„1000 Fragen an mich selbst“ (36 – 53)

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Ein Ergebnis meiner Leserbefragung vor etwas über einem Monat war, dass sich zehn Prozent meiner Follower weitere Folgen von „1000 Fragen an mich selbst“ wünschen (immerhin Platz vier von zwölf vorgegebenen Antwort-Kategorien) – „vox trullae“ hat so entschieden… 😉

[by the way, wusstet Ihr, dass „trulla“ im Lateinischen „Schaufel“ heißt?] 😆

Deshalb nun also wieder jener Fragenkatalog, der seit geraumer Zeit durch die hiesige Blogger-Community kreist und ursprünglich wohl aus dem Beiheft einer Frauenzeitschrift stammt – heute werde ich die Fragen 36 bis 53 beantworten. Viel Spaß damit! 

0️⃣0️⃣3️⃣6️⃣ „Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?“

▶️ Ich gehe in meinem momentanen Lebensabschnitt – dem gesellschaftlichen Rückzug ins selbstgewählte Exil – kaum noch in Kneipen. Vielleicht alle zwei Jahre einmal mit Rudi in Berlin, oder so… Außerdem vertrage ich aufgrund meiner gravierenden Fettstoffwechselstörung und der damit einhergehenden Schäden an Leber und Bauchspeicheldrüse kaum noch Alkohol.

0317 KneipeFrüher habe ich je nach sozialer Zusammensetzung der Runde in Kneipen und Bars entweder überwiegend Bier 🍺 oder überwiegend Cocktails 🍹 getrunken – ich vertrug damals recht viel und galt gemeinhin als ziemlich „trinkfest“. Bei wackeren Besäufnissen in eher privater Runde bei Freunden zuhause tranken wir damals vorwiegend Rotwein, Champagner und Whisky. Ich hatte zeitweilig nebenbei eine Kunsthandlung in „Shangri-La“ – das war damals eher ein Hobby und diente unter anderem dazu, eine Art zusätzliches „Wohnzimmer“ direkt in der Altstadt zu haben. Dort floss in so mancher abendlichen Runde vor allem der Wein in Strömen, aber auch Single Malt Whiskys und Cognac.

Heutzutage würde ich mir in einer Kneipe vermutlich ein alkoholfreies Bier bestellen – oder gleich ein Glas stilles Wasser. 😉

0️⃣0️⃣3️⃣7️⃣ „Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?“

▶️ Da ich feine Antennen für meine Umgebung und die dort in der Luft liegenden Stimmungen habe, kann ich diese Frage bejahen. Wenn es mir irgendwo wirklich gefällt, bleibe ich allerdings so lange wie irgend möglich dort.

0️⃣0️⃣3️⃣8️⃣ „Wenn du dich selbständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?“

▶️ Ich habe mich bereits vor anderthalb Jahrzehnten beruflich selbständig gemacht und werde einen Teufel tun, Euch zu verraten, was ich da genau mache – anderenfalls wäre ich hier nicht länger anonym unterwegs. 😉

0️⃣0️⃣3️⃣9️⃣ „Willst du immer gewinnen?“

▶️ Nö. Ich habe keinen besonders ausgeprägten Ehrgeiz. „Gewinnertypen“ wirken auf mich oft auf eine pathologische Art verbissen. Mich würde deren 24/7-Engagement kurzfristig krank machen…

0️⃣0️⃣4️⃣0️⃣ „Gehst du in die Kirche?“

▶️ Nur, um mir die oftmals interessanten kunst- & baugeschichtlichen Aspekte alter Kirchengebäude anzuschauen und zu studieren – aus religiösen Gründen schon seit sehr langer Zeit überhaupt nicht mehr. 0316 Holy ShitAls glühender Atheist versuche ich Gottesdiensten möglichst fernzubleiben, außer gesellschaftliche Konventionen nötigen mich dazu: So war ich beispielsweise zum letzten Mal zur Taufe des jüngsten Kindes meines Bruders und meiner Schwägerin in einer kirchlichen Messe. In meinen Zwanzigern & Dreißigern habe ich mir allerdings ab und an (oft auf Auslandsreisen) religiöse Zeremonien diverser Religionen und Glaubensrichtungen angeschaut – aus allgemeinem Interesse, wie das dort jeweils gehandhabt wird. Ich war unter anderem in einer Moschee, einem Hindutempel und einem Bahai-Heiligtum und sah mir auch einen anglikanischen Gottesdienst an, um zu sehen, was dort anders als bei den Katholiken oder Lutheranern abläuft.

