Null Eleganz, aber Hauptsache „woke“!

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Wenn aus Kerlen Kinder werden…

0431 Herrenmode

Betrachtet mal in einem alten Fotoalbum eine Straßenszene – oder schaut einen alten Film. Und dann schaut Euch mal in Euren aktuellen Innenstädten um. Was sieht man? Kinder. Kinder aller Altersklassen (mit denen niemand spielen will) – 20jährige Kinder, 30jährige Kinder, 50jährige Kinder… Und nirgends Kerle. Es lebe die infantile Gesellschaft!

14 Gedanken zu “Null Eleganz, aber Hauptsache „woke“!

  1. Ja, jetzt kommen die Weichgespülten. Und man sehe sich mal die grünen Weiber an. Annalena Bearbock und Katharina Schulze, das ist unsere Zukunft. Die Infantilen sind jetzt am Zuge.

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  2. Ja, ist leider wahr. Erst kürzlich habe ich in einer anderen Diskussion, in der es um Emmanzipation ging, anklingen lassen, dass ich sehr für Gleichberechtigung bin, aber Gleichberechtigung nicht gleichbedeutend mit gleich oder Gleichmacherei ist. (Kriege ich jetzt einen Preis dafür, dass ich 5mal das Wort gleich in einem einzigen (Neben)Satz erwähnt habe? :D)

    Jedenfalls soll ein Mann ein Mann und eine Frau eine Frau bleiben dürfen. Auch im äußeren Erscheinungsbild.

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    • Geschlechter sind nur ein soziales Konstrukt. Deswegen musst du Gendersternchen malen. Wir sind alle geschlechtslos, ein Es. Und wir sind alle woke, haben alle die gleichen Ansichten und sehen alle gleich aus.

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    • Also ich habe noch nicht mitbekommen, dass jemand daran gehindert wird, die Geschlechterrolle auszuleben, die ihm / ihr bei der Geburt zugeschrieben wurde. Und für alle anderen freue ich mich, dass es ein kleines bisschen leichter geworden ist, ein vorgegebenes Korsett abzulegen. Den damit verbundenen Leidensdruck sollte man echt nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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      • Ich glaube, da reden wir gerade völlig aneinander vorbei. 🙂 Mein Kommentar war absolut nicht auf Transgenders bezogen, sondern eher darauf, dass ich dafür bin, dass die Unterschiede zwuschen den Geschlechtern respektiert werden, weil dies auch per se etwas Gutes und nicht etwas Schlechtes ist. Ich hab schon oft den Eindruck, dass Frauen sich darüber definieren, ihren Mann stehen zu können. Im Berufsleben ist das besonders krass ausgeprägt. Aber Stärke definiert sich meiner Meinung nicht darüber, als Frau wie ein Mann aufzutreten. Umgekehrt genauso wenig. An Männer wird heutzutage oft der Anspruch gestellt, von vielen Frauen verpönte typische männliche Eigenschaften abzulegen und sich stattdessen empathisch und verständnisvoll durch weibliche Gefühlswelten lavieren und ja nicht den Macho raushängen zu lassen. Ich finde schon, dass da mittlerweile ein unschöner Einheitsbrei draus wird. Und insgeheim lesen und schauen dann gerade die Frauen, die ihren Partner zum folgsamen Äffchen dressiert haben, BDSM-Zeug und Badboy-Scheiße. Ist dir das noch nicht aufgefallen? Dass Phantasie und gelebte Realität da immer mehr auseinanderdriften? Ich weiß, dass du sehr karrerieorientiert bist und wir deshalb wahrscheinlich auch unterschiedliche Auffassungen vertreten. Stichwort „Milchabpumpen“ in der Arbeit z.B. Sorry, da kann ich überhaupt nicht mitgehen. Am besten fließt die Milch mit dem Baby an der Brust. Oxytocin, das Kuschelhormon, ist dafür verantwortlich. Und das wird nicht umsonst so genannt. Warum muss ich auf Teufel komm raus schon währen der Stillzeit wieder zurück ins Büro? Wenn finanziell keine Not besteht? Weil ich Angst habe, dass sonst meine Karriere den Bach runtergeht? Bitte verzeih mir meine direkten Worte, aber die hast du jetzt natürlich schon etwas provoziert. Normalerweise hätte ich mich da zurückgehalten. Ich wollte Kinder, weil ich sie mir von Herzen gewünscht habe und nicht weil auf einer Pro- und Kontraliste die Pros überwogen haben. Wie gesagt habe ich auch ein Vollstudium und eine sehr begehrte Weiterbildung und ich habe viele Jahre hart gearbeitet und hatte auch verantwortungsvolle Positionen inne. Aber ich wusste, dass Karriere und Familie zusammen zwar funktionieren kann, aber sicher nicht dad Beste für alle Beteiligten ist. Ich fühle mich aber dadurch jetzt nicht benachteiligt oder minderwertig, dass ich aus dem Hamsterrad ausgestiegen bin.

