„1000 Fragen an mich selbst“ (28 – 35)

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Heute wieder ein Blogeintrag aus der einem Teil meiner Leserschaft erfahrungsgemäß ziemlich verhassten Kategorie „1000 Fragen an mich selbst“ – doch ein anderer Part meines Publikums liebt dieses systematische „Blankziehen“ des Bloggers; für Euch deshalb heute die Fragen und Antworten Nummer 28 bis 35.

Ursprünglich stammte der enorme Fragenkatalog (hier von der Bloggerin „Beyhan“ als PDF-Datei zur Verfügung gestellt) wohl aus einer Zeitschrift für Achtsamkeits-Trullas (was man ihm durchaus anmerkt), aber inzwischen macht er in weiten Teilen der deutschsprachigen Blogosphäre seine Runde – da musste ich wohl oder übel auf den Zug aufspringen… 😉 Los geht’s!

0️⃣0️⃣2️⃣8️⃣ „Welchen Traum hast du?“

▶ „Träume sind Schäume“ – wenn ich eins gelernt habe im Leben, dann das: „Es kommt immer anders, als man denkt“. Nicht einen einzigen meiner langfristigen Lebenspläne konnte ich vollständig verwirklichen. Dafür hat sich vieles (auch Positives!) ereignet, das ich wenige Jahre zuvor überhaupt nicht auf dem Radarschirm hatte. Im Laufe der Jahre haben sich auch meine Prioritäten gewandelt: Weg von Geld, Erfolg, Fleiß, Disziplin, Leistungsorientiertheit, oberflächlichen Statusdenken und dem Wunsch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, hin zu gesellschaftlicher Fundamentalopposition, Freiheit, Autonomie, Maximierung der Freizeit, völliger Loslösung aus hierarchischen Strukturen, Verpflichtungen, Fremdbestimmtheit und gesellschaftlichen Zwängen. Ich scheiße auf alles! 🙂 Auch auf Träume. „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, meinte Helmut Schmidt schon vor etlichen Jahrzehnten. Träumereien überlasse ich Spinnern wie Rudi. Ich bin so gnadenlos realistisch, dass es von außen betrachtet bereits pessimistisch ausschaut.

0️⃣0️⃣2️⃣9️⃣ „In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?“

0266 Housing▶ Im Laufe meines Lebens in acht verschiedenen Häusern oder Wohnungen, welche sich in fünf verschiedenen Städten, bzw. dem jeweiligen ländlichen Umland befanden. Theoretisch könnte man auch lediglich sieben unterschiedliche Wohnungen sagen, weil es die Ironie des Schicksals mit sich brachte, dass ich in einem Fall ein zweites Mal in genau die Wohnung ziehen konnte, in der ich zuvor schon einmal gelebt hatte, als diese gerade leer stand.

In einer meiner Wohnungen lebte ich auch ziemlich lange, etwa 14 Jahre – erst als Studenten-WG mit meinem Kumpel Mitch, danach nur kurz als WG mit meinem Bruder, dann alleine, später mit meiner damaligen Verlobten Giulia und dann wieder alleine als Single – man könnte das deshalb theoretisch fast als fünf unterschiedliche Wohnungen zählen, weil ich die Wohnung in jeder dieser Phasen anders aufgeteilt, möbliert und genutzt hatte, so wurde aus einem WG-Zimmer ein Wohn- und Arbeitszimmer, dann ein Wohnzimmer und Atelier, später dann ein reines Wohnzimmer.

Am längsten lebte ich übrigens in meinem Elternhaus: 17 Jahre lang im Alter von drei bis zwanzig. Am kürzesten in einer winzigen Wohnung, als ich 2004 ein halbes Jahr lang Beamter war und einen beschissenen Job in einer öden, stumpfsinnigen Kleinstadt hatte. Nach sechs Monaten wurde ich durch diese Umstände bedingt krank, hatte absolut die Schnauze voll, kündigte, zog zurück in die Großstadt und machte mich selbständig.

