Plattgeonkelt und halberkältet

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Gestern war ich mit meiner Mutter bei der Familie meines Bruders in „Shangri-La“, jener mondänen Großstadt, in der ich die turbulentesten Jahre meines heute eher gemächlich dahinplätschernden Lebens verbrachte. Kind Nr. 3 – erst vor wenigen Tagen in diesem Januar geboren – wurde bei einem Antrittsbesuch in Augenschein genommen. Nach dortigen Besuchen ist man meistens recht platt – die älteren zwei Kids (zweieinhalb und fünfeinhalb Jahre alt) toben und lärmen immer in einer Weise durch die ganze Bude, dass ich mich jedes Mal frage, wie meine Schwägerin und mein Bruder das neben ihren anstrengenden Medizinerjobs bloß noch aushalten! Ich glaube ich wäre physisch und psychisch gar nicht mehr in der Lage, als Elternteil zu fungieren und zu funktionieren… Glücklicherweise besteht diesbezüglich auch gar keine Gefahr, denn Philomena und ich führen in der ländlichen Abgeschiedenheit von „Niedergüllestunk“ eine eher platonische Koexistenz.

Bei meinem gestrigen Besuch in der schicken (wenn auch in einem etwas alternativ-nerdigen Stil) Altbaubleibe meines jüngeren Bruders war die gesamte dortige Sippschaft weitgehend krank, erkältet mit Fieber und Husten (nur der Säugling wirkte zum Glück noch ganz gesund). Dem Bewegungsdrang und Energieniveau der tobenden Kinder tat dieses jedoch keinen Abbruch – befeuert von der von Oma mitgebrachten, selbstgebackenen Schoko-Mandel-Torte schrillten sie in den höchsten Oktaven und sausten über Sessel- und Sofalehnen, bis dem betrachtenden Blick des Onkels schwindelig wurde. Ob mich die dortige Erkältung auch noch erwischen wird, weiß ich nicht. Aber ich habe seit einigen Tagen eh schon irgendetwas Virusartiges in den Knochen. Nach dem gestrigen Besuch war ich jedenfalls so platt wie schon seit Langem nicht mehr, und ging freiwillig deutlich vor Mitternacht zu Bett. Etwas, das sehr selten vorkommt. Meistens finde ich erst in den frühen Morgenstunden in die Heia.

Da ich auch heute wieder etwas eingeschränkte Vigilanz aufweise, wird dieser Eintrag auch eher kurz werden. Ich habe übrigens noch ein wenig am Design meines Blogs herumgebastelt und auf meiner Übersichtsseite „Orte und Personen“ für interessierte Leser ein paar weitere Personenbeschreibungen eingefügt – diesmal Inorbit, Mitch, Oliver und Philomena. Philomenas Reich in der westlichen Dachetage des Hauses „Zweieichen“ seht Ihr, werte Leser, übrigens oben im Header dieses Eintrages.

 

Ein Gedanke zu “Plattgeonkelt und halberkältet

  1. Philomenas Dachetage ist zwar kaum erkennen, also ich seh fast gar nix, aber weißt was? Das erinnert mich jetzt grad an gaaanz früher, an ein Foto von Dir, also Zimmer mit Bildschirm und Regalen irgendwie, und dann bin ich doch beinah missverstanden worden, oder auch nicht, als ich uns suggerieren wollte, ich würd nix Neues erkennen können in Deiner TB-Webcam … 😉

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