Malte-Torben geht durch die Decke!

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Malte-Torben geht steil! Genauer gesagt mein Blogeintrag „Malte-Torben – eine nicht ganz politisch korrekte Lovestory“ vom 11. Februar diesen Jahres. Manchmal geschehen mysteriöse Dinge auf WordPress. So bietet sich mir bei den WordPress-Statistiken hinsichtlich „Aufrufe“ und „Besucher“ aktuell folgendes Bild:

0105 Malte-Torben Stats

Für ein paar Tage stiegen die Aufrufe meiner „Daily News from Absurdistan“ dermaßen an, dass ich am 16. Juni den bisherigen Tagesbesucherrekord meines Blogs verzeichnen konnte! Schuld daran war offenbar „Malte-Torben“. Diese bitterböse Lovestory-Satire, die durchaus geeignet ist, ein paar Gutmenschen halbwegs berechtigt auf die Palme zu bringen, dümpelte wochenlang mit null bis drei Aufrufen pro Tag vor sich hin, auch am 15.6. erhielt sie noch genau einen Klick. Doch dann ging es ab: 16.6.112👁️, 17.6.67👁️, 18.6.28👁️, 19.6.10👁️! Erst heute ist mit nur noch vier Aufrufen des entsprechenden Beitrags wieder halbwegs Ruhe eingekehrt… Normalerweise werden meine Blogeinträge um die 50- bis 60-mal aufgerufen – Malte-Torben erhielt hingegen bisher 417 Views!

Was war da los? Ganz genau kann ich es mir nicht erklären. Erst nahm ich an, jemand müsse irgendwo auf einer recht gut besuchten Website einen Link zu meinem Kurzgeschichten-Blogbeitrag über das Wollmützenweichei, dem ein viriler Araber die Freundin ausspannt, gesetzt haben. Doch die meisten der unerwartet zahlreichen Besucher des Beitrags kamen nicht von irgendeiner speziellen Website zu meinem WordPress-Blog, sondern fanden Malte-Torben der Statistik nach offenbar durch eine entsprechende Google-Suche… Aber wer zur Hölle sucht denn plötzlich derartig gehäuft im Internet nach „Malte-Torben“? und dann auch nur für ein paar Tage, bevor es gleich wieder abebbt? Vielleicht gab es ja irgendwo an anderer Stelle ein kurzlebiges Malte-Torben-Meme, einen auf Facebook oder 4chan geteilten Malte-Torben-Comic, oder so etwas in der Art, der entsprechend Leute veranlasst hat, spontan „Malte-Torben“ zu googeln – und dann bei mir zu landen… Auffällig war darüber hinaus auch, dass die Besucher nicht wie sonst bei meinen Blogeinträgen üblich überwiegend aus Deutschland 🇩🇪, Österreich 🇦🇹 und der Schweiz 🇨🇭 (bzw. allenfalls noch USA 🇺🇸 und Indien 🇮🇳) kamen, sondern sogar Aufrufe aus Australien 🇦🇺, Ungarn 🇭🇺, Israel 🇮🇱, Neuseeland 🇳🇿, Slowenien 🇸🇮, Ecuador 🇪🇨 und Nigeria 🇳🇬 erfolgten! Offenbar war es für wenige Tage weltweit „in“, nach Malte-Torben zu googeln. Keine Ahnung was da wieder los war, bzw. ob da ein virales Mem, ein kurzlebiger Internet-Hype dahinter steckte…

Im Unterschied zu der nicht ganz politisch korrekten Lovestory dümpelt meine „Sternenkreuzer Pirmasens“-Fortsetzungsgeschichte dafür ziemlich vor sich hin: Fünf der sechs bisher veröffentlichten Folgen dieser Science-Fiction-Story befinden sich auch zugleich unter meinen sechs bisher am wenigsten häufig aufgerufenen Blogbeiträgen überhaupt. Meine Leser scheinen die Abenteuer von Benjamin Freitag und Konsorten zu scheuen, wie der Teufel das Weihwasser – absolutes Quotengift, das nur um die 20 Aufrufe erhält. Lediglich das erste Kapitel erhielt noch 36 Klicks – aber da wussten die Blogbesucher auch noch nicht, was sie dort erwartet!

