Abwarten und Tee trinken đŸ”

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Ich glaube, das mit (m)einer Existenz als Profi-Blogger wird in diesem Leben nix mehr
 😒

Wieder zwei Wochen Pause – dabei hĂ€tte es diesen Monat wirklich etliche Ereignisse & Erlebnisse gegeben, die man hier hĂ€tte berichten können. Eigentlich wollte ich unter dem Titel „Eklat mit Eclairs“ am Monatsanfang eine leicht tragische Anekdote zum Besten geben, danach dann ĂŒber die Taufe des dritten Kindes meines Bruders berichten [wenn hypermental auf katholischen Mummenschanz (den tief religiösen Eltern meiner katholischen SchwĂ€gerin zuliebe, werden alle Kinder meines evangelischen Bruders kleine Katholiken) und eine heterogene Menge von FestivitĂ€tenteilnehmern trifft, gĂ€be es eigentlich so einiges an Material zum sĂŒffisanten Niederschreiben], oder ein paar Gartenfotos abwerfen – aber ich hatte dazu irgendwie keine Zeit oder keinen Bock. Nicht wirklich eine „Schreibblockade“.

Eher war es so, dass es tagsĂŒber oft genĂŒgend andere Dinge zu tun gab und ich dann abends schlichtweg zu mĂŒde zum Blog schreiben war. Zumindest grĂ¶ĂŸere essayistische Texte bekomme ich dann nicht mehr auf dem QualitĂ€tsniveau hin, das ich mir selbst als Mindeststandard fĂŒr diese Kolumne hier verordnet habe. 😠 Ich bin dann zu vorgerĂŒckter Stunde zu fahrig und zu unkonzentriert dazu. FrĂŒher war das anders, da konnte ich zu jeder Tages- und Nachtzeit geistig Vollgas geben und teils auch mal eine ganze Nacht auf brillanter Höhe „durch-texten“
 Die Zeiten sind vorĂŒber. Oft bin ich abends hundemĂŒde. FĂŒhle mich geistig degeneriert. MinderschreibfĂ€hig. Ob’s womöglich an der bereits wieder aufziehenden Winterdepression liegt? Keine Ahnung


Ich hĂ€tte natĂŒrlich tagsĂŒber ein paar BlogbeitrĂ€ge verfassen können, wenn keine wirklich extrem wichtigen Arbeiten anlagen – aber Philomena sieht das nicht so gerne, sie hĂ€lt es eher mit dem Slogan „erst die Arbeit, dann das VergnĂŒgen“. Solange es noch potentiell „sinnvollere“ unerledigte TĂ€tigkeiten als das Bloggen gĂ€be, sieht sie es gar nicht gerne, wenn ich mich stundenlang vor den Rechner setze, um dann irgendwelchen Unfug fĂŒr ein virtuelles Minipublikum zu verzapfen
 Teilweise hat sie damit natĂŒrlich Recht. Sie ist eh so etwas wie meine persönliche Antreiberin, die mir mitunter saftig in den faulen Arsch tritt, damit ich diesen ĂŒberhaupt einmal aus dem Sessel erhebe.

Selbst beim Schreiben dieses Beitrags befĂ€llt mich gerade wieder ein gewisses WinterschlafbedĂŒrfnis. Morgen oder ĂŒbermorgen kommt unsere Landschildkröte 🐱 zwecks Winterstarre ❄ fĂŒr drei oder vier Monate in den KĂŒhlschrank. Ich wĂŒrde ihr am liebsten auf dem Fuß folgen! Die trĂŒbe, kalte, ekelige Jahreszeit einfach verpennen. 😮 Das wĂ€re schön.

