Zu bekloppt zum Bloggen – Rückmeldung nach Tagen im Nebenwirkungs-Nirwana

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Da bloggt der blöde Hund regelmäßig spätestens alle 48 Stunden, als ob er die reinste Wort-Diarrhoe hätte – und dann? Plötzlich anderthalb Wochen absolute Funkstille! Spontane Verstummung, oder was?

Nein. Nur zu beschäftigt, beziehungsweise zu bekloppt zum Bloggen. Zunächst einmal „zu beschäftigt“: Bekanntlich schiebe ich hier im ländlichen Exil eher eine ruhige Kugel – aber manchmal bilden sich regelrechte Tätigkeits-Cluster, teils aus beruflichen, teils aus privaten, teils aus sonstigen Gründen. Solch eine Terminhäufung fand hier in den letzten Tagen statt. Medizinische Untersuchungen, ungewöhnlich viel und dabei teils recht diffiziler Schreibkram, Termine, Veranstaltungen, Baumaterialanlieferungen, etc.. Und dazu gesundheitliche Probleme – Stichwort „zu bekloppt zum bloggen“. Die letzten paar Tage war ich ziemlich out of order

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Vor fast anderthalb Wochen ließ ich wie geplant im Krankenhaus meine angeknackste Rippe röntgen. Die gute Nachricht war, dass meine Schmerzen nicht von einem unverheilten, mobilisierten Bruch herrühren. Das heißt, ich kann hier ruhig schwerere Tätigkeiten erledigen; etwa demnächst bei hoffentlich bald wieder frühlingshafterem Wetter Bauarbeiten im Garten starten, Philomena wieder zum Wirbelsäuleneinrenken hochheben, etc.. Die schlechte Nachricht war, dass nicht so recht klar ist, wie und wann, bzw. ob ich die Schmerzen von alleine wieder loswerde. Auf den beiden Röntgenbildern konnte man meine alten, verheilten Rippenbrüche erblicken – beim Heftigsten hatte es damals in Berlin gleich mehrere Rippen angeknackst. Was man aber auch sehen konnte war, dass bei allen drei Bruchereignissen (nach dem Sturz vor etlichen Jahren in Berlin hatte ich noch zwei weitere ähnliche Brüche) immer ein und dieselbe, bestimmte Rippenspitze betroffen war, jene der untersten linken Rippe, die noch mit dem Brustbein verbunden ist. Normalerweise sollte dieses Stückchen schön glatt und knorpelig sein. Stattdessen war es aber aufgrund der drei Brüche an immer exakt der gleichen Stelle stark verknöchert und hatte eine merkwürdig verkrumpelte Form, sah auf den Röntgenbildern irgendwie zerknüllt und mit scharfen Graten versehen aus. Vermutlich wird ein Nerv dadurch blockiert oder gereizt. Die Radiologin wusste auch nicht, was man da machen könne. „Notfalls dauerhafte Schmerztherapie“. Na fein. Vielleicht ist Schonung nicht der richtige Weg und ich sollte trotz Schmerz eher belasten, damit sich die Blockade löst? Keine Ahnung.

Schmerzt halt permanent. Vor allem, wenn sich mein Bauch so unerklärlich aufbläht. Ich schrieb ja vor kurzem, dass mein Bauchumfang binnen weniger Stunden um drei Kleidergrößen schwanken kann – rund 20 cm mehr oder weniger Wampenäquator… Offenbar quillt dabei das inflatierende Gedärm dergestalt unter dem schartigen Krüppelknochen entlangscheuernd hervor, dass die dabei erfolgende Nervenreizung besonders schmerzhaft ist. Eigentlich müsste ich bald mal eine aufwendige gastroenterologische Untersuchungsreihe vornehmen lassen – am besten stationär – um zu sehen, was wiederum für dieses mich schon jahrelang plagende Darm-Ungemach verantwortlich ist (möglicherweise meine Dauerbehandlung mit Pantoprazol, oder meine Fettstoffwechselstörung, vielleicht auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit – obwohl ich diesbezüglich auf alles Üblich-Verdächtige bereits negativ getestet bin). Ich weiß als privatversicherter Selbstzahler (zumindest zunächst nach Eingang der Arzt- oder Klinikrechnungen, bis dann die Kosten irgendwann von der PKV erstattet werden) nur nicht, wie ich bei einem solchen Untersuchungsmarathon mit notfalls etlichen Tausend Euro in Vorleistung gehen soll, wenn ich eigentlich bis zur Oberkante Unterlippe in den Dispo-Miesen stecke und als Selbständiger mit erheblich schwankendem, unsicheren Einkommen auch von keinem halbwegs seriösen Bankinstitut die Gewährung von Krediten erwarten kann!

