Müsst Ihr am Essen sparen?

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Ich muss seit etlichen Tagen zu einer für mich unchristlichen Uhrzeit (zu der Ihr in Euren Büro-Boxen Eure Rechner hochfahren dürftet) aus den Federn – unsere Griechische Landschildkröte will nämlich „versorgt“ (und bei diesen Temperaturen auch nicht in ihrem Nachtquartier eingesperrt geröstet) werden. Die morgendliche Krötenpflege fällt normalerweise in Philomenas Zuständigkeitsbereich. Aber sie ist zurzeit bekanntlich verreist.

Dem Umstand des frühen Aufstehens geschuldet, könnte ich natürlich meine Zubettgehzeiten entsprechend anpassen. Aber das kriege ich irgendwie nicht hin. Aus einer Eule macht man keine Lerche. Ich spekuliere eher darauf, dass ich die Panzereptilien-Betreuung morgens irgendwie im Halbschlaf runterreißen kann und mich dann nochmal für ein bis zwei Stunden hinlegen und weiterschlafen. Doch auch das funktioniert momentan nicht so richtig, weil ich mich beim Betreten des Gartens immer gleich furchtbar über die dort randalierenden Hühner aufregen und diese dann verjagen muss! Danach schlafe ich dann nicht mehr so leicht ein…

Dummerweise konnte ich von den Nachbarn noch keinen erreichen. Sie gehören leider zu jenem Menschenschlag, der Telefonanrufe und Türklingeln (bei ihnen kommt man ohne weiteres übrigens gar nicht erst bis zur eigentlichen Haustür – die Schelle befindet sich an einem Tor vor der Grundstückszufahrt) geflissentlich ignoriert – notfalls auch über längere Zeiträume. Wenn eines der Kinder daheim ist (drei davon schon volljährig), dann reagieren diese nicht einmal auf Zuruf. Gerade die Jungs sind absolute „Stoffelköppe“ (wie man hier dazu sagt), die niemals freiwillig zurückgrüßen würden. Eigentlich sind nur der Familienvater und die älteste Tochter zu normaler zwischenmenschlicher Kommunikation fähig. Notfalls werde ich wohl einen Brief abfassen müssen – der könnte dann angesichts meines aufgestauten Zornes aber womöglich die Wörter „Anwalt“, „Rechtsweg“ und „Schadensersatz“ beinhalten und sich neben der Geflügelrandale auch auf die immer noch nicht entfernten Raupennester beziehen; dann kämen noch die Worte „Nutzungsausfall“, „Körperverletzung durch Unterlassung“ und „asoziales Aussitzen“ hinzu… 😠

Entomophagie für Fortgeschrittene

Immerhin war das Frühstück recht ansprechend – ich konnte sogar die mir gestern beim Großen Insektenessen vergleichsweise am wenigsten mundenden „Buffalowürmer“ einer sinnvollen Verwendung zuführen: Auf einem frisch aufgebackenem Dinkelbrötchen schmeckten die chiligewürzten Insektenlarven, in Thunfischcreme eingebettet und mit frischem Rucola (sagt eigentlich irgendwer den deutschen Namen „Garten-Senfrauke“ dazu?) ergänzt, ganz vorzüglich…

Apropos Fressen, Happa-Happa und mampf your Pampf: Beim heutigen Homebanking machte ich nebenbei mal eine kleine Ausgabenaufstellung über die vergangenen Lebensmitteleinkäufe – weil mir in den letzten Wochen mal wieder das Geld zwischen den Fingern zu zerrinnen scheint. Wohin verschwinden eigentlich die ganzen Penunzen? 🤔 Private Lebensmitteleinkäufe hatte ich schon seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr detailliert aufgeschrieben und am Monatsende als eigene Kategorie abgerechnet. Deshalb war ich schon ein klein wenig verblüfft, als ich binnen der vergangenen 30 Tage zusammenaddiert auf über 720 Euro für diesen Posten kam. Zumal Philomena schon seit zehn Tagen nicht mitisst und innerhalb der vier zurücklegenden Wochen auch mindestens einen unserer Supermarkteinkäufe selber bezahlt haben dürfte. Sie isst auch insgesamt weniger, als ich. Fresse ich also pro Kopf für ca. 400 bis 500 Euro pro Monat (aushäusiges Essen gehen – was bei mir aber eher selten vorkommt – noch gar nicht mitgerechnet)? Ich glaube ich sollte diesen Kostenfaktor mal im Auge behalten und eventuell ein bisschen „am Essen sparen“

