Eine Woche Bettruhe dank der echten Grippe

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Was soll der Mist? Schon wieder tagelang keine neuen Einträge mehr! Dieses Mal lag es daran, dass ich mir die Grippe eingefangen habe. Keinen einfachen grippalen Infekt, sondern den Symptomen und dem Verlaufsbild nach leider die echte GrippeInfluenza vom Typ A. In der Nacht vom Mittwoch vor einer Woche auf letzten Donnerstag ging es los mit bis um die 39,2°C Fieber.

Obwohl ich mich rotzfertig fühlte, fuhr ich am Donnerstagmorgen noch ungeplant nach „Graustadt“, weil meine Mutter dort wieder in der Krankenhausnotaufnahme gelandet war. Da sie und mein Vater gegen Grippe geimpft waren, traute ich mich, trotz meiner mit trockenem Krampfhusten einhergehenden, frisch erblühten Influenza-Erkrankung kurz in die Klinik. Entweder hat meine Mutter immer noch Ärger mit ihrer Borreliose, oder aber sie leidet nun unter schweren Nebenwirkungen der massiven Therapie dagegen, die sie sich als Ärztin selbst verordnete – womöglich gibt es aber noch eine zusätzliche Ursache für die aktuellen Bluthochdruck- und Hypernervositätsprobleme. Irgendetwas scheint ihr vegetatives Nervensystem durcheinander zu bringen und sie zur Dauerausschüttung von Stresshormonen zu veranlassen. Vielleicht doch immer noch die Borrelien, eventuell aber auch ein hormonproduzierender Tumor, ähnlich wie bei einer Neurofibromatose. Bald wird sie wohl einen längeren stationären Krankenhausaufenthalt antreten müssen, um das noch erheblich gründlicher abzuklären, als bisher – bislang wurde ja nichts Eindeutiges gefunden und ihre Borreliosetheorie weitgehend ignoriert.

Nach dem Krankenhausbesuch schleppte ich mich letzten Donnerstag noch durch einen Supermarkt um angesichts meiner Grippe schnell noch etliche Vorräte einzukaufen (was eigentlich gar nicht so unbedingt nötig gewesen wäre, weil ich anschließend tagelang eh keinen Hunger mehr hatte), danach war ich dann total platt und fühlte mich an den nächsten drei, vier Tagen ungefähr so:

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Bis vorgestern war ich zur völligen Bettruhe verdammt. Wenn ich mal kurz aufstand und versuchte herumzugehen, knickten mir fast die Beine weg, so geschwächt war ich durch den Infekt. Mir war schwindelig und ich konnte mich kaum auf etwas Komplizierteres konzentrieren. Selbst Lesen fiel mir schwer. Da ich meine WordPress-Blogeinträge im Büro am Desktop-PC zu schreiben pflege, gab es in diesen Tagen keine Einträge von mir. Lediglich ein paar Kommentare zu diversen Blogs konnte ich im Halbdusel auf meinem iPad verfassen…

Gestern fuhr ich (nachdem ich erstmals kein Fieber mehr hatte) kurz in „Obergüllestunk“ einkaufen – aber das war ein ziemlich grenzwertiger Ausflug, bei dem mir erheblich der Schweiß ausbrach. Heute ging es dann wieder ein bisschen besser, so dass ich ab mittags aufstand und bis jetzt nicht mehr ins Bett zurückkehrte. Langsam muss ich mich wieder an Belastung gewöhnen. Habe in der vergangenen Woche mit durchgehender Bettruhe komplette 4 Kilogramm abgenommen. Vermutlich hauptsächlich Muskelschwund…

Immerhin hat es meine Mitbewohnerin Philomena nicht so schlimm erwischt, wie mich. Zunächst hatte ich gehofft, dass sie sich nicht bei mir angesteckt hatte und wir versuchten strikte Quarantäne zu halten. Aber bei Grippeviren ist das kaum möglich, wenn man gemeinsam unter einem Dach haust. Sie bekam dann auch die Grippe – aber bei ihr nimmt die Influenza Typ A eher einen „stillen Verlauf“. In etlichen Fällen bricht nämlich nicht zwangsläufig Fieber aus. Sie hat auch keinen trocknen Reizhusten, wie ich. Obwohl Philomena bekanntlich unter einigen chronischen Erkrankungen leidet, die sich erheblich auf ihre Physis und auch auf die Psyche auswirken, es ihr kaum möglich machen, einen normalen Alltag zu leben und sich in einem normalen Maß zu belasten – sie konnte deshalb auch seit über 20 Jahren im Prinzip keiner regulären Arbeit mehr nachgehen und hat sich weitgehend aus jeglichem gesellschaftlichen Kontext zurückgezogen – verfügte sie dieses Mal offenbar über körpereigene Abwehrkräfte, die stark genug waren, dass die Grippe nicht voll ausbrechen konnte. Sehr gut. Ihr ist allerdings chronisch zu kalt, es kommt zwar nicht zu Fieber, aber zu Hitzewallungen, und sie fühlt sich ebenfalls deutlich schlapper, als sonst.

Einzig gesundes Wesen im Haus „Zweieichen“ ist also momentan die Landschildkröte. Leider bin ich momentan zu geschwächt, endlich das neue Innengehege fertig zu bauen – deshalb sitzt sie momentan noch im alten Terrarium:

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Tagsüber geht es immerhin dank der wärmeren Witterung einige Stunden lang raus an die frische Luft ins Außengehege. Wenn ich in einigen Wochen endlich das Gewächshaus dort aufstellen kann und die Unterkonstruktion dafür betonieren, kann der Kröterich auch nachtsüber vor Raubtieren sicher draußen an der frischen Luft bleiben. Hoffentlich werde ich bald wieder völlig gesund und kann draußen und drinnen mit den schildkrötenbezogenen Bauprojekten loslegen…

Hypermentale Grüße an alle Leser und Abonnenten!

7 Gedanken zu “Eine Woche Bettruhe dank der echten Grippe

  1. Philomena könnte meine Zwillingsschwester sein mit ihrer Dauerfröstelei und den chronischen Anhängseln, nur daß ich vor Schwäche wengerl geschwitzt hab jetzt bei meiner Südsibirischen Steppengrippe, hab aber keine Hitzwallungen und wie sie auch kein Fieber. Hoffe, Du bist sicher übern Berg und sie auch. 🙂 PS. Alles, alles Gute für Deine Eltern, vor allem noch Deine Mutter.

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