Nicht nur für „rabi“: Seiltänzer-Fotos aus Belgien

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Bin zurück aus Flandern. Ja, nicht nur WordPress-Bloggerkollege Schreibman trieb sich die letzten Tage in Belgien herum, sondern auch der Autor dieses Eintrages. Wenn ich nicht wie eine satte alte Spinne im Netz meines ländlichen Exils hocke, irrlichtere ich bekanntlich an diesem und jenem Ort auf dem Globus herum. Dieses Mal landete ich im westlichen Nachbarländchen, über das mein Bekannter Claude vor etlichen Jahren in der ihm eigenen, bornierten-ignoranten Art verlautbaren ließ: „Belgien? Was zur Hölle ist schon Belgien! Das Land der Kinderschänder und beleuchteten Autobahnen – da gibt’s doch nix weiter!“ Im Rückblick hatte Claude recht trumpsche Züge, fällt mir nun gerade auf, wo ich das niederschreibe – ein bereits einmal spektakulär bankrottgegangener, aufgeblasener, ignoranter, selbstherrlicher, halbkrimineller Geschäftsmann, gesegnet mit schlechtem Aussehen und absenten Manieren… Hab seit 2008 nichts mehr von ihm gehört – inzwischen ist er vermutlich irgendwo im Orient untergetaucht, seitdem er die Anleger seines Immobilienfonds um eine neunstellige Summe geprellt hat…

Der Fall „Dutroux“ ist über zwanzig Jahre her – bleiben die beleuchteten Autobahnen. Bis auf diese war Belgien für mich bis dato ein weißer Fleck auf der Landkarte. Ein Land, das man auf eben jenen beleuchteten Autobahnen möglichst rasch durchfuhr, wenn man in Richtung Großbritannien oder Frankreich unterwegs war. Irgendwas mit Schokolade und Waffeln dämmerte noch im Hinterkopf, und Diamanten in Antwerpen… Ach ja, und die EU-Bürokratie ist dort auch noch beheimatet.

Außer um meine belgischen Bildungslücken zu stopfen, nutzte ich den Aufenthalt in der schönen, flandrischen Stadt Gent für ein Wiedersehen mit einem Bekannten, der dort zufällig auch ein paar Auftritte hatte. Ihr ahnt es vielleicht schon ob des Beitragstitels – es handelte sich um jenen „Seiltänzer“, über den Bloggerkollege rabi letzten Monat in seinem WordPress-Eintrag „Ein Sonntag in Bremen“ schrieb! Rabi beobachtete Mitte Juni einen Artisten dabei, wie er in einem Park für seinen Auftritt übte und machte ein Foto davon. Für rabi sehr überraschend, erkannte ich den Mann auf dem Bild sofort. Noch kurioser wurde dieser (Zu-)Fall nur noch dadurch, dass es sich bei dem Mann mit der spektakulären Körperbeherrschung darüber hinaus auch noch um den Schwager der Ex-myTagebuch-Autorin handelte, die hier auf WordPress als sangsalavela umhergeistert… Hier also – nur wenige Wochen nach rabis Foto aus Bremen – meine Bilder aus Gent, die ich am Samstag vom Seiltänzer und seinen Artistenkollegen machte:

0117 Seil Gent.jpg

Um seinen Blogeintrag etwas „spannender“ zu gestalten, schrieb unser Blogging-Kollege rabi, der Mann sei „auch einige Male vom Seil runtergefallen“. Nun, dieses diente wohl nur dazu, den Beitrag literarisch-dramaturgisch etwas aufzupeppen, den in Wirklichkeit ist mein italienischstämmiger Bekannter aus London ein begnadeter Artist – hier ein kurzes Video, das in Gent von sangsalavela gedreht wurde, die mir das Filmchen dann nach der Show dankenswerterweise per Bluetooth auf mein iPhone kopiert hat:

Ja, die Zufälle läppern sich, nicht? 😉 Schnell wird aus einem Gent-Trip auch noch ein Ex-myTagebuch-Autorentreffen – die Welt ist klein… Und voller Geheimnisse.

Damit nicht nur die Insider (rabi & Co.) etwas von der gerade beendeten Gent-Reise haben, auch noch ein paar Stadt-Fotos für die Outsider:

0118 Gent

Hypermentale Grüße an alle meine Leser und Abonnenten und dieses Mal speziell an Leute, mit denen ich schon mal Daten per Bluetooth ausgetauscht habe! 😉

18 Gedanken zu “Nicht nur für „rabi“: Seiltänzer-Fotos aus Belgien

    • Wenn da rosarote Elefanten im Hintergrund schweben und auf einem Lieferwagen „Delirium“ steht, dann bin ich es, den Du meinst… 😉 (Hercule Poirot müsste sich übrigens allmählich mal um diese ganzen Seiltänzer-Verwicklungen der letzten Wochen kümmern, nicht?)

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  1. Wenn ich an Belgien denke, dann spontan an Umweltverschmutzung und Dreck. Außerdem an furchtbar hässliche Betonklötze an den Küsten. Aber auch an schöne Zeiten am Meer 🙂. Gent kenne ich nicht, aber anhand der Fotos würde ich sagen, ist auf jeden Fall eine Reise wert 👍

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  2. Belgien? Was war noch mal Belgien? Das Land der septante, huitante, nonante = Ach ja 1971 auf der Fahrt nach Paris, war ich zum ersten Mal in Belgien: Abstecher zum Männeken Pis.
    Und vor genau 30 Jahren – ohne deinen Eintrag hätte ich es vergessen – war ich mit meiner Schwester in Maasticht, ein schönes, damals noch unbekanntes Städtchen, das später durch die „Maastrichter Verträge“ europaweit bekannt wurde.

    Hast du dem Seiltänzer erzählt, dass er in Bremen bei seinen Vorbereitungen heimlich beobachtet und fotografiert worden ist?

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    • Leider war dazu nicht die Gelegenheit, rabi. Die mussten proben, hatten zwei Shows am Tag und es gab unerwarteten Ärger mit einem zu nachgiebigen Bühnenboden, den der Veranstalter gestellt hat. Die halbkreisförmige Wippe wiegt nämlich eine Tonne. Außerdem ist der Seiltänzer, ganz entgegen dem Italienerklischee, eher nicht so gesprächig. Ich habe ihn einst auch durch seine Frau kennengelernt – die ist deutlich kommunikativer. 😉 Grüße!

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