0️⃣0️⃣4️⃣1️⃣ „Trennst du deinen Müll?“

▶️ Welcher Deutsche tut das nicht? Ich glaube das ist schon in unser nationales Genom übergegangen… 😉

0️⃣0️⃣4️⃣2️⃣ „Warst du gut in der Schule?“

▶️ Ja, sogar ziemlich. Außer in Mathe, Latein und Chemie – da war ich zum Ausgleich für meine ansonsten sehr guten Leistungen wirklich grottenschlecht. Das mag teilweise auch an den Lehrern gelegen haben, denn wir hatten beispielsweise in der Unterstufe einen didaktisch abartig  schlechten und dazu auch noch menschlich restlos unangenehmen Mathematiklehrer, der mir die Freude an jenem Fach nachhaltig verdorben hat. In den höheren Klassen fehlten mir dann die Grundlagen und ich schrieb etliche Fünfen.

0️⃣0️⃣4️⃣3️⃣ „Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?“

▶️ Ewig, wenn ich die Zeit vergesse! Oftmals gelange ich unter dem angenehm temperierten Wasserregen in eine kontemplative bis meditative Stimmung und verliere dann jegliches Zeitgefühl. Ich komme dann oftmals erst wieder in die Realität zurück, wenn der Warmwasserbehälter im Hausanschlussraum leergeduscht ist. Unter der Brause habe ich auch meine besten Geistesblitze und Ideen. Duschen ist für mich sehr wichtig und ein Highlight eines jeden Tages.

0️⃣0️⃣4️⃣4️⃣ „Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?“

0319 Alien▶️ Schwierige Frage – als naturwissenschaftlich extrem interessierter Menschen beschäftige ich mich damit schon seit Jahren. Solange niemand die Faktoren der sogenannten Drake-Gleichung sicher skalieren kann, fällt eine Antwort darauf schwer. Ich kann mir schon vorstellen, dass einfachste einzellige Lebensformen im Universum durchaus verbreitet sein könnten, solange ihre Heimatplaneten in der habitablen Zone ihres jeweiligen Gestirnes kreisen… Aber komplexes Leben? Oder gar intelligente Lebewesen, die Zivilisationen mit Kultur & Technologie entwickeln? Diesbezüglich bin ich inzwischen eher ein Anhänger der Rare-Earth-Hypothese. Sonst hätten wir bei möglichen Jahrmilliarden technischen Vorsprungs von den „Anderen“ schon längst etwas mitbekommen müssen. Oder robotische und zur Selbstreplikation fähige Von-Neumann-Sonden hätten bei uns auf der Erde eintrudeln müssen… Vielleicht ist das aber auch nur deshalb nicht der Fall, weil eine raumfahrende Zivilisation niemals langlebig sein kann – sich womöglich ab einem bestimmten Technologielevel durch Unfälle und missbräuchliche Anwendung dieser Technologien zwangsläufig selbst auslöscht. Wer weiß?

0️⃣0️⃣4️⃣5️⃣ „Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf?“

▶️ Momentan in der Regel um 10 Uhr. Außer ich habe konkrete Termine, die ein früheres Aufstehen erfordern. Dieses ist recht oft der Fall, weil ich morgens durch meine Verdauungsproblematik auch noch zusätzliche ein bis zwei Stunden Vorlauf benötige, bevor ich zu den Terminen aufbrechen kann. Wenn ich allerdings vor 7 Uhr raus muss, geht mir meistens den ganzen Tag über ziemlich schlecht.

0️⃣0️⃣4️⃣6️⃣ „Feierst du immer deinen Geburtstag?