Inzwischen drückt der überdehnte Darmtrakt oftmals von unten dermaßen nach oben gegen das Zwerchfell, dass ich ziemlich kurzatmig werde und teils Herzprobleme bekomme – Leserinnen, die schon einmal im 9. Monat schwanger waren, werden nachempfinden können, wie sich das in etwa anfühlen und auswirken mag. Oftmals liegt mein Ruhepuls bei über 120 und der Herzmuskel hat sich auch bereits erheblich verdickt. Wenn ich das unbehandelt lasse, kostet mich das locker ein paar Lebensjahrzehnte!

Deshalb hatte ich vor einigen Tagen begonnen einen Beta-Blocker einzunehmen, um diesen unnatürlich hohen Puls auf ein normales Maß abzusenken. Doch dieser Schuss ging völlig nach hinten los! Bereits nach einem Tag der Einnahme, war ich völlig gaga. Dabei hatte ich mir zunächst nur die geringstmögliche Dosis eingeschmissen. Auch als ich die Tablette halbierte und darüber hinaus nur noch einmal, statt wie verordnet zweimal täglich einnahm (aus Sicherheitsgründen auch nur noch vor dem Schlafengehen, weil es nachts nicht so darauf ankommt, geistig sonderlich belastbar zu sein), wurde es nicht besser. Als mich ein Reporter vor einigen Tagen anderthalb Stunden lang interviewte, gelang es mir kaum, auf den Punkt zu kommen – ich kreiste immer haarscharf am Thema vorbei um den Brei, als ob ich lediglich die Sonderschule absolviert hätte. Am Freitag wollte ich dann auf einer Bürgerversammlung – ich engagiere mich in „Obergüllestunk“ ein wenig lokalpolitisch, wenn auch nicht parteipolitisch – einen Redebeitrag halten und begann vor dem versammelten Publikum lauter Sätze, ohne inhaltlich auf den Punkt zu kommen. Blackout und völliges Verlieren des roten Fadens. Fing Halbsätze an, fügte einen Mittelteil daran und hängte abschließend wieder den Eingangshalbsatz dahinter. Wiederholte dann in dieser Form radebrechend dreimal das Gleiche mit immer neuen Worten. Hochnotpeinlich! Als ich mit Philomena in einer rund 40-Fahrminuten entfernten Stadt einkaufen war, kollabierte ich im dortigen Mediamarkt fast, verlief mich im eigentlich übersichtlichen TK Maxx und schaffte es kaum, im Parkhaus eine zweistöckige Treppe hochzusteigen. Fühlte mich wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Kürzlich wurden hier 30 Kilogramm schwere Tafeln aus Recycling-Kunststoff angeliefert, die ich in die Garage schaffen wollte – obwohl ich normalerweise 60 bis 80 kg schwere Betonelemente alleine durch die Gegend schleppen kann, musste mir Philomena am Freitagmorgen beim Tragen dieser Plastik-Bauelemente helfend zur Hand gehen. Am schlimmsten waren während den letzten paar Tagen unter dem Einfluss des unbekömmlichen Medikaments aber meine Autofahrten: Einfachste Fahrmanöver erforderten angestrengtes Nachdenken, wie während der ersten praktischen Fahrschulstunden, dazu kam eine bizarr-charmante Interpretation von Kurvenradien und Straßenverläufen. Mitunter bremste ich tüchtig vor imaginierten Schlaglöchern, um dann wieder fast fahrwerkverschrottend durch eindeutig vorhandene Straßenschäden zu brettern. Wenn das aktuelle Gefährt nicht über ein hilfreiches Rückfahrradar verfügen würde, hätte ich vermutlich gleich mehrere Auspark-Blechschäden produziert… Zum Glück ging das alles glimpflich aus! Aber ich kann nicht auf sämtliche erforderliche Fahrten verzichten, nur weil ich ein neues Medikament ansetze – zumal in der geringstmöglichen, eigentlich gut verträglichen Dosierung! Als es dann soweit war, dass ich mich zu diversen Tageszeiten nur noch lallend mit Philomena unterhalten konnte, zog ich die Notbremse und setzte den Beta-Blocker Freitagabend wieder ab, obwohl er eigentlich – von diesen erheblichen Nebenwirkungen abgesehen – wunderbar funktionierte: Puls und Blutdruck waren absolut im grünen Bereich! Endlich mal Normalwerte. Vermutlich leide ich am „Hyperkinetischem Herzsyndrom“ – denn das würde erklären, warum ich bereits auf solch eine niedrige Gabe von Beta-Blockern derartig heftig reagiere.

