STERNENKREUZER PIRMASENS – Kapitel XII

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Jetzt gibt’s zwar nicht das Wort zum Sonntag, aber voll eins auf die Zwölf: Und zwar das zwölfte Kapitel meiner galaktischen Fortsetzungsgeschichte „Sternenkreuzer Pirmasens“!

animated-newspaper-image-0032 Viel Spaß beim Schmökern!

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Kapitel XII – Liebe und eine Hiobsbotschaft

Seitdem er an seinem Vorder- und Hinterende jeweils ein einfaches Becherauge ausgebildet hatte, kam er deutlich besser voran. Nun konnte er sich im Schatten verborgen halten – gut für seine Überlebensaussichten an diesem ihm eventuell feindlich gesonnenen Ort. Wie eine Raupe bewegte er sich genau entlang der Ritze zwischen Boden- und Wandverkleidungsplatten fort. Innerlich ganz verwirrt von der Vielfalt der Gerüche, von denen etliche auf das reichliche Vorhandensein geeigneter Wirte schließen ließen. Er brauchte eindeutig Zugriff auf möglichst viel belebte Biomasse – am besten jene eines intelligenten Wesens. Dann würde er sein volles Programm abspulen können. Endlich nach etlichen Jahrmillionen! Zwei Schatten näherten sich rasch. Ein großer und ein kleiner. Instinktiv blieb er reglos liegen.

„Aus, Fuzzbutt, aus!“, rief Pavlína Dvořáková. „Pfui! Lass das dort liegen, das ist pfui!“ Ihr an eine olivgrün bepelzte Mischung aus Hund und Affe erinnerndes, außerirdisches Haustier schnüffelte an irgendeinem undefinierbaren blassgrau-wurmförmigen Objekt, das irgendwer vermutlich am Wandsockel abgestreift hatte. Vielleicht war der Schompad hier vorbeigegangen, dem fielen dauern irgendwelche Nahrungsabfälle aus den Mundwinkeln oder von seinem meistens unappetitlich bekleckertem Bordanzug. Die stellvertretende Wissenschaftsoffizierin zog ihren kleinen Begleiter fort und strebte mit ihm ins frühmorgendlich verwaiste Arboretum.

Sie hatte diese unchristliche Zeit fürs Gassi-Gehen ausgewählt, um Benjamin Freitag dort nicht begegnen zu müssen. Der ziegenbärtige Strahlemann nahm zum illegalen allmorgendlichen Hunde-Pinkel-Ausflug jetzt immer seine neue Flamme mit, diese Eena. Die beiden schienen seit ihrer Rettung vom Planeten „Pirmasens 98c“ unzertrennlich zu sein. Ständig schnäbelten sie wie zwei Siebzehnjährige in irgendwelchen Ecken des Sternenkreuzers herum. Monatelang hatte Ben Pavlína ziemlich vergeblich um irgendwelche Dates bekniet und nun schien sie auf einmal Luft für ihn zu sein!

„Pah!“, sagte sie in der Ruhe des bordeigenen Baumgartens so laut, dass das kleine Pelztier erschrocken zusammenzuckte und sie dann mit großen dunklen Augen anschaute. „Genau Fuzzbutt – soll er doch mit dieser Primitiven glücklich werden. Die drückt sich dermaßen unflätig aus… Wie ein alter Bierkutscher!“ Fuzzbutt zwinkerte – er wusste natürlich nicht, wie sich Bierkutscher ausdrücken, aber er sah immer aufmerksam hin, wenn Frauchen sprach; es könnte ja sein, dass sie ihm gleich ein Leckerli geben würde.

„Eigentlich ist es ja albern von mir. Als er wollte, wollte ich nicht und nun ist‘s halt umgekehrt. Kannste nichts machen…“ Sie wippte mit ihren Füßen, nachdem sie auf einer Bank am Rande des Arboretums Platz genommen hatte. Ob der Typ vielleicht polyamor war? „Schluss jetzt“, sagte sie kopfschüttelnd zu sich selbst und lehnte sich auf der Drahtgittersitzschale zurück. In der Sitzschale neben ihr hatte sich Fuzzbutt zusammengerollt. Sie kraulte ihn gedankenverloren. Um diese Uhrzeit war hier wirklich noch nichts los. Da der mächtige Sternenkreuzer schon wieder in einer Planetenumlaufbahn weilte – bei dieser Forschungsexpedition klapperten sie systematisch ein unbekanntes Planetensystem nach dem anderen ab und dieses hatte sich als besonders langweilig erwiesen – hörte man weder das sonore Dröhnen der Materie-Antimaterie-Triebwerk, noch das eher unangenehme Sirren des Alcubierre-Antriebs. Nur die Klimatisierung brummte und irgendwo hinter ihnen plätscherte leise das Bewässerungssystem des Arboretums…