▶️ Niemals! Was gibt es daran zu feiern? Erstens habe ich überhaupt nichts aktiv dazu beigetragen, auf dies Welt zu kommen (da ich ein Kaiserschnittkind bin, sogar wirklich absolut rein gar nichts) – zum anderen hat mich niemand gefragt, ob ich überhaupt existieren wollte. Mein irdisches Dasein ist wahrlich kein Grund zum Feiern. Wer seinen Geburtstage feiert, ist entweder naiv oder narzisstisch veranlagt oder beides…

0️⃣0️⃣4️⃣7️⃣ „Wie oft am Tag bist du auf Facebook?“

0315 FuckFB▶️ Am Tag? Echt jetzt? Ich bin lediglich etwa alle vier bis sechs Wochen so kurz wie irgend möglich auf Facebook unterwegs – nur, um dort absolut Unvermeidbares abzuchecken. Eigentlich dient mein Facebook-Account nur als Platzhalter, damit ihn mir keiner zwecks Identitätendiebstahls wegnehmen kann. Meine Namenskombination gibt es global nur ein einziges Mal – hieße ich „Martin Schmidt“, hätte ich wahrscheinlich gar kein Nutzerkonto bei diesem (A-)Sozialen Netzwerk. Ich pflege meinen Auftritt dort auch gar nicht.

0️⃣0️⃣4️⃣8️⃣ „Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?“

▶️ Am meisten Zeit des Tages bringe ich zwar auf dem Klo in der unteren Etage und in meinem Schlafzimmer im Bett liegend zu – aber am schönsten finde ich die hiesige Küche und das geräumige, grünpflanzenbestandene Badezimmer in der oberen Etage. Einstmals war mir auch immer mein (damals noch penibel gestaltetes und stilsicher möbliertes) Wohnzimmer überaus heilig gewesen – aber seitdem sich hierher kaum noch Gäste verirren, verkommt dieser Raum zusehends zum Durchgangszimmer und zur temporären Abstellkammer.

0️⃣0️⃣4️⃣9️⃣ „Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?“

▶️ Gestern unsere Landschildkröte 🐢 auf ihrem Kopf und vor etwa drei Wochen den Nachbarshund 🐶.

0️⃣0️⃣5️⃣0️⃣ „Was kannst du richtig gut?“

▶️ Ich bezeichne mich selbst immer als „Universal-Dilettant“ und denke, dass ich zwar ungewöhnlich viel weiß und kann – aber nichts davon so richtig gut bis zur zweifellos meisterlichen Perfektion. Signifikant besser als der Bevölkerungsdurchschnitt bin ich allerdings auf äußerst vielen Gebieten… Das ist mir schon klar. 

0️⃣0️⃣5️⃣1️⃣ „Wen hast du das erste Mal geküsst?“

▶️ Sicherlich als Kleinkind meine Mutter auf die Wange… Falls mit dieser Frage jedoch ein eher erotisch konnotierter Kuss gemeint ist, dann dürfte das erheblich später gewesen sein – ich war Mitte Zwanzig und sie war eine mir zuvor unbekannte Kunststudentin, die sich am gleichen Tag, an dem ich sie in einem Museum getroffen hatte, der „männlichen Jungfrau“ erbarmte und auf den Kuss hin auch unmittelbar die Schritte folgen ließ, die meine Existenz als „männliche Jungfrau“ beendeten… 😁

0️⃣0️⃣5️⃣2️⃣ „Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?“

0264 Books▶️ Ein konkretes – echt jetzt? Da ich im Laufe meines Lebens sicherlich deutlich über 2000 Bücher Belletristik und mindestens 1000 Sach- und Fachbücher gelesen haben dürfte, fällt es mir wirklich sehr schwer, genau ein Exemplar herauszusuchen, dass mich besonders stark beeindruckt oder beeinflusst hätte – wenn ich hundert solcher Bücher heraussuchen müsste, fiele es mir leichter… Dostojewski, Proust, Stendhal, Kafka, Hesse, Fontane? Oder eher Wilde, Twain, Salinger, Auster, Faulkner? Vielleicht auch Huysmans, Céline, Bukowski, Houellebecq? Ich mag mich gerade nicht festlegen…