Heute hatte ich dann das Vergnügen, dass mein Körper mit einer Art „Reboundeffekt“ auf das Absetzen des Beta-Blockers reagierte, d.h. ich bekam Bluthochdruck bis zur Rotgesichtigkeit, Atemnot, Blutrauschen in den Ohren und dazu wieder einen Ruhepuls deutlich über 100. War auch extrem gereizt und zickig. Schnauzte die arme Philomena wegen Nichtigkeiten an und ging beim leisesten Geräusch gleich senkrecht an die Decke vor daraus resultierendem Stress!

Demnächst muss die Hypothese „Hyperkinetisches Herzsyndrom“ differentialdiagnostisch näher überprüft werden. Aber vermutlich wird dieser Befund am Ende bestätigt werden. Schon so lange ich denken kann, habe ich einen oftmals viel zu schnellen Ruhepuls (Tachykardie) und dazu einen übermäßigen Anstieg der Herzfrequenz unter Belastung. Wenn ich im Garten schwere Steine umhertrage, rauscht mir das Blut im Kopf und ich bekomme ein zugleich puterrot und kreidebleich gemustertes Gesicht. Viel zu hohen systolischen Blutdruck habe ich auch schon ein paar Jahre – nehme dagegen auch schon länger einen Blutdrucksenker ein. Verminderte körperliche Belastbarkeit und unspezifische Missempfindungen im Herzbereich sowie Schwindel deuten auf das „Hyperkinetische Herzsyndrom“ hin. Ist mir alles drei aus eigener Anschauung bekannt.

Vermutlich rächt sich jetzt im fortgeschrittenen mittleren Lebensalter, dass ich phasenweise äußerst ungesund gelebt habe. Ich kokettierte ja geradezu damit, es mit Winston Churchill zu halten: „no sports!“ (…und dazu dicke Zigarren ketterauchend). Als feingeistiger Kopfmensch und Bildungssnob sah ich in sportlichen Betätigungen eine Beschäftigung für zwanghaft hedonistisch körperfixierte Zeitgenossen. Ein unwürdiges Abrackern, dessen tiefere Freuden sich mir eindeutig nicht erschlossen! Ich liege lieber stundenlang lesend auf meinem Bett, bevor ich mich in irgendeinen bunten Plastikfummel kleide und dann stumpfsinnig stereotype Bewegungsabläufe wiederhole, bis ich zu riechen beginne wie ein Plebejer…

Vermutlich ist nun zwangsläufig Schluss mit lustig – wenn ich nicht deutlich vor der Zeit in die Grube fahren möchte! Bevor ich erneut mit mir unverträglichen Beta-Blockern experimentiere, sollte ich eindeutig lieber ein moderates Ausdauertraining beginnen, um meinen Puls und Blutdruck signifikant und nachhaltig zu senken. Dummerweise hasse ich es, zu joggen. Spazieren liegt mir da eher…