Captain Santorius saß noch etwas schläfrig in seinem breiten Sessel auf der Brücke des Raumschiffs – die Monitore übertrugen ein paar graue Kugelausschnitte vor dunklem Hintergrund. Es handelte sich dabei um Ansichten des einzigen atmosphären- und leblosen Planeten, der in diesem System seine einsame Bahn um den zentralen Stern zog. Der Tiefenscann hatte ein paar reichhaltige Rohstoffvorkommen auf der Oberfläche offenbart. Allerdings nur solche Rohstoffe, die man für kleines Geld in jedem halbwegs organisierten Weltraumhafen einkaufen konnte… Zwischen den Monitoren und dem Kapitän dampfte eine große Tasse pechschwarzen Kaffees. Hinter der Batterie von Bildschirmen lief die Erste Offizierin geschäftig auf und ab und textete in einem fort. Der Kommandant fokussierte seine Aufmerksamkeit vom Kaffeedampf zu Hayden Findley, als er gewahr wurde, dass diese ihm eine Frage gestellt hatte: „Wie bitte?“

„Ich sagte, dass mir diese gerettete Schiffbrüchige seltsam vorkommt – finden sie nicht auch, Captain?“

„Na – keine Ahnung. Bisschen verlottert vielleicht. Saß wohl zu lange dort auf dieser einsamen Welt fest…“

„Sie beäugt mir hier an Bord alles ein bisschen zu intensiv – eindeutig ein wacher Geist. Als ob sie alles abchecken würde… Dabei klingt sie wie eine halbdebile Regaleeinräumerin von irgendeinem verkommenen Frachter, sobald sie den Mund aufmacht. Komische Mischung.“

Erno Santorius wechselte nun zum Du, was oft geschah, wenn er alleine mit der von ihm protegierten Rothaarigen auf der Brücke war: „Hayden, ich bitte dich! Ich glaube das sind Vorurteile und du hörst mal wieder die Flöhe husten – es hat halt nicht jeder diese brillanten Elite-Akademien besuchen können, auf denen wir ausgebildet worden sind. Auf einigen eher entlegenen Kolonieplaneten reden die Menschen halt so…“

„Sie hat sich gestern übrigens über die Bordbekleidung die ihr zugeteilt wurde beschwert: »langweilige, uncoole Wichse« nannte sie unsere Uniformen und wollte stattdessen lieber irgendwelche extravaganten Cocktailkleider…“

Der Kapitän musste nun unwillkürlich grinsen: „Gib dem Mädchen einfach 300 Credits Begrüßungsgeld – dann kann es sich irgendeinen Fummel kaufen, wenn daran die Seligkeit hängt…“ Hayden schnaubte empört und rollte mit den Augen. Santorius nahm einen ersten kleinen Schluck aus seiner Tasse.

Stundenlang hatte er sich durch irgendwelche engen Ritzen gewunden und durch endlose Lagen von Dämmmaterialien gearbeitet und war nun irgendwie in eine Umgebung gelangt, in der es äußerst verlockend nach „Wirt“ duftete. Sein Kriechfuß nahm gleichbleibende ruhige Vibrationen des großen Geschöpfes wahr, das offenbar auf einer weichen, textilen Unterlage direkt vor ihm ausgestreckt lag. Er suchte nach einer geeigneten Körperöffnung, die möglichst nahe am zentralen Nervensystem des Wesens lag, und fand diese nach einer Weile auch. Er schlüpfte vorsichtig in die enge Öffnung, die im Zentrum einer Art Trichters lag. Der Wirt zuckte im Schlaf, wurde aber noch nicht wach. Mit seinem Fuß schmeckte er durch die dünne Hautschicht indes, wie die feinen Blutgefäße unter ihm mit Stresshormonen geflutet wurden. Er musste nun sehr vorsichtig sein – oder sehr schnell. Zum Glück hatte die Biomasse der im Arboretum vertilgten Assel ausgereicht, um auch ein paar steinharte und dabei rasiermesserscharfe Hydroxylapatit-Zähnchen an seinem Vorderende auszubilden…

Benjamin eilte beschwingt zu seiner Kabine. Er hatte heute frei und sich gerade eine brandneue Gitarre ausgedruckt. Eine perfekte Kopie einer akustischen Ibanez, die sogar schon fertig gestimmt aus der Maschine gekommen war… Mit dem Musikinstrument unterm Arm hüpfte er regelrecht durch die langen Gänge des großen Raumschiffs. Er war momentan uneingeschränkt glücklich und zufrieden. Hatte allerlei Gefahren gut überstanden und Eena besuchte ihn jetzt mehrmals täglich für ein paar leidenschaftliche Stunden in seiner kleinen Crewkabine Nr. 7 im Segment R4-8. Eine abgebrüht-coole Frau, die ziemlich genau wusste was sie wollte, und es anscheinenden gewohnt war, dieses auch zu bekommen. Außerdem war sie mit einer beeindruckenden Physis gesegnet. Ben stand auf solche eher sportlichen Mädels – manchmal zog es ihn aber auch zu den eher weiblich-weicheren hin. Dass die Wissenschaftlerin mit den pink gefärbten Haaren ihn neuerdings so seltsam ansah, war ihm trotz aller Eena-Euphorie gewiss nicht entgangen…

Als er auf dem Gang vor seiner Kabinentür ankam, stand sein Habitationssegment-Nachbar Nappoke Gnobkock gerade vor der Nr. 8 und ließ deren Schiebetür ins Schloss fahren. Obwohl dieses zum Entweichen einer Welle von Mülldeponie-Aroma führte, wurde das Dauergrinsen in Benjamins Gesicht nicht schmäler, als er den Schompad mit einem Schlag auf die Schulter begrüßte.