0️⃣0️⃣5️⃣3️⃣ „Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?“

0318 Hochzeit▶️ Jetzt spätestens ist offensichtlich, dass dieser Fragenkatalog ursprünglich aus irgendeiner seichten Hausfrauenpostille stammt! 🤔 Was soll man(n) dazu sagen? …zumal ich mir anno 2007 (nach der für mich damals ziemlich überraschend erfolgten Trennung von meiner damaligen Verlobten Giulia) geschworen habe, niemals mehr heiraten zu wollen? Überhaupt das gesellschaftlich aufoktroyierte „Konzept“ einer sündteuren Hochzeitsfeier mit eigens nur zu diesem Anlass benötigter Bekleidung, lediglich zur kurzweiligen Erbauung irgendwelchen menschlichen Gesindels? Damit die Dame des Tages dann wie ein großes Baiser ausschaut? Grotesk. Sowohl meine Eltern, als auch mein Bruder und meine Schwägerin haben übrigens nicht „in weiß“ geheiratet, sondern in recht normaler, allenfalls leicht gediegener Sonntagsgarderobe. Insofern gäbe es da auch keine etwaig vorgegebene Familientradition in unserem Hause…

Giulia wollte sich damals ein kirschrotes Cocktailkleid mit passendem Schleier-Hut schneidern lassen – aber dazu kam es bekanntlich nicht. Ob ich überhaupt nochmal in die Verlegenheit kommen sollte, mir um eine Hochzeit Gedanken zu machen? Immerhin hätte ich zuvor auch niemals gedacht, dass ich irgendwann Tennis spielen werde… 😉

Genug geschwafelt. Pause für heute – ich grüße Euch alle!

8 Gedanken zu “„1000 Fragen an mich selbst“ (36 – 53)

        • Ich meinte genau genommen meine Follower damit – und dort habe ich einfach die Männer bzw. Frauen ausgezählt. Lediglich bei einem Follower weiß ich nicht, ob m/w/d…
          ▪️Als in der Wolle gefärbter Naturwissenschaftler verwandle ich im Geiste vieles in Statistiken und Diagramme – das nimmt mitunter seltsame Züge an, ich weiß etwa haargenau, wie viele Zigarren ich seit 2006 geraucht habe (und deren Größen), weil ich das in einer Tabelle vermerke, die ich eigens dazu gestaltet habe… Seitdem ich in meinem Erststudium (eine Naturwissenschaft, das zweite war eine Ingenieurwissenschaft, das zusätzliche Privatstudium was Psychologisches) offiziell das Fach „Statistik“ hatte (was für mich als „Mathe-Legastheniker“ die vielleicht höchste Hürde meines akademischen Werdegangs war – an der Nuss hatte ich echt ganz schön zu knacken), werte ich etliche Aspekte des täglichen Lebens statistisch aus, erstelle Monatsdiagramme. Das halte ich vor allem auf dem Gebiet meiner Finanzen so, aber auch bei anderen Dingen – aktuell hinzugekommen ist die Häufigkeit des Tennistrainings. Ich habe da ein sehr dickes Notizbuch (inzwischen der dritte Band seit 1993), in dem ich das alles protokolliere, Monatsauswertungen dann am PC am gleichen Tag, an dem ich auch meine berufliche Monatsabrechnung mache.

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        • dass deine follower deine beiträge ab und zu lesen, ist anzunehmen, somit kann man sie der gruppe der leser zuordnen. es ist damit aber lange nicht gesagt, dass sie repräsentativ für deine gesamte leserschaft stehen.
          mit statistiken kann man allerhand blödsinn machen.

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        • Natürlich. Aber die eigene braucht man auch nicht zu manipulieren… 😉
          Der überwiegende Anteil meiner Kommentare und Likes geht auch von weiblichen Personen aus, deshalb halte ich meine Leserschaft für überwiegend weiblich. Auch das Ergebnis meiner Leserbefragung deutet in diese Richtung… Dem Geschuldet gibt’s dann mit den „1000 Fragen“ ab und an auch mal was fürs „Brigitte“-Publikum… 😁 Da musste dann einfach durch, Bonanza!

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