Meine Hausgenossin Philomena meint übrigens auch, dass die Sternenkreuzer-Geschichten zu sexistisch und obszön seien (Nappoke Gnobkock lässt grüßen!), zu viele technische Endlos-Erklärungen enthielten und darüber hinaus weit unter meinem üblichen Niveau blieben… Da mag sie in allen drei Punkten Recht haben – aber Philomena ist auch nicht die „klassische“ Sci-Fi-Zielgruppe (obwohl sie ein großer „Star Trek“-Fan ist): Science Fiction ist oftmals „Pulp“! Leicht konsumierbarer Eskapismus. Keine Hochliteratur. Eher nahe an Blockbuster-Kino und Comic-Heft. Als ich die erste Pirmasens-Folge in die Tastatur hämmerte, hatte ich als imaginären Leser-Prototyp meinen alten Internet-Bekannten Inorbit im Sinn (der ja leider inzwischen nicht mehr als „orbi64“ auf WordPress schreibt und vermutlich auch kaum noch hier liest). Einen Astronomie-affinen Comic-Nerd… Für solche in der Wolle gefärbten Weltraum-Junkies kann es auch mal eine größere Dosis nerdiger „Technobabble“ 🚀 sein, dachte ich mir, und die Protagonistinnen haben in solcher Schundliteratur für große Jungs selbstverständlich immer die Maße 90-60-90… Philomena meinte, im Koordinatensystem des bisher von mir aufgespannten „Pirmasens“-Kosmos könne sie keine für sich geeignete Identifikationsfigur finden…

Umso erstaunter war ich dann, dass meine treuesten „Sternenkreuzer Pirmasens“-Fans durch die Bank weg weiblichen Geschlechts sind! Drei bis vier Ladies halten der Serie die Stange und sind regelmäßig bei jeder neuen Folge bei den Likes oder Kommentaren dabei. Danke an Euch – solange Ihr mir die Treue haltet, lass ich für Euch die „U.E.S.S. Pirmasens“ weiter durchs All fliegen! Versprochen… 😉

0010 Pirmasens

…außerdem war ich früher noch viel schlimmer! Da troff oft wirklich niveauloses Dreckszeug aus meiner Internet-Autorenfeder: Etwa, jene Passage, die ich als „Nebelwarner“ in der Adventszeit 2003 auf der Blog-Plattform „myTagebuch“ veröffentlichte:

„(…) Gerade, als ich dem einen der Goldrauschengel die Dessous vom Leib reißen wollte, kamen die bösen Häscher in ihren dunklen Uniformen wieder angerannt! Leider konnte ich nicht fliehen, da ich über meine heruntergelassene Hose in den Kunstschnee stürzte. Sie griffen nach mir, während ohrenbetäubend „Morgen kommt der Nikolaus“ aus den Boxen wummerte. Ich tat das einzige, um mich vor ihrem Zugriff zu schützen und kotete mich ein. Teerte und federte mich in Dünnschiss und Plastikschnee… Die beiden Uniformträger von der Sankt-Leckmich-Brigade des Shoppingcenters waren feine Pinkel und ließen von mir ab. Ich rutschte durch den Kot und fiel hilflos von der Ausstellungsbühne mit dem Schlittenfahrertrio herunter in den Gang. Kreischend wich die Menge zurück. Ich sah nicht mehr, wo ich war, weil ich Kot und Kunststoffflocken in den Augen hatte. Meine Augen brannten, mein Pimmel pendelte kotverschmiert zwischen meinen Beinen, als ich mich ziellos im Kreis drehte… (…)“

Eine üble Farce über den Konsumrausch zu Weihnachten war das. Ich musste die komplette Story übrigens alljährlich zur Adventszeit auf besonderen Wunsch einer langjährigen Leserin erneut hochladen, die hier in unserer kleinen, feinen WordPress-Community von Ex-myTB-Autoren in der Diaspora als „Kätzerin“  😺 bekannt ist… Vermutlich werde ich diese Tradition auch auf WordPress fortsetzen – im kommenden Dezember dürfte es in meinen Absurdistan-News also wieder recht derb zugehen! 😉

Aber nicht nur 2003 als „Nebelwarner“, sondern schon etwas an Lebensjahren gereift, und daher eigentlich niveauvoller sein müssend, schrieb ich noch anno 2015 als „hypermental“ auf myTagebuch innerhalb einer nur zwei oder drei Episoden langen Kleinserie „Ocki und Mumpe“ folgende recht bizarr anmutende Zeilen:

„(…) „Mumpe, getz gips ne Kacketransplantation! Hab eh grade Druck, happich, nä?“

„Ocki echt jetzt? Obermackerhamma!“

„Jau Mumpe, komm gleich hin nach mir! Gleich hier am Platz, nä!“, spracha und riss den Gürtel aus den Schlaufen seiner ölverschmierten Jeans. Sofort machte er nen Bückling und präsentierte seinen mageren Arsch. Zwischen den Beinen baumelten die krampfadergeschmückten Klöten.

„Wie jetz? Ocki ich bin nich am raffen, wie nun datt so laufen tun soll?“

„Komm Mumpe! Ich scheiß Dir ein dreipfündiges Transplantat innen Hals!“

„Meinze echt? Issa man krass, issas…“ Mumpe zögerte nun und zierte sich ein bisschen… Könnte ja wer sehn, nicht? Sehen könnta was!