„Deine gute Laune möchte ich haben! Du strahlst schon wieder so, als ob dir der ganze Sternenkreuzer gehören würde…“ Damit hatte der Außerirdische irgendwie Recht – wenn es jemandem auf der Pirmasens gab, der das Schiff absolut als seine „Heimat“ betrachtete, dann war das nach dem Kapitän vermutlich gleich Benjamin Freitag. Schließlich trug dieser hässlich-graue Koloss den Namen seiner Geburtsstadt und als eines der wenigen Crewmitglieder war der Pirmasenser seit der Indienststellung des schweren Expeditions- und Kriegsschiffes auch nahezu permanent an Bord dabei gewesen. Nur einmal hatte er ein Sabbatical eingelegt und war „per Anhalter durch die Galaxis“ gereist…

Plötzlich hörten sie einen markerschütternden Schrei und ein böses Rumpeln – ziemlich gedämpft zwar, aber deutlich. Es schien aus einer der Nachbarkabinen gekommen zu sein!

„Scheiße! Gnob, was war das?“

„Keine Ahnung, Mann! Wenn du nicht hier draußen mit mir stehen würdest, hätte ich ja gedacht, dass das aus deiner Kabine käme, Kumpel. Ihr schreit da drinnen manchmal wie eine ganze Horde jewolakischer Wildstecher! Was treibst du dort bloß mit dieser Frau? Ich wäre ja zu gerne mal Mäuschen bei euch – die menschliche Sexualität ist manchmal immer noch ein Buch mit sieben Siegeln für einen neugierigen Schompad…“

Benjamin musste nun laut losprusten: „Jewolakische Wildstecher!“ Dem seltsamen Schrei maßen die beiden Crewmitglieder nun keine weitere Bedeutung mehr zu… Außerdem musste Benjamin nun dringend seine neue Gitarre ausprobieren.

Er hatte gehörigen Schaden im Innenohr anrichten müssen, bis er endlich direkten Zugriff auf das erfreulich große Gehirn des neuen Wirtes erhielt. Als er sich durch Trommelfell, Paukenhöhle und Gehörschnecke raspelte, löste dieses leider allerlei unerfreuliche Reaktionen bei seinem Opfer aus. Der kleine wurmförmige Organismus fühlte um sich herum abrupte Beschleunigungen, mehrfache räumliche Lageveränderungen und einen außergewöhnlichen Schalldruck. Das war nicht gut. Sein Instinkt sagte ihm, dass solche Parameter unter Umständen zu einer Entdeckung seines Vorhabens führen könnten und schlimmstenfalls sogar zu seiner Extraktion aus dem Wirtsorganismus. Er musste etwas dagegen tun und injizierte deshalb ein starkes Sedativum in dessen Blutbahn, das er sicherheitshalber während der letzten Stunden in einer Drüse auf Vorrat synthetisiert hatte. Der Wirt stürzte nun zu Boden und blieb betäubt liegen. Jetzt konnte er sich ans Werk machen. Glücklicherweise stammte der Wirt zu einer der genetisch zueinander recht ähnlichen, intelligenten Zweibeiner-Spezies, die im Orion-Arm der Milchstraße weit verbreitet waren. Hier würde er sich ziemlich schnell zurechtfinden und seine pluripotenten Stammzellen, aus denen er bis auf den Datenspeicher-Kristallkern nahezu vollständig bestand, gut einsetzen können. Genug verwertbares „Material“ gab es auch. Er könnte problemlos ein paar Strukturen in seinem Sinne umbauen, ohne dass man es von außen gleich bemerken würde.

Ein Hindernis gab es zuvor jedoch noch. Um den Kristallspeicherkern, der trotz seiner nur pfefferkorngroßen Abmessungen etliche Exabyte an Daten enthielt, auslesen zu können, bräuchte er verschiedene Elemente und Materialien, die sich im Wirtskörper nicht gewinnen ließen. Ohne die Möglichkeit, Daten aus dem Kristall direkt ins Wirtshirn überspielen zu können, würde der von ihm gekaperte Organismus lediglich über eine ähnlich beschränkte Intelligenz verfügen, wie er selbst in seiner aktuellen Dauerform. Eine lediglich instinktgesteuerte Basisintelligenz. Immerhin hatte er nach wenigen Minuten einen leidlich guten Zugriff auf die Sinnesorgane seines neuen Trägers und konnte sich endlich eine Art Bild von seiner Umgebung machen: Ein enger Raum. Der Wirtskörper lag betäubt in Seitenlage auf dem Boden. Blut war ihm aus dem Ohr gelaufen und hatte eine kleine Pfütze gebildet.