        Was den äußeren Look angeht, erkenne ich bei den Jugendlichen heutzutage (zumindest von hinten) tatsächlich häufig nicht mehr, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädel handelt. Schon oft Uniform, die Kleiderwahl.

        Aber jedem Tierchen sein Plaisierchen.😊

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        • Was den Unterschied zwischen Ausleben der eigenen Geschlechterrolle und sexuellen Fantasien angeht, mag es so einen Trend schon geben, wie du ihn beschreibst. Das geht halt vielleicht auf den ursprünglichen Trieb nach Aufrechterhaltung der Spezies zurück, aber wie gesagt, ich bin der Meinung, dass man den durchaus zeitweilig überwinden darf so wie viele andere Stadien in der Evolution der Menschheit auch. Und es spricht ja auch nichts dagegen, beide Seiten auszuleben, da sehe ich überhaupt kein Problem darin. Wir Menschen sind doch viel zu komplex für eine einzige Schablone! 🙂

          Deinem letzten Satz schließe ich mich an.
          Ansonsten wüsste ich nicht, warum ich mich von irgendwelchen vermeintlichen Normen fremdbestimmen lassen sollten. Diese Rollen sind nun einfach mal kulturell definiert. Und ja natürlich lassen sie sich auf gewisse biologische Mechanismen zurückführen, aber diese Mechanismen prägen uns ja nicht unser ganzes Leben lang, auch nicht jeden gleichermaßen und schon gar nicht in unserer heutigen Zivilisation, wo wir doch bisschen weit weg sind vom Mammutjäger und der Beerensammlerin 😉 Ich würde auch für mich persönlich nie die Formulierung verwenden „meinen Mann stehen zu wollen“ oder „wie ein Mann auftreten zu wollen“. Damit verbinde ich persönlich überhaupt nichts Positives, sondern nur Klischees wie Breitbeinigkeit und Dominanz. Aber dass ich selbst in der Lage sein möchte / bin, mich aufgrund meiner Kompetenzen zu etablieren und mit Freude und Erfüllung meinen Beruf auszuüben, hat doch nichts damit zu tun, ein Mann sein zu wollen? Ganz im Gegenteil finde ich, dass Klugheit, Intelligenz und Einsatzbereitschaft mindestens genauso gut als weiblich veranschlagt werden können, gerade wenn man vielleicht noch die Vokabel „Hingabe“ verwendet, die ja deutlich femininer konnotiert ist.

          Ich hab dich übrigens nicht absichtlich zu irgendwas provoziert, aber ich freu mich trotzdem über die Diskussion und antworte entsprechend auch auf der persönlichen Ebene 😉 Milchabpumpen auf der Arbeit stelle ich mir tatsächlich auch nicht so schön vor und vielleicht funktioniert das auch nur in der Theorie und die Praxis belehrt einen dann eines Besseren. Dennoch würde ich das für mich ernsthaft in Erwägung ziehen, einfach weil ich aufgrund meiner speziellen beruflichen Situation da nicht völlig zurückstecken könnte und möchte und das als Möglichkeit eines Mittelweges sehe, das Kind trotzdem gesundheitsförderlich zu versorgen.
          Es freut mich ja für dich, dass du deine persönliche Erfüllung in dieser Rolle so gefunden hast, das ist tatsächlich eine sehr schöne Vorstellung, die ich unbedingt wertschätzen kann. Und es freut mich sehr, dass du dich nicht benachteiligt fühlst. Minderwertigkeit wäre in meinen Augen auf gar keinen Fall angebracht.

