Kack-Thema incl. beschissener Umfrage

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Kürzlich stieß ich im Internet auf eine Statistik zu den durchschnittlichen Stuhlgangzeiten der Deutschen (nein, das war nicht anlässlich des „Welttoilettentages“, der ist nämlich erst am 19. November) – ich meine mich zu erinnern, dass der Wert 8 Stunden pro Jahr betrug. Gemeint ist nicht die Zeit, die wir normalerweise pro Jahr im Bad zubringen und auch nicht die Zeit für „kleine Geschäfte“. Gemeint ist die Zeit für den big deal, also für’s „Große Geschäft“.

Mir kam das überaus kurz vor – nur 8 Stunden pro Jahr? Wie meine langjährigen Leser (einige haben mein alltägliches Treiben ja schon auf myTagebuch.de verfolgt) vermutlich bereits wissen, ist meine gesamte Verdauung komplett im Arsch: Fettstoffwechselstörung, Leberleiden, Reizdarmsyndrom, und noch ein paar üblere Sachen, die man gar nicht so genau schildern mag… 🥴 Meine spezifischen Verdauungsbesonderheiten bringen es mit sich, dass ich oft stundenlang auf der großen weißen Mokkatasse hocke. Ich mache es mir dort jeden Morgen gemütlich – nehme beide Telefone und mein Tablett mit und lese die Onlineausgaben diverser Zeitungen (lokal, überregional und international), konsultiere Nachrichtenportale (Mainstream-, Fach-, und alternative) und lese auch mal ein E-Book-Kapitel. Meistens trinke ich auf dem stillen Örtchen auch einen Becher Kaffee. Hier seht Ihr mein allmorgendliches „Reich“ – Klausurzelle, Echokammer und Save-Space in einem:

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Oftmals kommen mir hier auch ein paar ganz gute Ideen in den Sinn – noch mehr „Geistesblitze“ habe ich allerdings oftmals unter der Dusche – hier gerate ich regelmäßig in eine kontemplative bis meditative Stimmung, wenn mir das wohltemperierte Wasser über den Kopf rauscht. Ich vergesse dann Raum und Zeit und lasse den Geist schweifen… Philomena nutzt die Toilette oben im Badezimmer, ich halte meine Mammutsitzungen unten auf der Gästetoilette ab. Allerdings gehe ich danach immer oben ins Badezimmer duschen. Als überaus reinlicher Mensch pflege ich nämlich die Angewohnheit, nach jedem großen Geschäft gleich auch noch unter die Brause zu gehen – dem Klopapier allein traue ich nicht so ganz. Das ist mir nicht hygienisch genug. Am besten wäre für mich ein Badezimmer mit Bidet. Leider verfügt unser Haus „Zweieichen“ hier nicht über solch eine fabelhafte Einrichtung… ☹️ Hier seht Ihr das Bad in der oberen Etage, wo ich dann auch immer dusche und mich morgens [bzw. (vor)mittags] fertig mache:

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Zurück zur Kackzeiten-Statistik: 8 Stunden pro Jahr auf dem Scheißhaus also – Schläuche leeren, einen abseilen, usw.. Wie gesagt, mir kam das überaus kurz vor – zumindest im Vergleich zu meinen eigenen diesbezüglichen Bräuchen. Ich schnappte mir einen Taschenrechner und kam auf einen sensationellen Wert: Rund 22 komplette Tage verbringe ich pro Jahr auf dem Kackstuhl – ja ist’s denn zu fassen?! 😲 Tja. Insofern kamen mir die 8 Stunden pro Jahr recht knapp bemessen vor… Ich konsultierte also meine Hausgenossin und maß mit einer Stoppuhr eine simulierte Philomena-Klositzung, die ich dann aufs ganze Jahr hochrechnete – und war ähnlich schockiert, wie von meinem eigenen Jahreswert: Nur knappe 2 Stunden pro Jahr! Das nenne ich mal einen „Blitzschiss“ – Respekt! Ich brauche für meine Verrichtung also 264-mal länger, als meine Mitbewohnerin…

🚾🚽💩🧻

Angesichts dieser erstaunlichen persönlichen Unterschiede, will ich es jetzt wissen – wie lange braucht Ihr eigentlich dafür? Ich habe dazu wieder eine kleine Umfrage am Ende dieses Blogbeitrages vorbereitet. Am besten ermittelt Ihr, werte Leser, Eure persönliche „Jahresgesamtkackzeit“ wie folgt:

  • Zunächst müsst Ihr Euch überlegen, wie lange Ihr konkret für solch eine Verrichtung braucht. Versucht Euch einen Durchschnittswert vorzustellen… Nehmt nur die Sitzungszeit für das „große Geschäft“ (das „kleine“ zählt nicht, ebenso Zeiten für andere Verrichtungen im Badezimmer). Wenn ihr mehrmals am Tag geht, dann rechnet diese Zeiten zusammen – wenn Ihr nur alle zwei oder drei Tage geht, dann teilt Ihr den Wert entsprechend durch zwei oder drei.
  • Wenn Ihr nur Sekunden für Eure Sitzung brauchen solltet, dann teilt diesen Wert durch 60, um auf einen Minutenwert zu kommen. Ansonsten nehmt ihr gleich den Minutenwert (bei mehr als einer Stunde nehmt Ihr den Wert in Minuten).
  • Nehmt den Minutenwert mal 365, um auf die Jahresgesamtzeit in Minuten zu kommen.
  • Abschließend teilt Ihr diesen Wert dann durch 60, um auf die Stundenzahl pro Jahr zu kommen (sollten es mehr als 24 Stunden sein, dann teilt nochmals durch 24, um die Tage pro Jahr zu ermitteln, die Ihr auf dem WC verbringt).

Voilà! Jetzt seid Ihr bereit für meine beschissene Kack-Umfrage (auf deren Ergebnisse ich als krankhafter Endlosscheißer schon recht gespannt bin):

19 Gedanken zu “Kack-Thema incl. beschissener Umfrage

  1. Wenn ich das jetzt nur richtig gerechnet habe…
    Bei mir können auch kleine Geschäfte die Dauer von grossen erreichen – wenn ich Zeit und die richtige Lektüre dabei habe.

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  2. 22 Tage von 365 auf dem Pott ist wahrscheinlich Deutschland-Rekord. Ruf mal beim Guiness Buch an. Ich wasch mir nach dem kacken auch immer den Arsch. Die meisten Menschen sind unrein, haram.

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  3. Mein Männe und meine Tochter werfen mich regelmäßig vom Donnerbalken, wenn ich es mir zu gemütlich mache. Bei uns gibt es nur 1 Donnerbalken für 3 Menschen. In den USA ist es angeblich ein Zeichen für Armut, wenn im Haus die Zahl der Abtritte die Zahl der Bewohner deutlich unterschreitet😄Aber die wohnen halt so gut wie nie in Altbauten mit nachträglich eingebauten Sanitäranlagen. Tja. Also, wenn man mich lässt, komme ich auf 121 Stunden jährlich (da ich eben ab und an auch mal ein ruhiges Plätzchen brauche)😄

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  4. Als ich Deinen Eintrag das erste Mal gelesen hab, hab ich grad Joghurt gegessen… Also, ich kann das nur schlecht schätzen, wie lange ich im Durchschnitt brauche. Aber wir haben uns jetzt so ein Höckerchen bestellt. Damit solls besser gehen. Haben wir aus irgend so einem Youtube-Video. Tatsache ist aber, bis ich mir das Höckerchen hin geschoben habe, bin ich schon dreimal fertig.

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  5. Kannst Du mir bitte mal helfen, also mein Geschäft brauchst nicht für mich zu erledigen, aber beim Rechnen: Tgl 1 x ~ 3 Minuten.
    Irgendwas hatte ich früher auch mal für die Schüssel, aber das meiste wie ein Eimer oder Wäschekorb ist zu hoch. Weiß nicht, wo das geblieben ist, kann ich aber durchgehend empfehlen. Ah – der olivgrüne Kinderschemel zum Waschen am Becken oder wenn die Knaben im Stehen pinkeln sollen (war bei uns out).

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  6. Auch wenn man die einzelnen Kack-Zeiten korrekt misst und anschließend richtig rechnet, dürfte so eine Statistik extrem ungenau sein, weil das Scheiß-Verhalten sicherlich nicht immer gleichmäßig verläuft. Aber sowohl die acht Stunden als auch die zweiundzwanzig Tage kommen mir sehr extrem vor.
    Der Durchschnitt schaut eher so aus:
    https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.welttoilettentag-wie-viel-zeit-verbringt-ein-deutscher-im-leben-auf-dem-klo.4163005c-113d-4097-8ed4-a50c059cc1e9.html

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