Root Beer – Fluch oder Segen?

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Sicherlich seid Ihr beim Lesen eines amerikanischen Thrillers schon mal darüber gestolpert, dass sich einer der Protagonisten ein „Wurzelbier“ bestellt hat, oder?

In einigen Büchern oder TV-Serien wird dieses ominöse Getränk auch schon mal als „Kräuterbier“ übersetzt… Im US-Original ist in solchen Fällen sicherlich von „Root Beer“ die Rede – einem alkoholfreien Erfrischungsgetränk, das außerhalb des nordamerikanischen Kontinents (wo es im frankokanadischen Sprachraum auch als „Racinette“, dt. „Würzelchen“ bezeichnet wird) so gut wie unbekannt ist.


0320 Root Beer🇺🇸 In den Vereinigten Staaten gibt es mehrere hundert Root Beer-Marken, die als Erfrischungsgetränk oft jedoch nur lokale oder regionale Bedeutung haben – aber jeder Amerikaner kennt es. Entweder mag man es, oder eben nicht, so wie in Deutschland auch nicht jeder gleichermaßen Fan von „Bitter Lemon“ ist. Wenn man aber einem Deutschen ohne Vorwarnung „Root Beer“ ins Glas schüttet (es beispielsweise als Cola unterjubelt, weil es so ähnlich aussieht), dann wird er oder sie es vermutlich unmittelbar nach dem ersten Schluck quer über den Tisch ausspucken und empört argwöhnen, dass man ihn oder sie vergiften wolle! Es schmeckt nämlich nach allem möglichen – Hustensaft, Pinselreiniger, Zahnmedizin, Abbeizmittel, Insektenvernichter – nur nicht nach einem handelsüblichen Softdrink!

Bekanntlich stehe ich ja auf ungewöhnliche Aromen und Geschmacksrichtungen – ich bin diesbezüglich äußerst neugierig und experimentierfreudig.

Deshalb trinke ich seit etlichen Jahren im Sommer ganz gerne mal eine Dose eiskaltes Root Beer aus dem Kühlschrank. In größeren, gutsortierten Supermärkten findet man auch hierzulande immer häufiger entweder importierte original amerikanische Root Beer-Marken oder aber „tem’s Root Beer“, das sogar in Europa hergestellt wird. Habt Ihr dieses herb-süße, kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränk mit dem gewöhnungsbedürftigen Kräuterextrakt-Aroma schon einmal ausprobiert? Ich habe eine kleine Umfrage dazu vorbereitet:


Die Amis treiben so manche kulinarische Bizarrerie bekanntlich auf die Spitze, essen etwa „Fluffernutter“-Sandwiches, die mit Erdnussbutter und  Marshmallow-Creme („Fluff“) bestrichen werden, oder benutzen Sprühkäse aus der Dose – insofern verwundert auch das Dessert „Root Beer Float“ nicht, bei dem typischerweise Vanilleeis in Root Beer schwimmt… Diese Kombination habe ich allerdings noch nicht selber ausprobiert. 😉

20 Gedanken zu “Root Beer – Fluch oder Segen?

  1. Hab ich noch nie probiert. Bin auch recht experimentierfreudig aber nicht alle der von Dir aufgezählten Geschmacksrichtungen muss ich ausprobieren. Auch von Knoblaucheis, nicht aus Amerika sondern bei einem Laden in einer kleinen Stadt in der Nähe, habe ich nicht gekostet. Ich kann nicht alles Schöne im Leben auskosten, da muss ich auch nicht alles Böse erfahren 😉

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  2. Ich kenne es nur aus Filmen und Büchern und eher abschätzigen Bemerkungen anderer. Ich weiss nicht, ob es das hier in der Nähe zu kaufen gibt, da ich mich noch nie dafür interessiert habe. Sollte ich je über eines stolpern, werde ich es kaufen und testen 😀

    Bitter Lemon, Tonic und GingerAle von Schweppes mag ich.

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