Bereits vor einigen Monaten habe ich mir (aus Neugierde und unabhängig von der aktuellen Gesundheitsproblematik) mit Philomena ein paar Fitnessstudios angeschaut. Grauenhaft! Vor allem in „Klein-Arabien“ und „Graustadt“ (die beiden für uns am nächsten gelegenen Orte mit einer Auswahl an Gyms) kamen die günstigeren Studios überhaupt nicht in Frage! Eine widerwärtige Klientel verkehrt dort – vorwiegend aggressiv auftretende, junge Südländer. Als ich in einem Studio in der südlichen Innenstadt von „Klein-Arabien“ ein Probetraining absolviert hatte, kam mir danach in der Umkleide gleich ein testosterongeschwängert angriffslustiger Schrank von Orientale wortlos in grader Linie entgegen, dem ich abrupt ausweichen musste, wenn ich auf dem Weg zu meinem Spind nicht direkt in ihn hineinlaufen gewollt hätte. Ich hasse solche krawalligen Macho-Machtspielchen irgendwelcher degenerierten Unterschicht-Aggronauten! Wenn ich dem Typen nicht ausgewichen wäre, hätte ich bestimmt eins auf die Zwölf bekommen – vielleicht nicht unbedingt im Studio, wo es Überwachungskameras gab, aber eventuell dann später draußen auf dem Parkplatz… Ich bin eigentlich verdammt froh, dass ich mir in meiner Alltagswelt dieses Milieu weitgehend räumlich vom Leib halten kann!

Das einzige Studio, das mir und Philomena im Rahmen unserer Work-Out-Studio-Erkundungstour im letzten Herbst ganz gut gefallen hätte, war natürlich wieder das mit Abstand teuerste. Ein medizinisch ausgerichtetes Studio im Familienbetrieb, relativ viele Rentner unter den Trainierenden, wohltuend freundlich-sympathisches Personal, anheimelnde Innenarchitektur, in der Nähe von „Graustadts“ Villenviertel in einem Vorort gelegen, der als eher gehobene Wohngegend gilt. Dummerweise kostet die Aufnahme (allerdings mit fundierten medizinischen Check-ups) gleich mal hundert Euro, dazu kommen dann 70 Euro monatlich pro Nase und noch eine alle drei Monate fällige Gerätepauschale… Deshalb wurden Philomena und ich bisher dann doch keine Fitnessstudiogänger.

Aber mal schauen – vielleicht finde ich irgendwo noch eine Einsparmöglichkeit in meinem Ausgabeverhalten und eine dortige Mitgliedschaft ist dann doch irgendwie bezahlbar. Aus ärztlicher Sicht wäre ein regelmäßiges Kardio- und Ausdauertraining sicherlich das beste Mittel, mit dem ich meinem baldigen Frühableben entgegentreten könnte. Habe zwar eigentlich nicht so richtig Lust dazu und mich darüber hinaus eigentlich damit abgefunden, nicht wirklich alt zu werden – zumal mir etliche Mediziner in den letzten Jahren bestätigten, dass ich nicht unbedingt die allerbesten Aussichten hätte, ein hohes Lebensalter zu erreichen. Bin da leider erblich vorbelastet, dazu kommen einige Risikofaktoren. Gesundheitlich eiere ich durchaus angeschlagen bis angezählt durchs Leben… Also doch nicht weiterhin sorglos „no sports“? Urgs.

Vielleicht nehme ich statt in der Muckibude zu schwitzen doch lieber wieder den Beta-Blocker – wäre dann allerdings vermutlich wieder „zu blöd zum bloggen“ – so, dass ich hier wohl nicht mehr weiterschreiben könnte… Allenfalls noch halbbesoffen wirkendes Gestammel. Tja.

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Da dieser Eintrag inzwischen bezüglich des Umfangs völlig auszuufern beginnt, breche ich nun besser ab. Gäbe zwar noch das eine oder andere Anekdötchen aus den letzten zehn Tagen zu erzählen – aber das kann ich natürlich auch später noch nachholen. Falls mir danach sein sollte…

Schönes Wochenende und hypermentale Grüße an meine Leser und Abonnenten!

