Ich habe vom Alk auf „Lichtnahrung“ umgesattelt…

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0195 ChininKennt Ihr „Chinin“? Die chemische Verbindung C20H24N2O2 aus der Gruppe der Chinolin-Alkaloide, die natürlich in der Chinarinde vorkommt? Vielleicht zumindest indirekt, wenn Ihr in einer Bar irgendwann einen „Gin Tonic“ getrunken haben solltet…

Ich lese ja unglaublich viel, wenn der Tag lang ist, weil ich ein Wissen(schaft)s-Junkie bin. Rund vier Stunden des Tages widme ich dem Bildungserwerb. Schon in der Schule nannten mich manche nach der 24-bändigen Enzyklopädie „Brockhaus“. Mittlerweile dürfte ich in meiner Rübe ein Mehrfaches des Wissens angereichert haben, welches der restlichen Bevölkerung „Niedergüllestunks“ in summa zu eigen ist. 🧐 Was bei nur drei oder vier Dutzend Haushalten voller Bauern und Handwerkern zugegebenermaßen kein allzu großes Kunststück darstellt… 😉

0197 ChininNun, bei einem meiner letzten Streifzüge durch diverse Fachgebiete stolperte ich über die Tatsache, dass Chinin in saurer Lösung bei Bestrahlung mit Ultraviolettstrahlung intensiv hellblau fluoresziert. Das musste ich gleich mal ausprobieren und für Euch fotografisch festhalten. Aus der Rinde der südamerikanischen Chinarindenbäume (ein Exemplar ist auch im Staatswappen von Peru zu sehen) lässt sich ein fiebersenkendes Mittel gewinnen, das seit dem 17. Jahrhundert auch gezielt zur Behandlung der Malaria eingesetzt wurde: Chinin. Ein nichtmedizinischer Verwendungszweck ist der lebensmitteltechnische Einsatz als Bitterstoff. Chinin macht beispielsweise die Erfrischungsgetränke „Bitter Lemon“ und „Tonic Water“ bitter. Schade, dass ich seit einigen Jahren fast keinen Alkohol mehr vertrage, weil meine Leber und meine Buchspeicheldrüse weitestgehend im Arsch sind, denn sonst hätte ich mir zu Demonstrationszwecken einen „Gin Tonic“ gemixt. Deshalb beließ ich es bei einem Tonic Water ohne Wacholderschnaps-Zugabe. Glücklicherweise habe ich hier in meinem Haushalt auch eine kleine UV-Taschenlampe, die ich mir einst zugelegt hatte, um damit Fluoreszenzphänomene der Gesteine meiner umfangreichen Mineraliensammlung zu erkunden. Mit ihrer Hilfe ließ sich dann sehr schön verifizieren, dass Chinin unter ultraviolettem Licht hellblau fluoresziert. PROST!  🙂

0198 Prost Chinin

26 Gedanken zu “Ich habe vom Alk auf „Lichtnahrung“ umgesattelt…

  1. Ich mochte Tonic Water schon immer (Alk eher weniger resp. vertrage ich auch nicht viel) und als ich so um 20 rum war, gingen wir öfter in ne Bar mit UV-Licht von daher wusste ich, dass das leuchtet.
    Katzenpipi übrigens auch 😀

    Prost!

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  2. 1975 oder 76 meinte eine hiesige Arzthelferin noch, bei Infekten muß Chinin her. Hab aber keines verschrieben bekommen, wüßt auch nicht, ob jemals. Wahrscheinlich aber schon. War ne sympathische Arztpraxis, hat aber bald danach geschlossen: Arzt ging in Rente.
    Wirklich gut aussehend, sehr gut sogar. 😎 Dachte an Deine Vorleben, und ich bin davon überzeugt, daß Du es mit Deinem Aussehen mehr als glücklich getroffen hast. Trotz hochintelligentem Bildbearbeitungsprogramm. 😉

    Gefällt 1 Person

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