Blutmond und Krötengenesung

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Eben habe ich mir im Garten die Mondfinsternis, den „Blutmond“ angeschaut. Leider etwas unspektakulärer, als gedacht – ich habe schon erheblich eindrucksvollere Mondfinsternisse beobachten können.

🌕🌖🌗🌘🌑🌒🌓🌔🌕

Das die heutige „Jahrhundertmondfinsternis“ subjektiv von mir als relativ unspektakulär wahrgenommen wurde, lag an den hiesigen, eher ungünstigen Beobachtungsverhältnissen: Sehr weit westlich gelegen war die Bedeckung des Vollmondes durch den Erdschatten bereits im vollen Gange, als der Mond am Horizont aufging, bzw. hier über der Horizontsilhouette aus Bäumen, etc. auftauchte. Außerdem war es noch nicht wirklich stockdunkel, so dass der Mond noch gegen das restliche Abendlicht verblasste. Ganz leichten Dunst hatten wir vermutlich auch noch, so dass die atmosphärischen Einflüsse bei einem dermaßen tief stehenden Mond recht deutlich waren.

Trotzdem habe ich versucht, ein Foto vom roten Mond zu machen (über das selbst die laienhaftesten unter den Hobbyastronomen innerhalb meiner Leserschaft entsetzt die Nase rümpfen werden):

0125 Mondfinsternis

Gewinnerfoto „Deutschlands miesestes Astro-Foto 2018“

Eine vernünftige Langzeitbelichtung ging nämlich leider auch nicht, weil mir die Schnellwechselplatte des Stativkopfes abhanden gekommen war. Vor über einem Jahr hatte Philomena der heilige Zorn gepackt, weil ich viele Jahre meinen Schreibtisch nicht aufgeräumt hatte und die Staubschicht dort ähnlich dick war, wie bei der Öffnung von Tutanchamuns Grabkammer – bei ihrem Aufräum-Amok muss das Kleinteil irgendwo hin geraten sein, wo ich es eben (zehn Minuten vor dem Höhepunkt der Mondfinsternis) auf die Schnelle nicht mehr finden konnte. Vermutlich wird es irgendwann am Sanktnimmerleinstag wieder auftauchen… Aber nicht so wild, denn ich müsste mir bald eh ein neues Fotostativ zulegen – das alte ist ziemlich verschlissen nach ewigem Gebrauch…

Das Bild wurde also völlig unstabilisiert aus der Hüfte geschossen – mit zweisekündiger Belichtungszeit.

Wenn ich in diesem Eintrag schon keine vorzeigbaren Astrofotos hinbekomme – dann kann ich wenigstens zu guter Letzt noch eine Entwarnung geben und mich nochmals bei allen mitfiebernden und daumendrückenden Lesern bedanken:

🐢 Kröt geht es wieder erheblich besser – ich denke unsere Landschildkröte ist nach dem Hitzschlag wieder über den Berg! 😃

Die Panzerrötung geht inzwischen jeden Tag ein bisschen zurück und er zeigt auch kein unnormales Verhalten mehr. Die spastischen Zuckungen sind nicht mehr aufgetaucht und das Tierchen frisst und läuft wieder normal. Angesichts des schrecklichen Bildes, das sich mir bot, als ich ihn so wie im letzten Blogeintrag beschrieben auffand, ist das eine erstaunliche Genesung – Landschildkröten scheinen unglaublich zähe Biester zu sein… 😉

Glück gehabt. Aber an solch heißen Tagen werden wir nun noch besser auf ihn achtgeben. Jedenfalls hat Euer Daumendrücken offensichtlich sehr gut gewirkt! 👍 Danke und schöne Grüße!

20 Gedanken zu “Blutmond und Krötengenesung

  1. Puuuh, was bin ich froh, dass sich Kröt erholt hat!

    Bei uns war der Mond so klein und weit weg, dass man den auf meinem Handyfoto nicht mal gesehen hätte, also habe ich es gelassen. Der Mann ist mit der guten Kamera unterwegs, vielleicht bringt er noch Fotos heim.

    Ich habe mir den NASA-Livestream angesehen *faulbin*

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  2. Hier standen tausend Leute auf den Straßen und ich dachte nur WTF?!…. und dann wars wegen dem Mond. Ich hab mal geschaut, war ganz hübsch, aber so spannend dann irgendwie doch nicht. //Es freut mich, dass es Kröt wieder besser geht! 🙂

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  3. Freue mich auch, dass es Deiner Schildkröte wieder besser geht. Habe ihn in meine Gebete eingeschlossen. – Den Blutmond haben wir gestern gesehen. Hatte mich auf dem Heimweg von der Arbeit schon gewundert über die vielen Leute, die überall auf den Feldwegen wild parkten und am Straßenrand saßen oder standen. Haufenweise! Hab auch ein Handy-Foto gemacht, aber da ist er nicht so rot, eher grau. Wir haben das dann noch aus dem Toilettenfenster beobachtet, wie die Sichel wieder kam. Fand es jetzt aber auch nicht sooo spektakulär. Auch wenn es selten ist.

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  4. ich interessiere mich für astronomie…, aber nicht für solche angeblich spektakulären ereignisse. jeder blick ins nächtliche himmelsfirmament ist für mich jedes mal aufs neue spektakulär…, und mein freund der mond sowieso. von dessen antlitz kann ich mich in mancher mondnacht gar nicht losreißen.

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  5. Du hast wenigstens ein Foto, mir war es leider nicht vergönnt. Der Mond kam spät hinter den Häusern hervor und dann war er auch nur sehr schwach „beleuchtet“. Das hat die kleine Kamera nicht gepackt. Dafür strahlte der Mars sehr hell und die ISS habe ich auch gesehen 🙂

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    • 👍 Gut, alles abgehakt… ✅😉 ISS habe ich verpasst vor lauter Stativkopfwechselplattensucherei…
      Aber ich habe eine Astronomie-App, die mir u.a. alle sichtbaren Überflüge anzeigt und daher die ISS schon recht häufig gesehen. Manchmal bemerke ich sie auch ohne App am Himmel…

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  6. Hier war die Mondfinsternis spektakulär, ich habe tolle Fotos machen können. Sogar die ISS flitzte über den Himmel Und später gesellte sich noch der Mars dazu, der in Opposition zur Sonne stand und so groß in den nächsten 30 Jahren nicht mehr zu sehen sein wird. GreetZ!

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