14 Gedanken zu “Zu bekloppt zum Bloggen – Rückmeldung nach Tagen im Nebenwirkungs-Nirwana

  1. Das kling ja dramatisch… 😦

    Wenn du so unsportlich bist, dann sind lange Spaziergänge wahrscheinlich wirklich ein guter Einstieg. Könntest du dich mit Radfahren anfreunden? Fahrradergometer für zu Hause gibt’s günstig und (wenig) gebraucht. Sowas ist ja schnell gekauft, aber viele nutzen es dann nicht und geben es irgendwann wieder ab.

    Gute Besserung!

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  2. Das sind ja wirklich heftige Nebenwirkungen 😮. Hoffentlich gibt es noch andere Betablocker, die diese immensen Nebenwirkungen nicht haben. Ich habe für meine phobisch bedingten Herzprobleme Bisoprolol 1,25 mg bekommen. Eine halbe Tablette, die ich abends nehmen soll, hatte bei mir null Wirkung auf den Herzschlag, ich merkte allerdings auch eine gewisse unangenehme Benommenheit.

    Sport hat man mir auch schon oft empfohlen, kann mich aber nicht dazu überwinden bzw. habe ich noch nichts gefunden, was mir langfristig Spaß machen würde. Ein regelmäßiges forciertes Spazierengehen (so Richtung Walking) ist aber auch schon mal eine gute Sache. Und ihr habt doch sicher Platz für ein paar Fitnessgeräte? Ein Ergometer vielleicht? Oder einen Stepper? Mit Fitnessstudios ist das so eine Sache. Anfangs ist man euphorisch und geht regelmäßig, aber irgendwann schleicht sich der Schlendrian ein und am Ende bezahlt man nur noch für die Nichtanwesenheit 😏

    Gute Besserung jedenfalls 🙂

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    • Ich habe übrigens genau dieses Bisoprolol 1,25 genommen – schon bei 1 mal täglich 0,75 traten bei mir die beschriebenen Nebenwirkungen ein. Extrem heftig. Deshalb scheint etwas mit meinem vegetativen Nervensystem, Sympathikus/Parasympathikus nicht zu stimmen, kam der Verdacht auf HKHS auf… Philomena hat hier zuhause ein paar Trainingsgeräte, aber die sind schon etwas älter und speziell der Crosstrainer hat mir einen zu großen Hub. Im Studio habe ich diesbezüglich ergonomischere Geräte gesehen – außerdem natürlich in extrem großer Auswahl. Speziell das teuere, medizinisch ausgerichtete Studio machte da einen guten Eindruck. Vermutlich bräuchte ich einen gewissen Außendruck von kompetenten Trainern mit medizinischen Kenntnissen, um mich regelmäßig zu motivieren. Zeit genug hätte ich in der Regel, man könnte das in die Tagesroutine ganz gut einbauen. Philomena wäre angesichts ihrer älteren, teils nicht optimalen Geräte auch nicht abgeneigt. Vermutlich wäre es für mich ein weiterer guter Motivationsfaktor, wenn man dort gemeinsam hinfahren würde. In einem Profistudio gäbe es darüber hinaus auch Geräte für ein Rückentraining, das bei mir sehr sinnvoll wäre. Habe da ja auch Dauerbeschwerden.

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  3. Hat nicht Philomena einen Crosstrainer da stehen? Ich hab da irgendwie sowas in Erinnerung. Den kann man ja vor den Fernseher stellen. Oder sich gute Podcasts aus dem Internet ziehen und dabei hören. Und aus dem Fenster schauen. Fitness-Studios mag ich nicht so gern. Mag die ganze Atmosphäre dort nicht. Nordic Walking würde sich auch anbieten. Oder eben spazieren gehen. Fahrrad fahren ist eigentlich auch schön. Man sagt, dass der Sport in der Natur ganz anders entspannt, als in Innenräumen. – Mich würden mal die Geräusche interessieren, wenn der Bauchumfang schrumpft. Aber das nur so nebenbei.