Während des Übens auf seiner neuen Gitarre, hatte Benjamin auf den riesigen Wanddisplays seiner Kabine Livebilder der Außenkameras laufen lassen. Der nur kurz besuchte Planet entfernte sich achtern bereits wieder und bot dabei im Gegenlicht seines Sterns einen malerischen Anblick. Die „U.E.S.S. Pirmasens“ beschleunigte und sprang schon recht bald aus dem System in den Alcubierre-Modus. Aus der Warpblase übertrugen die Außenkameras nur nervöses Farbflirren in Gold- und Olivetönen. Ben schaltete deshalb die Übertragung aus und beendete das Spiel auf seinem Musikinstrument – er hatte sich mit Eena auf einen Cocktail am Rande des Arboretums verabredet, sobald die Pirmasens im Warp-Modus flöge.

Der gebürtige Pirmasenser saß bereits seit einigen Minuten in einem der breiten Loungesessel in der Nähe des Drink-Dispensers. Das Arboretum, zentral unterhalb der Kommandobrücke gelegen und als vier Decks hoher, parkähnlicher Erholungsraum für die Crew des Sternenkreuzers geplant, bot wie schon seit etlichen Jahren den gewohnt jämmerlichen Anblick: Mickrige Bäumchen und ein paar ungepflegte Rhododendronbüsche, um die sich niemand ausgiebig genug kümmern wollte. Aber wenigstens konnte man hier gechillt ins Grüne blicken und die vereinzelten Blumen, die in den Beeten überhaupt noch ihre Blütenkelche öffneten, verströmten einen der wenigen „typisch irdischen“ Naturgerüche, die man auf der Pirmasens überhaupt genießen konnte. Eena ließ auf sich warten. Benjamin kraulte Spot, der neben ihm im ausladenden Sitzmöbel saß und sinnierte dann darüber nach, dass sein letztes Cocktail-Date am exakt gleichen Ort gerade einmal eine Woche zurück lag. Damals hatte er hier Pavlína gegenüber gesessen und ihr in den Ausschnitt gelinst. Ansonsten hatte sich die Wissenschaftlerin damals recht zugeknöpft gegeben. Benjamin hatte inzwischen leicht den Eindruck, dass sich das offenbar geändert hatte… Lag es daran, dass sich Pavlína Sorgen um ihn gemacht hatte, als er auf dem Waldplaneten verschollen war? Vielleicht hatte das ein paar Gefühle bei ihr entfesselt. Oder lag es an der „Konkurrenzsituation“ mit Eena? Vergebene Männer scheinen für viele Frauen halt oftmals interessanter zu sein…

Plötzlich war er wieder hellwach, als Eena hüftschwingend in sein Gesichtsfeld schritt. Sie trug ein enganliegendes, sehr kurzes Pailletten-Cocktailkleid in einem eleganten Weinrot und hatte ihre üppige dunkle Haarpracht zu einer kunstvollen Hochsteckfrisur aufgetürmt, „big hair“. An ihren Ohren klimperten goldene Kreolen, die fast so groß wie Bierdeckel waren. Benjamin fiel bei ihrem Anblick die Kinnlade herunter: „Wo-wo-wo-wow!“, entfuhr es ihm, als er zu einer Begrüßungsumarmung aufstand. Nach einem langen Kuss fragte er: „Im Himmels Willen, wo hast du bloß dieses hammergeile Kleid her? Das sieht absolut nicht nach unserer Standardborduniform aus!“

„Der alte Trottelkopf hat mir tatsächlich 300 Credits Begrüßungsgeld gegeben…“

„Alter Trottelkopf?“

„Na, euer Captain – der meinte, ich solle mir davon was Schönes ausdrucken, wenn mir die üblichen Bordklamotten nicht gefielen!“

„Und die Ohrringe? Das ist doch massives Gold, so wie die glitzern – oder?“

„Klar ist das Gold! Glaubst etwa, ich würde mir scheiße-billigen Modeschmuck an meinen Kopf hängen?“

„Na, äh nein. Aber mit nur 300 Credits kann man doch niemals so viel Echtgold aus dem 3D-Drucker ziehen?“

„Ich schon – man muss nur wissen wie. Ich habe da so meine kleinen Tricks…“

„Unmöglich, die Kleine – hackt mal eben beiläufig einen unserer bordeigenen Molekular-Fertiger“, dachte Benjamin und schüttelte dabei zwar kurz seinen Kopf, musste aber auch gleichzeitig anerkennend grinsen. Diese freaky-crazy-liebenswerte Eena verblüffte ihn immer wieder aufs Neue!