Wieviel gebt Ihr eigentlich pro Kopf und Monat für Lebensmitteleinkäufe (inklusive Getränke, aber ohne aushäusiges Essen gehen) aus? Ich habe dazu eine kleine Umfrage für meine Leser vorbereitet (wenn Ihr den Betrag nicht genau wissen solltet, könnt Ihr ihn auch einfach schätzen):

 

Hypermentale Grüße und guten Appetit!

38 Gedanken zu “Müsst Ihr am Essen sparen?

  1. Ich weiß es absolut nicht, wie viel wir fürs Essen ausgeben. Ne zeitlang hab ich mal so eine Haushaltsbuch-App geführt, aber die Ergebnisse nie kontrolliert. Hab grad mal geguckt, war arg schwankend. Aber so viel wie Du hab ich nicht ausgegeben.

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  2. Nachbarn können sowas von die Pest sein.

    Rauke hört man immer mal für Rucola, wohl jedoch eher in D als bei uns.
    Zu den Insekten habe ich gestern noch vergessen zu sagen: Wenn man vor lauter Gewürz und Beigaben nicht mehr merkt, was man isst, finde ich das ja nicht ganz echt *GG*
    Nicht auf dich bezogen, du testest ja nur. Wir diskutieren das hier immer mal wieder, da ich auch Tofu und so Zeug mag, weil Essen mir nicht viel bedeutet, ich muss es einfach ohne Würgen essen können und je weniger es nach was schmeckt, umso einfacher läuft das und mein Mann vertritt obige Meinung im Bezug auf Tofu und vieles andere, was in Ketchup oder Gewürz oder Sauce „versteckt“ wird.

    Da der Mann grad neben mir sitzt, konnte ich in fragen. Er sagt, wir brauchen über 1000 Franken für das Essen – natürlich kostet alles mindestens das Doppelte wie bei euch *narf* Wir mussten uns auch schon deutlich mehr einschränken, dann fahren wir nach D, das rentiert sich trotz der Autokosten noch deutlich. Ab und zu fahren wir immer noch nach D, weil die Auswahl einfach viel grösser ist.
    Als ich noch alleine wohnte, habe ich so um 600 Franken gebraucht, ass jedoch vorwiegend Convenience Food, weil ich weder kochen kann, noch will – Backofen und Mikrowelle oder kalt hat meinen Vorzug.

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    • Als BSP:
      6 Flaschen Cola PET 1.5 Liter kosten sowohl bei Migros als auch Coop 12 Franken.
      Davon kaufen wir immer rauhe Mengen, wenn es zum halben Preis ist, regulär nur in Notfällen.

      Es gäbe noch Denner, Aldi, Lidl etc., doch da gehen wir nie hin, da kaufen die Ausländer /lakonischgrinse

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  3. Einschränken im Sinne von nicht jeder Einkauf bei BASIC ist „drin“ bzw sinnvoll.
    Aber Fleisch und Gemüse wird immer frisch geholt; sprich beim Metzger etc.
    Wie viel Geld es monatlich ist, kann ich allerdings nicht sagen.

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  4. Ich weiß es auch nicht genau, wieviel Geld ich fürs Essen ausgebe. Um eine ungefähre Summe zu nennen, müsste ich Supermarkt-Einkäufe, das Brötchen morgens vor der Arbeit, das Kantinenessen und andere Dinge mal zusammenrechnen.