0263 Jack Nicholson0️⃣0️⃣3️⃣0️⃣ „Welches Laster hast du?“

▶ Inzwischen nur noch eines und das kennt Ihr – meine Zigarren. 😉

0️⃣0️⃣3️⃣1️⃣ „Welches Buch hast du zuletzt gelesen?“

▶ Nichts Besonderes – auch ich lese ab und an mal U-Literatur statt E-Literatur, wenn mir vor dem Einschlafen nach etwas Zerstreuung ist: Den wirklich recht spannend geschriebenen Thriller „Der Krater“ von Douglas Preston.

0️⃣0️⃣3️⃣2️⃣ „Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?“

0265 Frisör▶ Weil ich beim Friseur war? 😉 Na, ich trage meine Frisuren nicht als Ausdruck meiner Persönlichkeit, oder als politisches Statement. Ich bin da ganz pragmatisch: Wenn es eindeutig zu lang geworden ist, kommt nach drei bis fünf Monaten die Matte ab – möglichst kurz, damit ich dann wieder meine Ruhe habe. Den Bart trage ich aus Faulheit – spare ich mir die tägliche Rasur. Außerdem beginne ich ab dem mittleren Alter allmählich eine Art Doppelkinn zu entwickeln und das gefällt mir nicht – der Bart kaschiert es. Ohne das Gefussel im Gesicht sehe ich auch zu „geleckt“ aus – passte eher zum „Kultur-Schnösel“, der ich in jüngeren Jahren durchaus war.

0️⃣0️⃣3️⃣3️⃣ „Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?“

▶ Nö. Anderen mag es so gehen – ich komme notfalls noch ohne aus. Die meisten „Smartphone-Süchtigen“ sind ja überaus aktiv in sozialen Netzwerken, die ich eher meide, wenn man mal von meinem Blog hier absieht. Oder sie sind in irgendwelchen Computerspiel-Clans und müssen deshalb dauernd ans Gerät… Infantile Gesellschaft halt.

0265 Smartphone IdiotsIm Schnitt nutze ich mein Handy (laut Bildschirmzeiten-Anzeige) 28 Minuten pro Tag. Hauptsächlich zum Telefonieren, Navigieren, als Terminkalender, für meine Lauf-App (wenn sie nur die Position aufzeichnet, läuft das automatisch und wird nicht zur aktiven Bildschirmzeit hinzugerechnet), Wetterbericht und Regenradar, sowie die Temperaturdaten-Fernüberwachung vom Schildkrötenhaus.

Wenn ich von Bildschirmgeräten „abhängig“ sein sollte, dann schon eher vom Tablet und vom PC – beides zusammengenommen, komme ich auf etwa 6 bis 8 Stunden Bildschirmzeit pro Tag. Beruflich und privat. Außerdem lese ich fast nur noch E-Books und Online-Medien, statt Printerzeugnisse. Das erklärt diese eher hoch erscheinende Stundenzahl. Aber abhängig bin ich hier auch noch nicht. Wenn ich einen mehrwöchigen Urlaub mache, komme ich dort sehr gut ohne elektronische Medien und internetfähige Geräte aus (bis auf die Handynutzung als weitere Fotokamera neben meiner Spiegelreflex).