Die zwei zogen einen Cocktail nach dem anderen aus dem Drink-Dispenser – nach kurzer Zeit häuften sich auf dem Tisch die leeren Gläser. Die Stimmung der beiden nicht nur rosarot umwölkten, sondern auch von den Drinks zunehmend benebelten Verliebten wurde immer ausgelassener: Sie alberten und krakeelten schon bald dermaßen lautstark herum, dass sie dafür etliche böse Blicke von den höhergelegenen Decks ernteten, die von Geländern gesäumt den Freiraum des Arboretums umgaben.

Irgendwann am späteren Bordzeitabend stolperten sie in Richtung von Benjamins Kabine heimwärts. Einander untergehakt wie zwei besoffene Seemänner auf dem Weg von der Hafenspelunke zurück auf ihren Dreimaster. Eena war ähnlich weggeballert, wie zuletzt nach dem Verzehr zu vieler Pilzknollen auf dem Planeten Pirmasens 98c. Aber auch Benjamin schien einige ausgeprägte Wahrnehmungsstörungen zu haben, denn er erblickte kurz vor ihrem Quartier einen seltsam geistesabwesend schielenden Typen in der Uniform eines einfachen Technikers, der sabbernd und aus dem Ohr blutend mitten im Gang auf dem Hintern saß und sich dort geräuschvoll knirschend und knackend einen Tablet-Computer einverleibte! Displaysplitter und Kunststoffbrösel klebten ihm am vollgespeichelten Kinn, während er seine Mahlzeit von Eena und Benjamin vollkommen unbeeindruckt fortsetzte. Die beiden bogen sich aufgrund dieses Anblickes vor Lachen, als sie sich an diesem offensichtlich Bekloppten vorbeiquetschen mussten, der ihnen mitten im Weg saß – wären sie nüchtern gewesen, hätten sie vermutlich eher medizinische Hilfe herbeigerufen…

Endlich waren die benötigten Stoffe im Körper des Wirtes vorhanden! Nach einigen entscheidenden Modifikationen des Verdauungssystems und der normalen Stoffwechselprozesse, standen Eisen, Silizium, Gold und seltene Erden in  feinportioniert durch die Hirnkapillaren herantransportierter Form zur Verfügung, um im Zerebrum ein paar neue Metall-Leiterbahnen und bionische Synapsen-Interfaces auszubilden. Nur noch ein paar Stunden, dann wäre Schluss mit diesem elendig eingeschränkten, amöboiden Instinktdenken! Dann könnte er Daten und Informationen direkt und gezielt aus dem Kristallspeicherkern ins Wirtshirn booten! Statt eines geistigen Zwerges, wäre er dann ein geistiger Gigant! Noch war es aber nicht soweit und er ließ seinen noch etwas ungewohnten Körper unter spastischen Zuckungen in einen dunklen Putzmittelschrank kriechen, um dort ungestört die Metamorphose beenden zu können. Äußerlich würde er den Organismus nicht allzu zu augenfällig modifizieren. Aber innerlich wäre er dann ein neuer… Was überhaupt? Das Wort „Mensch“ kannte er noch nicht. Um mehr Wissen über diese Spezies zu erhalten, müsste er versuchen einige der Informationen aus den ursprünglichen Hirnarealen seines Wirtes zu extrahieren, oder viel besser noch: Er würde sich schon bald eine cyberorganische Schnittstelle an einem der Finger wachsen lassen, mit der er sich dann direkt in das Rechenzentrum des Raumschiffes einstöpseln könnte!

Halb fünf am Morgen – an Nachtschlaf war in Kabine Nummer 7 im Habitationssegment R4-8 noch nicht zu denken. Eena thronte nur noch mit ihren klimpernden Goldkreolen bekleidet über dem in Rückenlage auf seine schmale Koje gebetteten Pirmasenser und ließ ihr Becken kreisen. Die Luft in der winzigen Kabine schien zu dampfen. Es roch nach Schweiß und Liebe. Spot hatte sich leicht verstört in sein Körbchen verkrochen. Manche Dinge, die sein Herrchen tat, blieben ihm vollkommen rätselhaft. Mit einem kleinen Schrei erreichte die vom einsamen Planeten Gerettete ihren fünften Orgasmus. Diese Nacht schien für sie und Ben außerhalb jedes Raumzeitkontinuums zu verlaufen. Es gab nur sie und ihn und ihr gemeinsames animalisches Begehren…

Benjamin öffnete seine Augen, als ein deutliches Zischen von der Kabinentür kam, das von dort eigentlich gar nicht entspringen durfte, weil eigentlich nur Benjamin den Tür-Code kannte. Er löste den Blick vom kleinen Schweißrinnsal, das zwischen den dunkelbronzefarbenen Brüsten hinablief, die unter Eenas tiefen Atemzügen über ihm wippten, und blickte skeptisch zum nun sperrangelweit geöffneten Türdurchgang. Von dort aus sah ihn ein kalt und hart wirkendes Frauengesicht mit einem durchdingenden Blick an, der die erhitzte Luft über ihrem Liebeslager regelrecht zum Gefrieren brachte! Er kannte diese hartherzige Miene – sie gehörte zu einer Person, der die meisten Crewmitglieder lieber weiträumig aus dem Bogen gingen, wenn sie ihr begegneten: Zu Major Lydia Riedl, der Leiterin der bordeigenen Militärpolizei. Hinter der Frau, die mit in die Hüften gestemmten Händen breitbeinig in der Türöffnung stand, schien sich noch ein halbes Dutzend schwer bewaffneter Soldaten im Gang aufzuhalten…