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  5. Das schöne an deinen Umfragen ist a) dass ich Dank Dir jetzt weiß wie es geht, Danke noch einmal b) ich bei Dir immer zu den „Gewinnern“ also zum Mainstream gehöre und c) ich heute erfahre dass es so verdammt scheiße reiche gibt die die Vermögenssteuer verdient haben 😉

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  6. Am meisten gebe ich für aushäusiges Essen aus. Pro Essen zwischen 10 und 15 Euro, je nachdem, wo ich hingehe. Und das an fünf Wochentagen. Und dann kommen für Zuhause noch Getränke dazu (gerade jetzt, wo es so heiß ist) und Brot und Käse und Aufschnitt, und Nudeln und Dosen und Kaffee und Marmelade. Schokolade und Pralinen nicht zu vergessen. Da können im Monat schon so an die 400 Euro zusammenkommen.
    Zum Vergleich: vor 12 Jahren – als ich noch weit von der Rnete entfernt war – betrugen meine monatlichen Essensausgaben unter 100 Euro. Da hatte ich nicht weniger gegessen, aber NUR zu Hause (den Luxus eines Restaurant-Services hatte ich mir damals nicht geleistet. Anders gesagt: das Geld geht nicht für Lebensmittel drauf, sondern eher dafür, dass ich „bedient“ werde)

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        • Nicht nur Essen gehen. Zeitschriften und Bücher kosten mind. den doppelten Euro-Betrag in CHF. Kleider ebenfalls. Das alles weiss ich nur, weil der Euro-Preis ebenfalls auf diesen Produkten steht. Bei Lebensmitteln etc. weiss ich es natürlich vom Einkaufen in D. Sogar CH-Produkte sind in D günstiger als hier (Ragusa, Meridol etc.). Was mich an all dem jedoch wirklich richtig ärgert: Unsere Verkäuferinnen (Friseusen etc.) haben wahrlich keine leichten Jobs (Kundenkontakt ist extrem kräftezehrend) und verdienen kaum genug, um ihre Fixkosten zu decken.

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  7. Auf eine Einzelperson gerechnet würde ich sagen um die 100 EUR + 80 EUR Auswärts essen.
    Ich weiss beim besten Willen nicht, wie man 500 EUR für Lebensmittel ausgeben kann.
    Ich bin aber auch kein Fleischfan und Gemüse kommt oft aus dem Garten. Ach, und Frühstúcksbuffett und Nachmittagssnacks stellt der Arbeitgeber, das macht wohl auch was aus.

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  8. Beschämend, aber weiß ich nicht. Spare noch nicht, bevorzuge Pseudo-Bio, da kein Naturkostladen für mich erreichbar. Kann „draußen“ gar nix mehr essen, somit gleicht sich das schon irgendwie aus. Am meisten geb ich aus für Nüsse sowie Cranberries vom Aldi. Ich trinke ausschließlich gefiltertes Leitungswasser. Glaub, das war’s.

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  9. Nun, 700 Euro werden es wohl sein. Da jedes Fitzelchen gekauft werden muss, kommt schon was zusammen. Ich weigere mich (solange es finanziell geht), billiges Chemiebrot zu kaufen, wo allein schon der Grundstoff Mehl zu Tode optimiert wird, um einen viertel Cent mehr pro Kilogramm zu verdienen. Ebenso bei Kaffee, dieses saure, extrem kurzgeröstete Zeug macht nur Magenprobleme. Tee: billige Sorten bestehen hauptsächlich aus Gnuss, sagt der Ostfriese. Oder Teestaub bzw. Fanning; kommt mir nicht in die Kanne. Fleisch selten, aber Bio. Gemüse kommt einmal die Woche per Kistenlieferdienst. Usw. usw. usw.

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    • Eure Ergebnisse faszinieren mich – ich hatte schon befürchtet, dass ich mit meinem Einkaufverhalten einen eher teuren Ernährungsstil pflege – nun sehe ich an den vorläufigen Umfrageergebnissen aber, dass ich fast noch im unteren Mittelfeld liege… 😄
      Tja, gute Ernährung ist halt ziemlich teuer!

