Hitze – von baumelnden Säcken und baumelnden Nestern

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Gestern wurden hier 39°Celsius erreicht ☀️🌡️ (anderswo im Schland gar 42,6) – ich bin mir gar nicht mal sicher, ob es in Dubai damals nicht einige Grade kälter war – immerhin war ich jeweils im Frühjahr dort. Portugal, Malta, Indien? Womöglich war das gestern meine heißeste live erlebte Temperatur – zumindest aber kaum niedriger als etwaige Maxima auf vergangenen Reisen in ferne Länder… 🥵

Vertrauen in die eigenen Handwerkerfähigkeiten

In meinem Schlafzimmer herrschten gestern Spitzenwerte von annähernd 31 Grad, im Arbeitszimmer über 28 und unten im Wohnzimmer etwa 26 Grad Celsius. Als ich nachts schlafen gehen wollte, hatte Philomena als kleine Überraschung für mich dort unten ein sich elektrisch selbstaufblasendes Gästebett installiert. Dieses Angebot nahm ich angesichts der Gluthölle in der oberen Etage gerne dankend an. Dummerweise hing dort an einem Deckenhaken Philomenas Boxsack und baumelte direkt über dem Bett! Da ich viel zu faul und müde war, um ihn oben am Karabinerhaken aus der Deckenöse auszuklinken (dazu hätte ich auch noch auf einen Stuhl steigen müssen, aber an der Stelle stand schon das aufgepumpte Gästebett, dessen Belastbarkeit schien mir für darauf stehen und dann samt abgehängten Boxsack 3 bis 4 Zentner wiegen nicht ausreichend zu sein), musste ich auf meine handwerklichen Fähigkeiten vertrauen. Ich hatte die Deckenbefestigung nämlich erst vor einigen Wochen eingedübelt. Die Platte hätte eigentlich mit vier Dübeln an der Decke montiert werden sollen, aber ich konnte nur drei Löcher bohren, weil ich beim vierten auf Bewehrungsstahl stieß. So musste ich inständig hoffen, dass die Produkte der Unternehmensgruppe Fischer wirklich ihrem guten Ruf gerecht werden… 😉

Nun, ich schlief unter der Damokles-Abrissbirne relativ entspannt – eigentlich friedlich wie ein Baby…. Offenkundig konnte ich meinen eigenen Handwerkerfähigkeiten doch vertrauen. Wenn der ca. 50 bis 70 kg schwere Sandsack nachts von der Decke runter auf das Aufblasbett geplumpst wäre, hätte es mich womöglich seitlich ins selbstgebaute Schildkrötenterrarium katapultiert – das wäre vielleicht ne Show gewesen! 😆

Diese Raupen-Scheiße wird wieder krasser

Heute waren es draußen fast schon angenehme 36,5 Grad Celsius. Aber ich werde mich wieder unter den Sandsack begeben… Ärgerlich ist’s draußen momentan nicht nur durch die Hitze, sondern auch, weil sich jetzt allmählich die Eichenprozessionsspinner-Raupennester beim Nachbarn aufzulösen beginnen und dabei im Wind herumbaumelnd streuen wie blöde! Ich habe wieder ordentlich Raupendermatitis und gehe kaum noch raus. Vielleicht sollten wir dem Nachbarn doch die kompletten 300 bis 600 Euro Beseitigungskosten bezahlen (die dieser sich nicht leisten kann) – auch wenn Philomena und ich dann erstmal auf absehbare Zeit wieder vollkommen pleite sein werden.

10 Gedanken zu “Hitze – von baumelnden Säcken und baumelnden Nestern

  1. Siehste – nun musst du nicht mal mehr in ferne Länder reisen für die Temperaturen 😀

    Bäh, da hätte ich auch versucht, so zu schlafen. Ob ich das gekonnt hätte, weiss ich aber nicht sicher.

    Mist – und wenn wir sammeln. Ich würde einen Beitrag beisteuern.

    Bei den hängenden Säcken sah ich sofort Schlepphoden vor meinem geistigen Auge *GG*

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    • „Schlepphoden“! 😂🤣
      Danke für das liebe Angebot, hier Geld zu sammeln – aber ich nehme grundsätzlich keine Spenden aus dem Internet an. Dazu bin ich schlichtweg zu stolz. 🙂

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      • Das ist nur die Schuld meiner Arbeitskollegin, die hat mir letzte Woche was zu dem Thema erzählt.

        Ich verstehe dich, mein Angebot bleibt bestehen, falls der Stolz doch noch fällt, immerhin geht es um eure Gesundheit. Ich habe das schon öfter getan und habe so auch noch eine Art Patenhund in Wien geangelt 😀

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        • Ich glaube, ich war im Leben noch nicht weit genug unten, dass mein Stolz fällt. Wenn ich schon mal einbrechen oder betteln gemusst hätte, dann würde ich vermutlich eher fremde Kohle online abgreifen können.

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        • Jeder kann mal in einen Engpass geraten. Ich helfe lieber so als irgendwo zu spenden.

          Geld annehmen, dass man braucht, ist nicht Kohle abgreifen für mich. Abgreifen verbinde ich eher mit Ausnützen.

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  2. Der Nachbar hat doch Kinder, oder? Die wollen doch wohl auch im Garten spielen. Irgendwas muss er sich doch gegen diese Raupenseuche mal ausdenken, auch wenn die Kohle knapp ist. Oder sitzt er das einfach aus?

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    • Der Grundstücksteil unter den Bäumen wird von den Nachbarn gar nicht genutzt. Kinder und Hunde kommen dort auch nicht rein, weil es ein abgezäunter, etwa 150 m² großer Bereich nur für die Hühner und Enten ist (entweder machen die Brennhaare denen nichts aus, oder sie leiden nicht deutlich genug – für Hunde sind die Raupen übrigens katastrophal, das kann bis zu abgestorbenen Zungen und Nasen führen). Der eigentliche, frequentierte Nachbargartenbereich liegt außerdem so, dass der Wind die Brennhaare dort so gut wie niemals hinweht – die landen entweder unter den Bäumen bei den Hühnern, oder bei uns. Der sitzt das gnadenlos aus und relativiert die Gefahr dauernd („das gehört zur Natur“ – „die Städter wollen ins Grüne ziehen und mögen dann keine Insekten“ – „im Sommer haben wir auch dauernd Mückenstiche, das ist so ähnlich“). Er ist äußerst gut im Rauswinden, Ablenken und Beschwichtigen – deeskalierende Gespräche sind sein Beruf.

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