          Nur darf man halt trotzdem nicht vergessen, dass so komplex wir Menschen auch sind (siehe oben), so unterschiedlich sind wir auch (Stichwort „Tierchen“). Vielleicht bist du einfach weniger egoistisch als ich, das kann sehr gut sein, vielleicht gibt mir aber meine Berufstätigkeit auch einfach „mehr“, als das bei dir der Fall war. Das lässt sich ja nicht in Ziffern messen und vergleichen und auch nicht an der Art der Qualifikation festmachen. Und dementsprechend beschäftige ich mich eben mit solchen Gedankenspielen. Aber nicht, weil ich „wie ein Mann sein will“ und auch nicht unbedingt aufgrund eines abstrakten Kriteriums wie „Karriere machen“. Für mich ist die intrinsische Motivation derzeit am wichtigsten und wenn die gelegentlich extrinsisch belohnt wird, schön, aber nicht der Ziel- und Angelpunkt meines Handelns.. Aber mir ist klar, dass unser aller Handeln und Verhalten selbst in umfangreichen Einträgen und Kommentaren in all seiner Vielschichtigkeit nicht immer hinlänglich dargestellt werden kann.

          Nichtsdestotrotz find ich den Austausch darüber anregend! 🙂

          Und Hyper freut sich bestimmt auch drüber, dass wir seinen Eintrag hier so hijacken 😀

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        • Danke für diese schöne und und differenzierte Antwort! Ich find’s super, dass du solchen Diskussionen gegenüber derart aufgeschlossen bist! In dieser Hinsicht sind du und ich uns wiederum ähnlich. Und gerade kontroverse Ansichten oder zumindest die Betrachtung und Würdigung unterschiedlicher Facetten eines solchen, so viel Zündstoff bietenden Themas machen einen solchen Meinungsaustausch ja auch erst spannend und bereichernd.

          Ja, absolut richtig. Der Mensch ist komplex und ich auch ich bin völlig gegen das Schablonendenken. Und es sind ja vor allem die Paradiesvögel, die aus der Norm ausbrechen und auf Konventionen scheißen, die unsere Welt bunter machen. Und ich halte auch nichts davon, Menschen zwanghaft in die ihnen von der Gesellschaft zugedachten Rollen zu pressen. Doch aktuell geht dieses vielleicht ursprünglich als positiv und fortschrittlich angedachte Anti-Gendern meines Erachtens wieder in eine extreme, ungesunde Richtung – eben schon im Sinne von Gleichmacherei. Ich hab das mit dem „Mann und Frau sein dürfen“ eher so gemeint, dass man da seiner ureigenen Natur folgen darf. Wenn das bedeutet, dass man sich beiden Geschlechtern zugehörig fühlt, ist das auch ok.

          Und bei den Transgenders ist es ja eher so, dass sie gerade ihre weiblichen oder männlichen Attribute (je nachdem) besonders betonen. Die sind weniger konform als viele andere.

          Der Ausdruck „seinen Mann stehen“ ist für mich auch total negativ konnotiert. Gleich, ob es sich dabei um einen Kerl oder eine Frau handelt.

          Und ich finde es auch wunderbar, dass du so in deinem Job aufgehst. Deinen Schülern kann das nur zum Vorteil gereichen.

          In München sind wir gestern an einem Bildschirm vorbeigelaufen, auf dem anhand eines Zeitstrahls u.a. solche Meilensteine wie das Frauenwahlrecht und die Zulassung von Frauen zu Hochschulen dargestellt wurden und da hab ich mich spontan gefragt, welche Persönlichkeiten die Etablierung dieser so wichtigen Rechte vorangetrieben haben. Sicher keine, die mit dem Strom geschwommen sind. Aber da klafft bei mir leider eine große Gedächtnis- oder Bildungslücke, die ich schleunigst zu füllen gedenke.