„Fresse! Komm anne Rosette, ich hab Schub auf der Mündung!“ (…)“

Dagegen sind meine Sternenkreuzer-Anzüglichkeiten doch regelrecht harmlos-netter Altherrenwitze-Humor, oder? 😝 Vielleicht muss man aber in Zeiten von #MeToo-Debatte, zunehmender Internet-Zensur und schnellen Volksverhetzungs-Vorwürfen ein wenig vorsichtiger agieren. Die Leute mögen mittlerweile etwas zarter besaitet sein und ich sollte dem womöglich Rechnung tragen? Vielleicht besser so… 🤐

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…zum Schluss noch mal ein abrupter Themenwechsel hin zu homestoryesken Mitteilungen:

„Kröt“ 🐢 hat mittlerweile seine ersten Nächte im neuen Schildkrötenhaus bestens überstanden – hier seht Ihr ihn morgens nach seiner ersten dortigen Übernachtung:

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Ansonsten hat Philomena heute wieder leckere selbstgebackene Cantuccini (traditionelles, italienisches Mandelgebäck) produziert und als absolute Steigerung davon auch noch eine grandiose „Tarte Tatin“ (traditioneller französischer Apfelkuchen mit eine karamellisierten Zucker-Schicht) aus dem Ofen gezaubert! Demnächst ist hier im Haus „Zweieichen“ also Schlemmen angesagt…

Hypermentale Grüße an alle Leser und Abonnenten!

 

 

17 Gedanken zu “Malte-Torben geht durch die Decke!

  1. Ach Gott, ohne Sexismus wäre es nicht hyper. Außerdem verstehe ich das ironisch. Der Technikwortschwall dient halt der Anschaulichkeit. Überfliege ich meist…wird nur grob von mir gelesen. 😜 Wo sind bloß die Tiere? Und wer ist Eena? Das interessiert mich…

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  2. Ich weiß, dass der Comiczeichner Ruthe seinen Figuren solche Namen gibt. Mir ist z.B von dort Malte-Pascal in Erinnerung, aber ich glaube mal nicht, dass das einen Zusammenhang mit deiner Geschichte hat. Man wird wohl nie herausfinden, wie es zu dieser Spitzenzahl kam.

    Mir geht es ähnlich wie Erinnye 😁

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  3. Du schriebst vom „Malte-Torben-Meme“… – Rainald Grebe hatte so viele unterschiedliche Themen während des Abends, so dass mir das alles eher scheibchenweise ins Gedächtnis zurückkommt. Insgesamt war es aber eine Kritik an der neuen modernen Zeit / Technik / „die Jugend von heute“ etc.
    Und durch den ganzen Abend zog sich auch „Meme“. Auf die Anfangsfrage: „Wer weiß, was MEME ist“, meldeten sich einige (ich selber hatte das Wort auch schon mal gelesen).
    Alle paar Minuten kam die Stimme aus dem Hintergrund (vom Techniker?): „Rainald, du wolltest doch noch erklären, was MEME ist“ – Rainald „Später“.
    Ganz am Ende kam dann ein ganzer Schwall an Wörtern, die sich im Entferntesten auf MEME reimten. Den größten Lacher erzielte dabei BREMEN

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  4. Vielleicht wurde auch nicht nach „Malte-Torben“ gegoogelt, sondern nach „Lovestory“, was ja auch in der Überschrift stand.
    Wenn es schon um Quantität geht, dann zählt für mich auch eher die Anzahl der Kommentare und ggfs. der Likes. Da merkt man dann, dass tatsächlich GELESEN und nicht nur GEKLICKT wurde. Was sollte denn ein Neuseeländer, der nach einer Lovesotry sucht, mit einem deutschen Text anfangen?

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        • Da ich kein Hindi oder hebräisch kann, ist mir die eigentliche Qualität egal. Hauptsache, ich verstehe, worum es geht. Du kannst den Übersetzer doch mal bei dir einbauen und deine Texte übersetzen lassen. Englisch, französisch, niederländisch… ich finde die Übersetzungen inzwischen erstaunlich flüssig. Am liebsten lasse ich meine Texte und meine Seite übrigens ins lateinische übersetzen. Ich habe diese Sprache schon immer gemocht.

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  5. P.S. Wie ich anhand eines Likes gesehen habe, gehört zu deinen Lesern auch „natescriminalmind“, eine 22Jährige mit einem geistigen Alter von gefühlt 48 (nach eigenen Angaben). Kennst du sie? Könnte auf deinem Level liegen.

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  6. Ach ja – Schlagwörter. Wobei ich die allerdings eher aus dem Grunde nehme, damit ich später mal meine eigenen Einträge wiederfinde (also z.B.: alles hinsichtlich „Job“ oder „kluggeschissen“ oder „Frauen“ etc.)

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