0️⃣0️⃣3️⃣4️⃣ „Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?“

▶ Eigentlich eine sehr indiskrete Frage, aber ich habe nichts zu verbergen, da ich bekanntlich von der Hand in den Mund lebe: Aktuell minus 4.739,17 Euro – bin also wieder ganz schön tief im Dispo unterwegs. Wenn ich privat geliehenes Geld mitrechne, 0264 No Moneystehe ich sogar mit über 8000 Euro in der Kreide… Aber ich habe auch „Ersparnisse“ – auf einem Tagesgeldkonto liegen aktuell noch 120 Euro für Notfälle und in der Spardose dürften noch etwa 10 oder 20 Euro sein. Ach ja – ein „Aktiendepot“ besitze ich auch noch: Aktuell liegt darin noch genau eine Aktie im Wert von 53 Euro. Den Rest musste ich in den letzten Jahren unter Wert verschleudern, um Benzin und Essen bezahlen zu können… Fürs Alter lege ich schon lange nichts mehr zur Seite – laut letztem Rentenbescheid stehen mir ab meinem 67. Lebensjahr (wenn es denn dabei bleibt) um die 162 Euro monatlich zur Verfügung. Damit werde ich dann dauernd einen drauf machen und mir so richtig etwas gönnen! 😆

0️⃣0️⃣3️⃣5️⃣ „In welchen Laden gehst du gern?“

▶ In gar keinen – mich stört das Publikum beim Einkaufen. Oder das leere Portemonnaie. 😉 Vieles (dreiviertel aller Waren, die keine Lebensmittel oder Drogeriemarktprodukte sind) kaufe ich mittlerweile online ein.

0263 Cigar HolderFrüher, als ich noch in „Shangri-La“ wohnte und mir deutlich mehr leisten konnte, war indes das dortige, sehr ausgedehnte Zigarrengeschäft mit angeschlossener Raucher-Lounge mein Lieblingsladen: Dort hielt ich manchmal Hof – die Lounge war phasenweise so etwas wie eine ausgelagerte Mischung von Büro und Wohnzimmer für mich. Ich trank Espresso, rauchte Montecristo und hatte oft meinen Laptop dabei. Ich traf mich da regelmäßig mit anderen Zigarren-Aficionados aus meinem in jenen Tagen noch recht großen Freundes- und Bekanntenkreis (von dem heute fast nix mehr übrig ist).

Ein anderer Allzeitfavorit unter den Ladengeschäften ist eventuell auch noch ein sehr gut sortierter klassischer Herrenausstatter in der Stadt, in der meine Eltern wohnen. Toller Laden, in dem ich seit meinen Teenagertagen einkaufe. 🙂 Im Keller gibt es modisches Zeug für eher Jüngere, im EG Basics und Casual Fashion, sowie Hemden und Krawatten, im 1. OG Jacken, Mäntel, Jacketts und Anzüge (darunter viel aus Italien und England) und im 2. OG dann neben Smokings und Fräcken so richtig exklusive Designer-Sachen mit oftmals vierstelligen Preisen (dort habe ich bisher nur zwei oder drei Jacken und Mäntel gekauft und das ist auch schon Jahrzehnte her). Eigentlich ist dieser schöne Traditionsladen immer noch ein Lieblingsgeschäft – aber ich kann mir Einkäufe dort nicht mehr leisten, bzw. nur noch alle zwei bis drei Jahre mal ein paar Hemden oder Jeans…

So, jetzt habe ich hier wieder genug geschwafelt für heute… 😉 Hypermentale Grüße an meine Leser und Abonnenten!

13 Gedanken zu “„1000 Fragen an mich selbst“ (28 – 35)

      • Mein ganzes Leben und Streben ist eine einzige Suche nach Antworten… Schon als Kind habe ich alle mit meinem Gefrage genervt. 😉 Mich dann später durch ganze Bibliotheken gelesen…
        Aber mit diesem 1000-Fragen-Ding hat das nix direkt zu tun. Ich bin einfach hier in der Community darüber gestolpert, weil etliche Bloggerkollegen das auch gerade machen. Aus Erfahrung (auch bei myTagebuch) weiß ich, dass solche Frage/Antwort-Runden immer ganz gut beim Publikum ankamen. Außer natürlich bei den vier oder fünf speziellen Lesern, die dann immer die Krätze kriegen – aber von denen sind inzwischen eh nur noch zwei als Abonnenten an Bord geblieben… 😁

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