0113 Lydia Riedl

Die Stimme der Polizeichefin klang scharf und energisch: „Eena Louise Broussard?“ Benjamin hörte den vollständigen Namen seiner Gefährtin zum ersten Mal und sah zu dieser auf. Eena sog zischend die Luft zwischen ihren Zähnen ein und sagte erst einmal gar nichts. Wortlos und leicht zitternd rollte sie sich seitlich von ihm herunter und zog die zerknüllte Bettdecke halb über sich und Ben…

„Ich wiederhole meine Fragen nicht sehr gerne… Sind sie Eena Louise Broussard?

Eena ließ ihren Blick gehetzt durch die Kabine schweifen – sie suchte verzweifelt nach einem Fluchtweg, den es aber nicht gab. Auch keine Dinge, die sich zur Waffe umfunktionieren lassen könnten – das wäre angesichts der bis an die Zähne bewaffneten Truppe auf dem Gang auch keine gute Idee gewesen… Eena stieß die Luft seufzend aus. Sie hatte sich in diesem Moment innerlich ergeben.

„Eena Louise Brossard – sie sind hiermit unverzüglich verhaftet!“ Zur Unterstreichung ihrer Worte stieß die Uniformierte mit dem Zeigefinger in Eenas Richtung durch die Luft.

Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Abrupter Zorn packte Ben: „Das ist ja wohl absolut lächerlich – wegen ein paar ausgedruckter Ohrringe platzen sie hier einfach so mir nichts dir nichts rein und bringen uns in diese peinliche Situation! Ganz schön schäbige Nummer!“

Ruhe! Wenn sie irgendwelche Beschwerden loswerden wollen, dann gehen sie damit zu einem Anwalt, Herr Freitag! Ihre fabelhafte Bettgefährtin da, die wird im halben Orion-Arm der Milchstraße polizeilich gesucht!“ Ihr ausgestreckter rechter Arm zog nun kleine Kreise in der Luft, während die streng schauende Polizeichefin weiterhin mit dem Zeigefinger auf Eena zielte, als ob es sich bei ihr um ein tollwütiges Tier handelte. „Sofort festnehmen!“, wies sie die breitschultrigen Soldaten an, von denen sich nun gleich drei in den winzigen Raum drängten, um die entsetzt ihre Augen aufreißende Eena zu ergreifen. Dass diese splitterfasernackt und nassgeschwitzt war, schien sie dabei nicht im Geringsten zu beirren… So schnell wie dieser Greiftrupp in Benjamins Schlafkabine geplatzt war, war er auch wieder weg. Und Eena auch. Der gleichermaßen erschrockene, wie zornige Pirmasenser schaute verwirrt auf die Stelle, wo sich die Schiebetür zischend hinter ihnen schloss.

Selten hatte sich Benjamin so schnell angezogen und ebenso selten war er auch dermaßen schlampig bekleidet – nur mit einer Schlafanzughose und Hausschuhen – in Richtung Kommandobrücke getrabt.

Außer drei rangniederen Angestellten war dort um kurz vor fünf natürlich noch niemand von den Offizieren. Benjamin boxte mit der Faust gegen eine Konsole, was die darüber in die Luft projizierte Navigationsgrafik kurz flackern ließ. „Verfluchte Scheiße nochmal!“

„Hören sie bitte auf, hier auf diese Art  zu randalieren – sonst müssen wir leider die Militärpolizei rufen!“

„Na die fehlen mir noch! Ich hatte mit denen heute Morgen bereits das Vergnügen…“, grummelte Benjamin, der sich nun einfach in den Sessel der Ersten Offizierin gefläzt hatte.

„Vielleicht würde auch ein Besuch des bordpsychologischen Dienstes helfen? Oder einfach ein schöner, starker Morgenkaffee?“

