Nix als Schwierigkeiten beim Hantieren mit den Gummis

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Ich lag eben gemütlich auf meinem Tablet lesend im Bett, als komische Geräusche an mein Ohr drangen. „Oh, die Mäuse treiben’s heute aber dolle“, dachte ich spontan. Normalerweise ist es meistens die Mäusepopulation auf dem Dachboden, wenn man Schlechteinordnungsbares hört – Trippeln, Raspeln oder Rascheln. Vermutlich haben die grauen Nagetiere über die Jahre hinweg die halbe Dämmung von Haus „Zweieichen“ weggeknuspert. Und diverse alte Klamotten von Philomena, die anfangs in Pappkartons, statt in mäusesicheren Plastikboxen dort oben gelagert wurden…

Seltsames Klackern. Aber irgendwie nicht direkt von oben. Vielleicht die Nachbarn nebenan? Ich ging der Angelegenheit auf den Grund und stieß auf ein Warnschild „Achtung – Tür bitte nicht öffnen“ an der Buchenholzfurnier-Badezimmertür. Oh, ist es nun soweit? Eigentlich ist das Badezimmer bei Philomena und mir keine wechselseitige Tabuzone – wir gehen diesbezüglich sehr locker voreinander um, d.h. es kann sich auch mal jemand die Zähne putzen, wenn der andere gerade unter der Dusche ist, etc..

Aber das Schild hatte andere Gründe, wie ich recht schnell am oben zwischen Tür und Rahmen eingeklemmten schwarzen Knoten erkannte. Es handelte sich um neue Trainingsausrüstung meiner Mitbewohnerin. Philomena braucht nicht unbedingt immer High-Tech-Geräte für über 1000 Euro, wenn sie sich neue Sportutensilien zulegt – oftmals tut es auch Equipment für‘n lumpigen Zehner; etwa die neuen Fitnessbänder (so etwas wie überdimensionierte Gummibänder), die sie sich heute bei Aldi geholt hatte. Ihre Experimente mit diesen an der Badezimmertür hatten mich akustisch von der Bettstatt gelockt.

0181 Pappe.jpg

Seid Ihr auch gerade über eine Zeile in der Produktbeschreibungspappe gestolpert? Falls nicht, hier nochmals hervorgehoben:

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„Individuell anpassbare Trainingsschwierigkeiten? Echt jetzt? Vermutlich ist damit eigentlich so etwas wie „individuell anpassbarer Trainingsschwierigkeitsgrad“ gemeint gewesen… Aber vor meinem geistigen Auge sehe ich nun spontan allerlei „Trainingsschwierigkeiten“ auftauchen: Wird Philomena mit ihren schwierigen Gummis die Klotür zerschießen oder eher sich selbst ein blaues Auge? Worin besteht die weitere individuelle Anpassung dieser Schwierigkeiten? Zusätzlicher Psychostress beim Bändleinlupfen, oder eher eine gummierte Plage in besonderer Feinabstimmung auf den jeweiligen soziokulturellen Hintergrund? Kommen beim Gummizupfen noch Herzklabastern oder Schüttelfrost hinzu? Oder muss man die Widrigkeiten selber steigern, etwa indem man aus der kalten Dusche heraus an den Seilen zerrt, oder mit Magengrimmen und negativen Gedanken vom Klo aus?

Innerlich alarmiert, wartete ich auf Holzsplittern oder Schmerzensschreie. Nichts… „Ah sie steigert ihre Trainingsschwierigkeiten eher langsam und behutsam“, dachte ich mir und ging ins Arbeitszimmer, um diesen Eintrag in die Tasten zu hauen.

Die teureren Trainingsgeräte enden ja meistens als Kleiderständer – was könnte man also mit den günstigeren anfangen? Mir schwebt da so ein Gummiseilkatapult zwischen den beiden Eichenstämmen hinterm Haus vor: Mit dem könnte man angebrannten Eintopf oder ähnliche Überraschungen auf die Landstraße schießen, wenn einen morgens der einsetzende Pendlerverkehr am Einschlafen hindert… Oder ich flitsche mir mit solch einem Gummiseil die Bahn frei, wenn im Supermarkt mal wieder das dumme Brunzvieh die Gänge blockiert… 😉 Mal schauen.

4 Gedanken zu “Nix als Schwierigkeiten beim Hantieren mit den Gummis

  1. das hier ist die bestmögliche Verwendung dehnbarer Gerätschaften und die beiden Eichen dürften wertvolle Dienste leisten: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/knoedeln-gegen-kampf-jets-424319.html
    allerdings sieht man im Vergleich zum 21. Jahrhundert, wie frei und menschlich es damals im zwanzigsten Jahrhundert noch zuging. Heute stünde ein 30 köpfiges hathathat Team vor der Türe und man würde entweder lebenslang in Moabit trainieren dürfen oder zum survival Experten in Guantanamo werden.

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