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        • ▪️Also, Ihr dürft meinen Eintrag liebend gerne für Eure Debatte hijacken – ich freue mich immer, wenn unter meinen Einträgen ordentlich was los ist… 🙂
          ▪️Ansonsten halte ich’s mit dem alten Fritz (solange dadurch nicht das Allgemeinwohl gefährdet wird, etwa durch terroristischen Fanatismus) soll „Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“ 😉 Nichts gegen Transgenderpeople, mir ging es eher darum, dass Herrenmode inzwischen oft wie Kindermode ausschaut (Damenmode teils auch – da fällt es mir jedoch nicht so stark auf, weil die traditionell eh bunter ist) – null seriös und null elegant. Ich kann solche Bürschchen irgendwie nicht ernst nehmen. Ich finde klassische Damen- und Herrenmode haben einen gewissen Kulturwert, der gerade verloren geht. So wie auch durch das sich inflationär ausbreitende Duzen! Aus respektvollem Umgang miteinander (auch zwischen den Geschlechtern) wird dadurch meiner Meinung nach ein Kindergarten-Einheitsbrei. Kleine Narzissten werfen sich intellektuell Bauklötzchen an die Köpfe. Dazu ewige Kindheit (keine Verantwortung übernehmen können und wollen, mit 40 noch Lego bauen statt Literaturklassiker lesen, „Jungs-“ bzw. „Mädchen-Gebaren“ bis ins Rentenalter) – ich muss über solche Gestalten lachen… 😂

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  3. Mmh…tatsächlich ist mir das noch gar nicht so arg aufgefallen. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich meist mit Scheuklappen auf den Straßen unterwegs bin 😉 Ich schaue mir die Menschen nicht so genau an, außer, sie haben etwas ganz Spezielles, was mir auffällt, wie z. B. diese „Mode“ der Hochwasserhosen ohne Socken 😆

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  4. Ich hatte gestern ähnliche Gedanken als ich ein Video der Platters anschaute, die Only you sangen. Allerdings lege ich selber kaum Wert auf Kleider und ich vertraue gut angezogenen Menschen weniger als Normalos (speziell im Bank-Geschäft und ähnlichem, wo ich mich selber nicht gut auskenne und weiss, dass es vor allem Blender gibt). Was mich extrem stört: Wenn Frauen ab 50 wie Teenies rumlaufen (übertrieben geschminkt, Plateau-Turnschuhe, Bauchfrei und solche Mätzchen), bei Männern stört mich Hoodie, Jeans, Turnschuhe gar nicht. Das sagt mir einfach, dass es sich um einen normalen Kerl handelt.
    Wenn sich jedoch jemand zum Ausgehen fein macht, das finde ich absolut toll. Es ist aber trotzdem nicht meins und ich möchte auch nicht wohin ausgeführt werden, wo ich das muss, um Einlass zu bekommen.

    Entgegen den anderen Frauen, die kommentiert haben, störe ich mich auch nicht an der Aussage: Seinen Mann stehen – egal für welches Geschlecht. Ich kann es auch nicht ab, wenn überall die männliche und weibliche Form gemeinsam verwendet wird. Es heisst ja auch nicht Menschen und Menschinnen oder Leute und Leutinnen – meine Fresse, das sind noch immer die Probleme???

    Grundsätzlich halte ich es jedoch wie die Meisten: Jeder wie er mag, hauptsache es geht ihm dabei gut – egal wer er ist oder sein möchte.

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  5. Mensch, hier ist ja was los (kommentarmäßig). Dabei ging’s ursprünglich nur um den Herrn mit Hut und das Bürschlein im xxx-Dress (weiß nicht, wie man den nennt).
    Also, ich finde, man soll jedem die Freiheit gewähren, so rumzulaufen wie er/sie will. Natürlich schmeckt das manchem Ästheten nicht; aber Vorschriften kann höchstens der „Hausherr“ machen (zum Beispiel, wie man sich beim Wiener Opernball zu kleiden hat), den gibt’s aber unter freiem Himmel nicht.
    Und auch inwieweit jemand (egal ob männlich oder weiblich) „seinen Mann stehen“ will, kann nur jeder für sich selbst entschieden.
    Im übrigen halte ich nichts davon, vermeintlichen Diskriminierungen aufgrund des (weiblichen) Geschlechts durch gesetzliche Quotenregelungen.zu begegnen.

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