Ein kurzes Zucken ließ Benjamins linken Mundwinkel nach oben schnellen – der letzte Vorschlag dieser drei subalternen Döspaddel war gar nicht mal der schlechteste… Er stemmte sich aus dem in einem undefinierbaren Senf- oder Curryfarbton bezogenen Offizierssessel hoch und schlurfte schlechtgelaunt zum nächsten Food-Dispenser. Der Kommandobrücken-Kaffee roch zumindest schon mal vielversprechend – nicht so säuerlich nach alter Socke, wie der aus dem Gerät im kleinen Gemeinschaftsraum seines Habitationssegmentes. Der kalte Schweiß der vergangenen Leidenschaft ließ die langen Haare des Pirmasensers klebrig das missmutiges Gesicht einrahmen. Mit nacktem Oberköper und Pantoletten an den Füßen ließ er sich abermals in den breiten Velourssessel plumpsen, auf dem normalerweise der in einer perfekt gebügelten Uniform steckende schmale Hintern von Hayden Findley hockte. Die drei Nachtdiensthabenden schüttelten grinsend ihre Köpfe. Soviel Chuzpe hatte hier nämlich sonst keiner. Immer wieder schielten sie auf die Wachablösung wartend zum Pirmasenser hinüber, der inzwischen ein paar hässliche braune Kaffeespritzer auf die rechte Armlehne gezaubert hatte… Als er gerade noch entschieden einen beachtlichen Popel unter der linken Lehne platzierte, betrat Hayden Findley entschlossen die Kommandobrücke. Auf die Hundertstelsekunde Punkt sechs Uhr Bordzeit! Die Rothaarige sah wieder wie frisch aus dem Ei gepellt aus. Straffer Gang, adrette Frisur. Plötzliches Innehalten, als sie ihren gewohnten Platz besetzt vorfand…

Es wurde dann zunächst ziemlich hässlich. Ein hitziges Wortgefecht! Der Zorn der Ersten Offizierin über Benjamins demonstrativ zur Schau gestellte Dreistigkeit und seine unmögliche Aufmachung schien sogar noch größer zu sein, als Benjamins Wut über Eenas blitzartig erfolgte Verhaftung. Nach einem raschen Ping-Pong von Drohungen und Anschuldigungen fanden die beiden endlich auf die Sachebene zurück – was sicherlich auch am Eintreffen des Sternenkreuzer-Kapitäns lag. Der alte Graubart verbreitete aufgrund seines Charismas stets eine gewisse Ruhe im Raum. Benjamins verschwitzte Anwesenheit in einer Schlafanzughose schien ihn nicht im Geringsten zu stören.

„Was ist hier los?“, polterte er zur Begrüßung in die morgendliche Runde.

„Ich will wissen, weshalb meine Freundin Eena von der Bordpolizei abgeholt wurde! Nicht mal etwas überziehen durfte sie sich! Das ist völlig entwürdigend!“

„Nun, davon weiß ich leider nichts… Hayden, was hat es mit diesen Vorwürfen auf sich? Wissen sie mehr darüber?“

Hayden räusperte sich: „Ja. Ich war es sogar höchstpersönlich, die gestern kurz vor meinem Schichtende die nächtliche Verhaftung der geretteten Schiffbrüchigen angeordnet hat…“

„Was? Wieso zur Hölle überhaupt?“, platzte es nun aus Benjamin heraus, den es nun aus dem okkupierten Sessel trieb.

Hayden blickte etwas angewidert auf das freigewordene Sitzmöbel – heute würde sie ihren Dienst lieber im Stehen absolvieren, als dort Platz zu nehmen. „Nun, bei der Verhafteten handelt es sich um Eena Louise Broussard. Sie verweigerte nach ihrer Rettung bekanntlich alle Auskünfte zu ihrer Person und Vorgeschichte und berief sich auf einen partiellen Gedächtnisverlust, den sie beim Absturz ihres Schiffes angeblich erlitten hätte. Dabei sind diese Borrok-Überlebenskapseln wirklich wahre Wundergeräte. Die Amnesie war nur vorgeschoben. Ich hatte mir das bereits gedacht, weil sie einigen Crewmitgliedern unseres Schiffes ein paar Anekdoten über ihren fürchterlichen Boss berichtet hatte…“

Captain Erno Santorius nickte zur Bestätigung und fragte seine Erste Offizierin nun, wie man denn nun an anderslautende Informationen zur Geschichte der auf dem Waldplaneten Gestrandeten gekommen sei. Die Rothaarige setzte ihren Bericht in der Manier einer eilfertigen Klassensprecherin fort: „Nun ich ahnte, dass irgendetwas an der offiziellen Version unstimmig war und setzte Major Riedl zu weiteren Ermittlungen auf die Verdächtige an. In der ihr kürzlich zugewiesenen Kabine fanden wir ein paar persönliche Dinge…“

„Ihr habt einfach in Eenas Sachen herumgewühlt?“, platzte Benjamin nun dazwischen und stellte seine leere Kaffeetasse um seinen Protest zu untermalen scheppernd auf einer Steuerungskonsole ab.