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    • Ich weigere mich Bio zu kaufen, da ich aus verlässlicher Quelle weiss, dass auch normale Ware als Bio verkauft wird, wenn die Bio-Lieferanten nicht genug Ware für die Nachfrage liefern können. Ausserdem sehe ich nicht ein, warum ich für das, was die Norm sein sollte, mehr bezahlen soll, der Produzent jedoch genau gleich nicht auf einen grünen Ast kommt, wenn er nicht ein spezialisierter Industriebetrieb ist.

      Ich bin allerdings kein echter Massstab, da mir Essen nicht wirklich viel bedeutet.

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        • Nicht ärgern.

          Mir ist das egal, ich würde auch Papier essen, wenn es satt machen würde. Essen ist nur eine Lebenserhaltungsmassnahme. Mein Körper ist kein Tempel.

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        • Vielleicht deshalb Dein Autismus? Krank durch schlechtes Essen? Es gibt neue Studien (googeln!), dass Autismus/Depressionen/Schizophrenie unter anderem auch durch ein schwaches Immunsystem ausgelöst werden können, weil sich dann dauerhaft Prozesse im Gehirn verändern. Ein dauerhaft schwaches Immunsystem kann durch chronische Entzündungsprozesse bedingt sein, welche unter anderem im Darm durch dauerhaft schlechte bzw. falsche Ernährung hervorgerufen werden.
          Wenn ihr Müll fresst, müsst Ihr Euch auch nicht wundern, dass ihr immer schwach, un-fit und kränklich seid! Ich hätte übrigens lieber einen Tempel zum Körper, als eine Dauerbaustelle oder Ruine… 😉

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        • Autismus ist eine angeborene Mutation und alles andere ist Mumpitz. Dass es sich durch gewisses Verhalten verschlechtern kann, glaube ich auch. Da ich aber nicht allzu tief im Spektrum bin, ist mir das vorläufig wurscht. Ich habe auch nicht vor 100 Jahre alt zu werden und habe keine Angst vor dem Todsein, höchstens vor einem qualvollen Dahinserbeln.

          Es heisst ja auch, dass sich Sport auf die Seele auswirkt, mich macht es nur wütend, weil ich in der Zeit etwas machen könnte, was ich wirklich machen will und bewirkt somit genau nichts. So ist es leider bei vielem. Bei mir wirken weder Antidepressiva noch Benzodiazepine wie sie sollen. Das ist einfach so und der Arzt hat mir zu letzterem bestätigt, dass es wirklich Menschen gibt, die nicht auf die Medis reagieren.

          Dass sich der schlechte „gewartete“ Darm auf den Körper auswirkt, glaube ich auch. Allerdings habe ich in meinen besten Zeiten deutlich mehr Trash gegessen als jetzt. Ich muss wegen der Medis einen jährlichen Bluttest machen lassen und ausser der Schilddrüse (und das auch erst seit ca. 4 Jahren) sind immer alle Werte top (erstaunlicherweise).

          Ich will auch nicht jammern, es ist wie es ist und ich muss damit leben oder was ändern (wozu ich natürlich zu faul bin) und ich will nicht so enden wie die Trine im Büro und mit einem Hass-Gesicht durchs Leben laufen. Da geniesse ich lieber und bin dafür halt schneller weg. Ich lebe ja schon bald 20 Jahre länger als ich je gedacht hatte *lach*

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        • Oh und mein Körper ist keine Baustelle – nur meine Psyche – der ist einfach *GG*

          Ich verstehe jedoch, dass die meisten Menschen das völlig anders sehen und das ist für mich auch total ok. Müsste ich nicht dafür arbeiten, würde ich mir natürlich auch einen Bruce Lee-Körper in weiblich wünschen *kicher*

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        • Zumal es ja auch noch besonders streng überprüfte Bio-Qualitätssiegel wie „Demeter“ gibt… Oder ich kaufe dann gleich im Biohofladen meines Vertrauens, wo ich genau weiß, dass das auch aus echter „ökologischer Landwirtschaft“ stammt. 😉

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