblick des Aufwachenden auf der Plattform war zu viel für Zeke Hersberger – sein Körper löste einen Adrenalinschub aus, der den parasitären Biomechanismus in seinem Hirn dazu veranlasste, nun wieder die vollständige Kontrolle über den gekaperten Wirtskörper zu übernehmen. Jetzt wieder vollständig furchtlos, starrte der übernommene Terraner zum ersten Erwachten herüber – als die schwebende Plattform mit diesem zu einem Ausgang in der Nähe der Hallendecke flog. Von dort oben aus kehrte sie die ganze Nacht über immer wieder zu weiteren Wabendeckeln zurück, die sich nun im Minutentakt öffneten.

Tag 6 in der „Leviathan“

Die relative Niedergeschlagenheit von Benjamin Freitag war Hayden Findley nicht verborgen geblieben – sie hatte den gebürtigen Ur-Pirmasenser deshalb über die Feiertage nicht zum Dienst eingeteilt. Außerdem hielt die Erste Offizierin ihn seit gestern auch noch für einen weiteren potentiellen Meuterer. Eins von mittlerweile mindestens zwei- oder dreihundert wandelnden Risiken. Deshalb war sie auch nach wie vor skeptisch, was die Idee des Kapitäns anging.

Das „wandelnde Risiko“ Benjamin hatte am heutigen Heiligabend aber nur ein begrenztes Interesse an bordeigener Oppositionspolitik und mied den inzwischen üblichen Menschenauflauf im Arboretum. Ben kaute griesgrämig auf einem Spekulatius herum den er sich nach dem Frühstück ausgedruckt hatte. Er saß in seiner kleinen Kabine auf der Bettkante und spielte, nachdem er den trockenen Gewürzkeks bewältigt hatte, ein traurig verlangsamtes Medley von Weihnachtsmelodien, an die er sich noch erinnern konnte. Spot lag zu seinen Füßen im Körbchen.

Plötzlich klopfte es recht energisch an der Tür. Wer mochte das sein? Benjamin hatte eigentlich keine Lust auf irgendwelche Störenfriede, legte aber dennoch das Musikinstrument zur Seite und betätigte den Türöffner. Zischend gab die Kabinentür den Blick auf den Gang frei… Ihn traf beinahe der Schlag!

0126 Eena„Fröhliche Weihnachten, Ben!“

 

Es war Eena! Sie stand dort. In ihrem weinroten Paillettenkleid. Leibhaftig mit Haut und Haar – ja, sie hatte tatsächlich wieder Haare auf ihrem Kopf! Benjamin hatte es die Sprache verschlagen…

„Was ist denn, freust du dich gar nicht?“

Ben stotterte eine verdatterte Begrüßung und rannte dann auf seine langvermisste Gefährtin zu. Direkt im Türdurchgang trafen sie aufeinander und fielen sich in die Arme. Als sie sich nach einer kleinen Ewigkeit aus der gegenseitigen Umklammerung lösten, hatten beide Tränen in den Augen.

„Wieso bist du auf freiem Fuß? Bist du etwa aus der Arrestzelle ausgebrochen?“

„Nö. Euer Obermacker gefällt sich wohl in der Rolle als Weihnachtsmann, der ungeahnte Geschenke macht – ich bin allerdings auch nicht wirklich auf freiem Fuß…“, sagte Eena und deutete auf ihren rechten Unterschenkel. Dort prangte unübersehbar eine elektronische Fußfessel. „Damit kann ich mich zwar in weiten Teilen des Schiffes uneingeschränkt bewegen, aber spezielle Bereiche wie Technik- und Frachträume, den Labortrakt oder die Kommandobrücke kann ich damit nicht betreten. Entweder bleibt dann die entsprechende Tür für mich verschlossen, oder es wird sofort Alarm ausgelöst, wenn ich dennoch in diese Zonen gelangen sollte.“

„Hauptsache, wir können uns jetzt endlich wieder sehen – alles andere ist zweitrangig.“ Ben strahlte vor Begeisterung wie ein Fünfjähriger, der gerade das Playmobil-Piratenschiff unterm Christbaum entdeckt hat.

Eena erklärte ihm noch, dass sie wegen des Verdachtes auf schwere Piraterie, auf schwere Sachbeschädigung und auf Mord in mehr als tausend Fällen nach wie vor den Status einer Untersuchungshaftgefangenen der „United Earth“ besäße und auch leider weiterhin damit zu rechnen sei, dass sie bei der nächsten Landung auf der Erde oder sonstigem terranischen Gebiet umgehend den Strafverfolgungsbehörden überstellt wird. „Aber immerhin kann ich mir bis dahin jetzt wieder ein bisschen die Beine vertreten. Diese Riedl-Bitch hat gezittert vor runtergewürgtem Zorn, als sie mich aus der Zelle lassen musste, das hättest du sehen sollen!“ Captain Erno Santorius war schließlich sogar so generös gewesen, der Freigängerin ihren konfiszierten Privatbesitz, etwa das rote Cocktailkleid, aushändigen zu lassen und ihr noch ein Follikularbooster-Haarwuchstonikum zu schenken, das auf fast magische Weise aus ihrer Sträflingsglatze binnen neunzig Minuten wieder eine vorzeigbare Kurzhaarfrisur sprießen ließ… Schick sah sie damit aus, fand Ben.

Die Weihnachtsüberraschung des Kapitäns war also geglückt – ob sie auch wie geplant ein geeignetes Mittel zur Hebung der gesamten Mannschaftsmoral an Bord war, müsste sich nun erst noch erweisen. Immerhin eilte das Gerücht von Eena Broussards Freilassung wie ein Lauffeuer durch den gesamten Sternenkreuzer und lenkte die Leute kurzfristig von ihren schweren Gedanken ab – die meisten freuten sich inständig für Benjamin Freitag. Aber es gab auch einige Neider. Und etliche Crewmitglieder, die sofort die propagandistische Ablenkungsaktion erkannten, um die es sich letztendlich auch handelte.

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(eine Episodenliste mit direkten Links zu allen bisher auf meinem Blog veröffentlichten „Sternenkreuzer Pirmasens“-Kapiteln sowie ein liebevoll illustriertes Glossar zur Erklärung der Fachbegriffe und als Personen-Übersicht findet Ihr unter diesem Link)

 

4 Gedanken zu “STERNENKREUZER PIRMASENS – Kapitel XXV

  1. Das mit den Avataren ist eine echt originelle Idee. Und deren „Herrchen/Frauchen“ werden sicherlich auch nur für reichlich Spannung sorgen, sobald sie alle aufgewacht sind.

    Das ist wirklich ein XXL-Kapitel. Da hättest du locker 3 „reguläre“ draus machen können. 😉

    Auf jeden Fall schön, dass es wieder weitergeht an dieser Front!

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