DemnĂ€chst werde ich fĂŒr etliche Tage tagsĂŒber wieder etwas mehr zu tun haben. Abends folglich „blogunfĂ€hig“ sein. Null Bock auf Blog haben
 Deshalb heute dieses kurze Lebenszeichen von mir. Mich gibt’s noch. Mag nur nicht schreiben, bzw. kann teilweise nicht – v.a. spĂ€tabends. Zu mĂŒde. Abonniert mich deshalb fleißig, damit Ihr mitbekommt, wann es wieder weitergeht mit meinen „Daily News from Absurdistan“, die leider momentan alles andere als „daily“ erscheinen
 Hoffe, recht bald schon. Oder in ein paar Tagen, Wochen, Monaten, 2019? Ausharren und Tee schlĂŒrfen.Â đŸ”

0002 Strich

P.S.: Ich merke gerade, dass mir das Schreiben am PC tierisch auf den Senkel geht. Vielleicht rĂŒhrt meine Blogunlust auch daher, dass ich mich dabei enorm anstrengen muss, bzw. meine Augen und deshalb Kopfschmerzen bekomme. Vermutlich brauche ich unbedingt eine „Computerbrille“, d.h. eine Brille fĂŒr die Distanzen zwischen normaler Brille und Lesebrille (die ich momentan noch nicht brauche). Mit der normalen Brille sehe ich bis etwa 80 cm Abstand gut, wenn ich ein Buch lesen will, muss ich sie absetzen und etwa auf 30 cm Abstand herangehen. Am PC brĂ€uchte ich eine spezielle Extrabrille fĂŒr die Distanz von ungefĂ€hr einem halben bis dreiviertel Meter Abstand, in der ich vor dem Schirm zu kleben pflege. Habe neulich erst erfahren, dass es sowas tatsĂ€chlich gibt.

 

 

14 Gedanken zu “Abwarten und Tee trinken đŸ”

  1. typischer fall von blogblockade, bei dir der spezielle fall von winter- und altersblogmĂŒdigkeit. kann ich nachvollziehen. wenn ich geistig mĂŒde bin, langweilt mich so ziemlich alles – also, wozu darĂŒber berichten, dass ich china zum tausendsten mal ein sack reis umfiel… und Ă€hnliches.
    kinder zu katholiken machen, und das auch noch in deiner unmittelbaren umgebung. sowas traumatisiert freilich. was ein horror! gĂ€hn. dazu noch philomena mit der peitsche hinter dir…
    wĂŒnsche dir eine gute zeit!

    GefÀllt 1 Person

    • Ich glaube, dass Philomena – weil sie krankheitsbedingt Jahrzehnte lang eher wenig machen konnte – einen ziemlichen Tatendrang entwickelt, sobald es ihr besser geht. Außerdem war sie auch vor der Erkrankung eher sehr fleißig und verfĂŒgte ĂŒber ein hohes Arbeitsethos…
      Ich hingegen erkenne zunehmend die Sinnlosigkeit vielen Tuns. Entlarve ein Großteil allen Schaffens als „Bullshit-Jobs“ und verliere darĂŒber langsam aber stetig und grĂŒndlich meine einstige preußische Disziplin und mein Arbeitsethos. Inzwischen bin ich ziemlich faul, was regulĂ€re Arbeiten angeht – dafĂŒr laste ich permanent mein Hirn aus. Kenne daher keine echte Langeweile.

      GefÀllt mir

  2. Soviel ich weiß, hat Schreibman so ein geniales DiktiergerĂ€t, das seine gesprochenen Worte / Gedanken sogleich in lesbare Wörter verwandelt, die dann automatisch auf dem Bildschirm erscheinen. Vielleicht wĂ€re das auch etwas fĂŒr dich.

    GefÀllt 1 Person

  3. Dort wo die Schildkröte des Winters schlummert, wĂŒrd ich aber nicht schlafen wollen. *bibber* Und zu unkuschelig.
    Zum Lesen auf dem Sofa nehm ich meine alte, schwĂ€chere und am Tisch meine neue Lesebrille. An sich brĂ€ucht ich im Garten zum KrĂ€uter suchen auch Brille – zum umstĂ€ndlich. Ist eh immer fĂŒr mich, als mĂŒĂŸt ich KrĂŒcken mit mir schleppen …

    GefÀllt 1 Person

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