„Ja. Die Verdächtige weilte bekanntlich meistens bei ihnen in der Kabine, deshalb konnten wir die andere, die wir ihr eigentlich zum Übernachten zugeteilt hatten, letzten Abend ausgiebig untersuchen…“

Benjamin grummelte. Hayden Findley berichtete nun, dass die Polizeichefin in Eenas Schlafkammer ein paar Speicherkarten mit geheimen Generalcodes für Regierungsschiffe gefunden habe, sowohl welche für terranische Raumkreuzer, als auch solche für Schiffe, die den Horko gehörten… Weiterhin ein paar Detailpläne zu Frachtrouten von Werttransporten in diversen Horko-Kolonien. Schließlich fanden sich auch ein paar Angaben, die Eenas Persönlichkeit entlarvten. Der Boss von Eena Louise Broussard muss tatsächlich ein ziemlich fieser Typ gewesen sein. Es handelte sich bei ihm aber nicht um einen schmuddelig-verschlagenen Frachterkapitän, sondern um den womöglich meistgesuchtesten Weltraumpiraten der letzten zwei Jahrzehnte! Jack Shackleton und seine blutrünstige Crew waren der Schrecken des halben Orion-Arms gewesen. Wie aus dem Nichts schlugen sie mit ihrem hochgerüsteten Raumschiff zu – einem alten Frachtschiff, das von einigen skrupellosen Experten mit modernsten Waffensystemen und leistungsstarken Antrieben extrem modifiziert worden war. Wie das gefürchtete Piratenschiff genau aussah, wusste niemand zu berichten, denn die Schwerverbrecher ließen bei ihren Kaperangriffen in der Regel keine überlebenden Zeugen zurück…

„Eenas Boss war also dieser Jack Shackleton?“, fragte Benjamin ungläubig.

„Ja. Das ist durch unsere Ermittlungen eindeutig herausgekommen. Eena Louise Broussard arbeitete mehrere Jahre lang für ihn, bevor die ganze Gang abrupt vom Bildschirm verschwand. Wir wissen jetzt bekanntermaßen auch, warum es um die Piratenbande plötzlich so still wurde – bis auf ihre Freundin aus der Borrok-Kapsel hat es die gesamte Gruppe beim Einschlag auf dem Planeten Pirmasens 98c vollkommen atomisiert. Samt ihres Piratenschiffes. Vielleicht waren sie nach einem Gefecht mit ihrem beschädigten Schiff in jenes abgelegene Planetensystem geflohen, vielleicht gab es auch einen spontane Fehlfunktion, die zum Absturz führte – wir können das ohne ausgiebige Verhöre der Gefangenen noch nicht eindeutig rekonstruieren…“

Ausgiebige Verhöre? Wehe ihr krümmt Eena auch nur ein Haar!“, tobte Benjamin nun, „könnte es nicht sein, dass Eena nur ein ganz kleines Licht auf jenem Kaperkahn war? Vielleicht sogar gegen ihren Willen dort? Immerhin hatte sie ihren Boss nicht gerade gemocht – soweit ich weiß…“

„Na, diese Piraten sind sich oft untereinander nicht besonders grün“, warf Erno Santorius nun in die Runde, bevor Hayden zu weiteren Erörterungen ansetzte.

„Ich muss sie leider enttäuschen – wir haben, nachdem wir wussten um wen es sich bei ihr handelte, sogar über den Echtzeit-Quantenfunk extra bei den zuständigen Behörden auf der Erde nachgefragt und die konnten uns eindeutig bestätigen, dass ihre Freundin auf dem »Kaperkahn«, wie sie das Schiff dieser Schwerstkriminellen gerade nannten, so etwas wie die Nummer 2 oder 3 in der dortigen Hierarchie war: Eine äußerst gewissenlose und brutale Piratin, die sicherlich den Tod hunderter unschuldiger Menschen und Horko zu verantworten hat! Sie dürfte zudem einen Sachschaden in Milliardenhöhe angerichtet haben und an der Erbeutung von Gütern eines sogar noch höheren Gesamtwerts beteiligt gewesen sein!“

Benjamin wurde das alles zu viel… Er fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen und sank kraftlos in den kaffeebekleckerten Offizierssessel. Die Frau mit der er gerade erst eine der heißesten Nächte der letzten Jahre verbracht hatte, sollte eine brutale, barbarische Schwerverbrecherin sein? Haufenweise Leute getötet haben? Ben war bestürzt und blieb noch recht lange auf der Brücke in Haydens Sessel sitzen, während um ihn herum alle Anwesenden wieder ihren Routinearbeiten nachkamen.

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(eine Episodenliste mit direkten Links zu allen bisher in meinem Blog veröffentlichten „Sternenkreuzer Pirmasens“-Kapiteln sowie ein illustriertes Glossar zur Erklärung der Fachbegriffe und als Personen-Übersicht findet Ihr unter diesem Link – dort bekommt Ihr natürlich auch ein paar Informationen zur neuen Romanfigur der Polizeichefin Lydia Riedl)

5 Gedanken zu “STERNENKREUZER PIRMASENS – Kapitel XII

    • Danke, danke – ich denke mir das spontan aus dem Ärmel geschüttelt aus… 🙂 Vielleicht kommt es mir dabei noch heute zu Gute, dass ich meinem kleinen Bruder über zehn bis zwölf Jahre lang eine Fortsetzungs-Fantasygeschichte erzählt habe, als wir Kinder/Teenager waren. 😉

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