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  4. arztbesuche deprimieren… drum vermeide ich sie weitgehend. ich weiß, dass das nicht gut ist. aber ich habe einfach keinen bock zu hören, was für ein wrack ich angeblich bin, und was ich alles gesundheitsförderliches zu machen hätte. da ich seit jahrzehnten im gesundheitsbetrieb arbeite, weiß ich, wie pillepalle die medizin und ihre mediziner oft sind. wenn man da hinter die kulissen guckt, kriegt man das schiere grausen.
    meine gesundheitlichen risiken kann ich sehr gut selbst einschätzen. ich saufe seit langem zu viel. dass da irgendwann meine leber am arsch ist und ich einen hohen blutdruck habe, versteht sich von selbst.
    vielleicht fühle ich mich noch nicht schlecht genug. kann sein. wenn`s dicke kommt ist man dann doch froh über die weißkittel. aber bis dahin: „prost – auf die gesundheit!“

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    • Vermutlich hast Du eine gewisse „Rossnatur“, dann steckt der Körper so einiges weg… Beneidenswert. 🙂
      Ich konnte in jüngeren Jahren auch Saufen wie ein Pferd, aber durch meine Fettstoffwechselstörung vertrage ich mittlerweile so gut wie gar nix mehr – meine Leber ist leider völlig im Eimer, dazu noch verfettet und zweieinhalb mal so groß, wie sie sein sollte. Bereits nach zwei, drei Bier geht’s mir nicht mehr so wirklich gut – wenn ich so wie früher gleich ein Dutzend Bierchen tränke, würde ich umgehend auf der Intensivstation landen. Dabei mag ich schottischen Whisky sehr gerne. Gönne mir aber nur noch alle paar Wochen oder Monate einen Fingerbreit davon in einem kleinen Nosing-Gläschen… Prost!

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      • Das tut mir leid. So viel wie früher vertrage ich freilich auch nicht mehr – will ich auch gar nicht mehr.
        Mein Tagespensum liegt bei einer Flasche Wein und ein paar Bier. Damit ich total ausgelastet.
        Ab und zu mal einen Wodka aus dem Flachmann zum Aufwärmen…
        Rossnatur – vielleicht. Meine Vorfahren väterlicherseits waren Bauern in Pommern, alles ziemlich stabile Leute.

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  5. Hab kürzlich Deine Nachricht beim Orbi gelesen und dachte mir: Oh lala, Du lieber Schwan. 😦 Und daß Du immerhin zu meist klaren Diagnosen kommst bzw Ärzte. Bei mir ist ja immer nix. Klar, dass Du dann von pflanzlicher Arznei wenig hältst, während diese mich zumindest schrittweise weiterbringt. Ähm, ich liebte meinen damaligen Fitnessclub, hab dort alle Kurse belegt, außer später die fortgeschrittenen, (anfangs schon, aber das Publikum folgte dem fordernden Zeitgeist, verlangte mehr, mehr, mehr Tempo und schnellspurige Raffinesse …). Also, ich mußte das sportive Handtuch wegen meinem chron. Erschöpfungssyndrom schließlich schweren Herzens wieder hinwerfen, dabei lagen die Jahres-Beiträge im günstigen Bereich, trotzdem war das Publikum alles in allem sympatisch und Geräte, Sauna, Örtlichkeit, alles voll okay. Ich hatte ja den Stairmaster zu meinem Favoriten auserkoren, einen in den Neunzigern erstklassigen Stepper, auf dem ich lesen könnte, während in anderen Studios TV-Geräte zur Verfügung standen. Und jetzt das mit dem gelenkeschonendem Steppen aufm kleinen, preisgünstigen Trampolin, das geht mit Knopf im Ohr und ich bin unter freiem Himmel. Obwohl das einsam und öde abläuft, bin ich auch danach süchtig geworden. Manchmal erledige ich von dort oben meine fälligen Telefonate …
    Bin ja gegen jeglichen OP-Eingriff, aber trotzdem, und zwar: Könnte Deine verunstaltete Rippe nicht irgendwie abgeschliffen werden? Und wenn Deine Leber wieder zurück auf alte Maße käme, ginge das nicht mit ernährungstechnischer Disziplin? Dann hättest Du doch auch wieder weit mehr Freiraum im Leib für Deine anderen Organe. Naiv von mir, könnt jedenfalls sein, aber wer weiß? Die Leber soll regenerier-fähig sein.
    Oh – zu Deinem letzten Satz: Du mußt doch sicher Auto fahren können … Ò_ó Beste Grüße und Wünsche für Dich. 😈

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